Javafarn
- lat. Microserum pteropus -

Haltung:
Zucht:
Größe: bis 30cm
Temperatur:
PH:
GH:
KH:

Das Javafarn - Microserum pteropus

Der Javafarn gehört eindeutig zu den Pflanzen für das Aquarium, die sehr bekannt sind. Für die Begrünung des Beckenhintergrundes eignet sich Javafarn unter bestimmten Voraussetzungen. Aquarianer, die dabei nicht allzu lange auf eine Begrünung des Hintergrundes warten möchten, sollten, wenn die Entscheidung auf Javafarn fällt, am besten gleich etwas größere Pflanzen auswählen. Dies empfiehlt sich, da die bekannte Pflanze nicht allzu schnell wächst. Warum Javafarn in der Aquaristik derart beliebt ist, ist schnell erklärt: Zum einen gilt die Pflanze als leicht im Aquarium zu kultivieren, zum anderen erschließt sich der Aquarianer mit der Wahl dieser Pflanze gleich sehr viele Gestaltungsmöglichkeiten in einem Zuge. Davon einmal abgesehen ist Javafarn auch sehr schön anzusehen und wertet somit nahezu jedes Aquarium auf. Wie sich Javafarn im Detail optisch präsentiert, wie er kultiviert werden kann und wie man mit dieser Pflanze ein Aquarium auf unterschiedliche Art und Weise gestalten kann, erfahren Sie im Folgenden.

Javafarn
Javafarn (Foto: Pinpin, Creative Commons 1.0 Generic)

Optische Merkmale des Javafarns

Ein gesunder Javafarn ist einfach schön anzusehen. Dies liegt zu einem nicht unerheblichen Anteil daran, dass die Blätter unter guten Bedingungen im Aquarium schön intensiv grün gefärbt sind. Sollten nachwachsende Blätter einmal nicht satt grün gefärbt sein, ist dies in der Regel nicht weiter tragisch und muss nicht zwangsläufig ein Alarmsignal sein: Die jungen Blätter eignen sich die satte grüne Farbe in der Regel im Laufe der Zeit an. Eine Besonderheit des Javafarns ist, dass er ein Rhizom ausbildet. Was es in dieser Hinsicht beim Einpflanzen des Javafarns zu beachten gilt, erfahren Sie weiter unten. Vom Rhizom ausgehend bilden sich die Wurzeln und die Blätter des Javafarns. Die Blätter sind dabei sehr viel länger als breit, wobei sie nach oben hin schmaler werden und schließlich spitz zulaufen. Äußerst dekorativ am Javafarn ist dabei auch das Blattinnere: Die Struktur der Blätter lässt einen gewellten Eindruck entstehen, ohne dass die Blätter allerdings abgeknickt wirken. Ein Javafarn kann dabei im Aquarium mitunter eine Höhe erreichen, die der langen Seite eines DIN-A4-Blattes entspricht. Somit eignet sich die Pflanze mitunter auch für die Hintergrundbegrünung, solange das jeweilige Aquarium nicht extrem groß ist. Da die Pflanze, wie oben bereits angedeutet, allerdings nicht rasant wächst, kann sie im Aquarium auch gut und gerne einen Platz im Mittelgrund zugewiesen bekommen. Mehr zu möglichen Gestaltungsoptionen, die der Javafarn dem Aquarianer ermöglicht, erfahren Sie weiter unten.

Nicht unerwähnt bleiben soll an dieser Stelle aber noch, dass es neben dem hier beschriebenen typischen Javafarn auch noch diverse Varianten gibt: Diese Vielfalt ermöglicht es unter anderem auch, bewusst Formen des Javafarns auszuwählen, bei denen die Blätter kleiner bleiben. Wählt man eine solche Variante aus, kann man – zumindest in einem etwas größeren Aquarium – mit Javafarn mitunter auch den Vordergrund begrünen.

Kultivierung von Javafarn im Aquarium

Javafarn ist keine Pflanze, die den grundsätzlich an Aquarienpflanzen interessierten Aquarianer überfordern sollte. So ist zum Beispiel der tolerierte Temperaturbereich bei Javafarn verhältnismäßig großzügig gefasst. Natürlich benötigt auch ein Javafarn Licht, um im Aquarium gedeihen zu können, allerdings muss diese Lichtzufuhr im Aquarium nicht übermäßig stark ausfallen. Schwierigkeiten mit Javafarn scheinen eher selten zu sein: Die Pflanze macht ihrem Ruf, auch für Aquaristik-Neulinge geeignet zu sein, somit alle Ehre. Ab und an liest man aber, dass Javafarn schwarze Pünktchen auf den Blättern ausbilde, die dem Aquarianer dann Sorgen bereiten und auch nicht unbedingt schön anzusehen sind. Als Ursache hierfür wird mitunter ein Mangel an Kalium diskutiert, es könnte aber auch sein, dass der Aquarianer sich umsonst Sorgen um seinen Javafarn macht und die Sporenhäufchen, die sich an den Blattunterseiten mitunter bilden, falsch interpretiert. Sollte es sich wirklich um Sporenhäufchen handeln, ist dies eher ein gutes Zeichen: Der Farn vermehrt sich in diesem Fall und dies gelingt bei allen Pflanzen in der Regel nur dann, wenn sie nicht übermäßig krank sind. Wer sich Verfärbungen weder mit Kaliummangel noch mit der Ausbildung von Sporenhäufchen erklären kann, sollte allerdings am Ball bleiben und versuchen, anderweitig zu klären, warum sich der Javafarn verfärbt. Ausgeschlossen werden sollte dabei unter anderem, dass es sich Algen auf dem Farn gemütlich gemacht haben: Dies kann bei langsam wachsenden Pflanzen schon einmal vorkommen, allerdings sollte man dem Algenwuchs im Aquarium selbstverständlich bei Zeiten entgegensteuern, da sich Algen negativ auf die Wasserqualität und somit schlussendlich auch auf Pflanzen und Tiere auswirken können.

Obwohl der Javafarn recht unkompliziert ist, sollte man natürlich auch mit dieser für das Aquarium bestimmten Pflanze vorsichtig und sorgfältig umgehen. Dies gilt im Falle des Javafarns vor allem dann, wenn es an das „Einpflanzen“ geht. Javafarn sollte man nicht im herkömmlichen Sinne im Aquarium einpflanzen, indem man alle Pflanzenbestandteile unterhalb der Blätter in Kies oder Sand verbuddelt. Dieses kann der Pflanze schnell schaden: Das Rhizom, auf das wir bereits oben eingegangen sind, könnte in diesem Fall nicht mehr atmen, sodass die Pflanze niedergehen könnte. Im Aquarium eingepflanzt werden beim Javafarn also allerhöchstens die Wurzeln – wer sich auch dieses ersparen möchte, kann den Javafarn im Aquarium auch einfach beschweren oder anderweitig fixieren, damit er an seinem angestammten Platz verweilt und nicht im Aquarium treibt. Die Variante, Javafarn am Boden zu fixieren, ist allerdings nur eine Gestaltungsoption, welche diese vielseitige Pflanze bietet. Im Folgenden erfahren Sie, wie Sie mit Javafarn auch auf andere Art und Weise Ihr Aquarium aufwerten können.

Steine, Wurzeln und Aquarienwände mit Javafarn schmücken

Javafarn gehört zu den Pflanzen für das Aquarium, die bestens geeignet sind, auf Einrichtungsgegenstände aufgebunden zu werden. Hierzu wählt der Aquarianer einfach eine schöne Wurzel oder einen schönen Stein aus, bindet den Javafarn zum Beispiel mit Hilfe von Angelschnur auf, ohne dabei allerdings Pflanzenteile zu beschädigen. Ein ständiges Kontrollieren dieser Befestigung muss man beim Javafarn in der Regel nicht in Kauf nehmen: Der Javafarn kann an den Einrichtungsgegenständen, auf die er gebunden wurde, festwachsen, auch wenn dieses ein wenig Zeit in Anspruch nehmen kann. Aufgrund dieser Eigenschaft eignet sich die Pflanze auch dazu, Aquarienwände zu begrünen. Dieses macht sich in der Regel besonders gut, wenn man die Hinterwand auswählt: Die dichte Begrünung kann dann den Blick auf hinter dem Aquarium liegende Gerätschaften versperren.

Hinweis: Javafarn darf nicht in Erde oder Bodensubtrat eingepflanzt werden. Das Rhizom muss freiliegen, deshalb auf Moorkienwurzel o.ä. aufbinden.