Hintergrundpflanzen für das Aquarium

Die vier Seitenwände sowie der Boden eines Aquariums bestehen aus Glas. Dieses Material ist für ein Aquarium bestens geeignet, da es zum einen den freien Blick in das Becken ermöglicht und zum anderen in einem unbeschädigten Zustand selbstverständlich das Wasser in dem Aquarium halten kann. Ein kleiner Nachteil, der bei der Gestaltung eines Aquariums bedacht werden muss, ergibt sich allerdings aus der Verwendung eines durchsichtigen Materials. Die hintere Wand des Aquariums muss oftmals besonders gestaltet werden, damit die Apparaturen, die häufig hinter dieser Wand verlaufen, nicht das optische Erscheinungsbild des Beckens beeinträchtigen. Hier wird oft mit Rückwänden gearbeitet, die allerdings in ihren einfachsten Ausführungen das Manko aufweisen, eindimensional zu sein und somit wenig echte Lebendigkeit in das Aquarium zu bringen. Dem Aquarianer stehen aber viele zusätzliche Wege offen, den hinteren Bereich des Beckens ansprechend zu gestalten. Viel kann dabei alleine schon durch die Bepflanzung, die in das Aquarium eingebracht wird, gewonnen werden.

Hintergrundpflanzen im Aquarium

Grundsätzlich unterscheiden Aquarianer Aquarienpflanzen unter anderem nach botanischer Zugehörigkeit und anhand der Ansprüche, welche bestimmte Gruppen von Pflanzen zum Beispiel an die Lichtzufuhr, die Wassertemperatur und die Wasserwerte im Aquarium stellen. Sehr zielführend ist bei der Gestaltung eines Beckens allerdings auch die Unterscheidung zwischen Vordergrund-, Mittelgrund- und Hintergrundpflanzen. Hintergrundpflanzen sind dabei bestens geeignet, um die Rückwand in einem Aquarium zu verbergen und den hinteren Bereich optisch aufzuwerten. Welche Eigenschaften Hintergrundpflanzen in der Regel besitzen, erfahren Sie im Folgenden.

Vorab sei allerdings betont, dass die optische Aufwertung nur eine Leistung von Hintergrundpflanzen und anderen Aquarienpflanzen ist. Erst auf den zweiten Blick ergibt sich ein weiterer Vorteil beim ausgiebigen Einbringen von Pflanzen in das Aquarium: Pflanzen sind dabei wichtige Garanten für eine gute Wasserqualität, die auch den Bewohnern des Beckens entgegenkommt.

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Eigenschaften von Hintergrundpflanzen

Hintergrundpflanzen weisen in der Regel eine beachtliche Wuchshöhe und mitunter auch eine ausladende Wuchsbreite auf. Dass Hintergrundpflanzen im Aquarium recht groß werden, ist wichtig, damit die komplette Rückseite des Aquariums gestaltet werden kann. Am besten ist es dabei natürlich, wenn die entsprechenden Hintergrundpflanzen im Laufe der Zeit bis zur Wasseroberfläche vordringen. In der Regel ist es auch vorteilhaft, wenn Hintergrundpflanzen im Aquarium recht schnell wachsen, da man auch diese Pflanzen im Handel nicht immer schon in ausgewachsener Form erwerben kann. Würden sie nur einen langsamen Wuchs aufweisen, müsste der Aquarianer sich sehr geduldig zeigen, bis der hintere Bereich seines Aquariums endlich hübsch gestaltet ist. Zudem sorgen schnell wachsende Hintergrundpflanzen oft für gute Wasserwerte, da sie Schadstoffe schnell aufnehmen.

Nicht bei allen, aber bei einigen Hintergrundpflanzen kann das große und/oder schnelle Wachstum im Aquarium allerdings auch zu einem Problem werden. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn Hintergrundpflanzen mit einer großen Endgröße in ein zu kleines Aquarium eingebracht wurden. In diesem Fall muss der Aquarianer die Pflanzen in der Regel ständig beschneiden, um sie zu bändigen, und die Hintergrundpflanzen können sich nicht frei (und somit besonders schön) entwickeln. Mitunter ist auch das Entfernen der falsch ausgewählten Pflanzen aus dem Aquarium schlussendlich die Folge, sodass man sich eine Fehlinvestition eingestehen und eine eigentlich schöne Pflanze opfern muss. Man sollte also bereits im Vorfeld genau abklären, wie groß die gewünschten Aquarienpflanzen werden können und ggf. auf andere Aquarienpflanzen zurückgreifen, um sich vor einem zu hohen Mehraufwand zu schützen. In diesem Kontext ist auch darauf hinzuweisen, dass der Begriff „Hintergrundpflanze“ immer relativ ist: In einem kleinen Aquarium können bereits Pflanzen mit relativ geringer Wuchshöhe zur Begrünung des Beckens eingesetzt werden, in einem großen Aquarium sollte man hingegen eher auf die Hintergrundpflanzen zurückgreifen, die sehr groß werden können.

Auswahl an Hintergrundpflanzen

Die Auswahl an Hintergrundpflanzen, die in einem Aquarium Verwendung finden können, ist enorm groß. Sehr bekannt sind unter anderem die Große Amazonas-Schwertpflanze, der Javafarn, das breitblättrige Speerblatt, der Kirschblatt-Riesenwasserfreund, der Indische Wasserfreund und das Hornkraut. Diese, aber auch eine Reihe weiterer Hintergrundpflanzen, werden wir Ihnen im Folgenden in kleinen separaten Texten vorstellen.

Angesichts der großen Auswahl, die sich dem Aquarianer in Hinblick auf Hintergrundpflanzen bietet, fällt es ihm mitunter schwer, eine Auswahl zu treffen. Zu beachten ist dabei auch, dass die Auswahl nicht nur nach optischen Merkmalen erfolgen sollte. Selbstverständlich sollten die ausgewählten Hintergrundpflanzen zwar auf Gefallen stoßen und das Aquarium optisch aufwerten, wer sich aber Pflanzen in das Aquarium holt, deren Ansprüche er nicht erfüllen kann, wird früher oder später unzufrieden mit der Begrünung seines Aquariums sein. Selbstverständlich werden Hintergrundpflanzen in der Regel auch mit anderen Pflanzen, die eher für den Mittel- oder Vordergrund bestimmt sind, kombiniert. Diese Kombination in einem Aquarium ist ansprechend, da die dem Aquarium eine optische Tiefe verleiht. Auch an dieser Stelle sollte der Aquarianer aber darauf achten, dass die ausgewählten Pflanzen gut zusammenpassen, damit sie prächtig gedeihen können. Insbesondere bei Hintergrundpflanzen, die sehr groß und ausladend werden – wie etwa die Große Amazonas- Schwertpflanze – muss der Aquarianer darauf achten, Mittel- und Vordergrundpflanzen für sein Aquarium zu wählen, die mit möglichen Verschattungen zurechtkommen.

Anordnung und Einpflanzen von Hintergrundpflanzen

Hintergrundpflanzen werden – wie der Name schon sagt – im hinteren Bereich des Beckens angesiedelt. Viele Hintergrundpflanzen können in Gruppen gepflanzt werden, sodass ein dichtes Grün entsteht, das den freien Blick auf die Rückseite des Beckens gut versperrt. Auch für die Aquarienbewohner ist ein solches dichtes Grün in der Regel vorteilhaft: Sie haben im hinteren Bereich des Aquariums somit die Gelegenheit, sich zurückzuziehen und sich zu verstecken. Insbesondere bei Gesellschaftsbecken, in denen unterschiedliche Arten gehalten werden, kann dieses sehr wichtig sein. Manche Hintergrundpflanzen eignen sich aber auch sehr gut als Solitärpflanzen. Auch sie werden in den hinteren Bereich – manchmal, wenn das Aquarium recht groß ist, auch in den Mittelgrund – eingebracht. Hier dienen sie dann als besonderer Blickfang, wobei selbstverständlich auch in diesen Fällen eine Kombination mit weiteren geeigneten Aquarienpflanzen möglich ist.

Viele Hintergrundpflanzen können dank eines Wurzelwerks einfach in den Bodengrund im Aquarium eingepflanzt werden. Nicht alle Pflanzen sind zwar sehr sensibel, dennoch sollte man beim Einpflanzen selbst natürlich generell vorsichtig vorgehen, damit die Hintergrundpflanzen die bestmöglichen Entwicklungschancen erhalten. Manche Hintergrundpflanzen bilden auch keine Wurzeln aus, sodass sie im Aquarium auf eine andere Art und Weise befestigt werden müssen, wenn sie nicht im Aquarium treiben sollen. Zur Befestigung reichen mitunter schon kleinere Steine aus, dennoch sollte der Halt ab und an kontrolliert werden, damit sich die Pflanzen nicht lösen und sie somit die Gesamtgestaltung des Beckens nicht in unerwünschter Art und Weise verändern können.

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