Fettblatt-Arten im Überblick

Die Fettblattgewächse haben ihren Verbreitungsschwerpunkt in den Tropen und Subtropen der Neuen Welt (Neotropis). Mit Ausnahme des Kleinen Fettblattes Bacopa monnieri, welches inzwischen fast weltweit durch Verschleppung und Auswilderung verbreitet ist, kommen die für Aquarien geeigneten Arten ausschließlich in Amerika vor.

Ausgefallene Aquarienpflanzen im Shop: (zum Shop)

Das Fettblatt
Emerse, blühende Form von Bacopa caroliniana (Foto: Stickpen, Public Domain)
Wissensch. Name Deutscher Name Verbreitungsgebiet Gewässertyp Haltung Vermehrung
Bacopa australis Südliches Fettblatt Südbrasilien und Argentinien Uferzone stehender u. fließender Gewässer einfach Stecklinge
Bacopa caroliniana Großes Fettblatt Nordamerika einfach Stecklinge
Bacopa monnieri Kleines Fettblatt Fast weltweit Sümpfe einfach Stecklinge
Bacopa salzmannii Salzmanns Fettblatt Tropisches Amerika Uferzone steh. u. langsam fließ. Gewässer einfach Stecklinge
Bacopa serpyllifolia Quendelblättriges Fettblatt Tropisches Südamerika einfach Stecklinge

Aussehen der Fettblätter

Die Fettblätter der Gattung Bacopa gehören zur Familie Plantaginaceae (Wegerichgewächse). Es gibt mehr als 60 Arten, von denen allerdings nur sehr wenige für eine Kultur als submerse Aquarienpflanzen infrage kommen. Die meisten Fettblatt-Arten leben terrestrisch oder als Sumpfpflanzen. Fettblatt-Arten sind krautige und unverholzte Stängelpflanzen. Die Stängel wachsen aufrecht oder kriechen dicht über dem Bodengrund.

Die Blätter sind gegenständig am Stängel angeordnet, die kleinen Blattspreiten haben eine mehr oder weniger runde oder breit-eiförmige Gestalt. Je nach Beleuchtungsintensität variiert die Blattfarbe von Hellgrün bis Rotbraun. Die über den Wasserspiegel hinausreichende oder an Land auf feuchtem Boden sitzenden Bacopa-Pflanzen bilden Blüten, die in den Blattachseln sitzen. Je nach Art kann die Blütenfarbe Weiß, Hell- oder Dunkelblau sein. Aus den befruchteten Blüten bilden sich Kapselfrüchte, die viele, sehr kleine Samen enthalten.

Haltungsbedingungen der Fettblätter im Aquarium

Die behandelten Bacopa-Arten sind durchweg als pflegeleicht einzustufen. Sie sind sehr anpassungsfähig und wachsen schnell heran. Allerdings nur, wenn ihnen ausreichend Licht geboten wird. Wasserhärte und pH-Werte scheinen dagegen keine wichtige Rolle zu spielen. Sie sind temperaturtolerant – mit Ausnahme des Großen Fettblattes Bacopa caroliniana, welches keine höheren Wassertemperaturen verträgt. Bacopa zählen zu den mittelgroßen Aquarienpflanzen mit Wuchshöhen zwischen 20 und 50cm. Sie kommen am besten zur Geltung in einer größeren Gruppe im Vorder- oder Mittelgrund des Aquariums. Bacopa lassen sich recht einfach mit Hilfe von Kopfstecklingen vegetativ vermehren.

Literatur

KOPPENAER, P. (1999): Bacopa-Arten im Aquarium und Palludarium.- DATZ 2/99: S. 37 – 39.

Viele weitere Aquarienpflanzen im Shop: (zum Shop)