Pfennigkraut
- lat. Lysimachia nummularia -

Haltung:
Zucht:
Größe: bis 40cm
Temperatur:
PH:
GH:
KH:

Das Pfennigkraut - Lysimachia nummularia

Das Pfennigkraut ist eine Pflanze, die vor allem Personen ein Begriff sein sollte, die einen Teich besitzen. Hier wird das Pfennigkraut gerne am Teichrand als Bodendecker eingesetzt, es kann aber durchaus auch Verwendung in einem Aquarium finden. Dabei ist Pfennigkraut als Pflanze für das Aquarium zwar nicht so bekannt wie etwa Javafarn, dennoch aber nicht unbeliebt. Die Pflanze gilt dabei im Allgemeinen als nicht besonders anspruchsvoll, auch wenn der Aquarianer, wenn er sich für das Pfennigkraut entschieden hat, ein paar Kleinigkeiten bei der Kultivierung beachten sollte. Um was es sich hierbei im Detail handelt, erfahren Sie weiter unten. Zunächst möchten wir im Folgenden allerdings beschreiben, wie Pfennigkraut aussieht, sodass Aquarianer grob einschätzen können, ob diese Pflanze nach optischen Aspekten auch für das eigene Aquarium infrage kommt.

Das Pfennigkraut
Submerse Aquarienform des Pfennigkrautes der Zuchtsorte Lysimachia nummularia Aurea (Foto: AquariaNR, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported)

Optische Merkmale des Pfennigkrauts

Typisch für Pfennigkraut sind lange Stängel, an denen sich in kleinen Abständen viele kleine Blätter zeigen. Diese Blätter haben der Pflanze offenbar zu ihrem deutschen Trivialnamen verholfen: Sie sind recht klein und rundlich, sodass sie an Münzen erinnern. Diesem Erscheinungsbild ist auch der Alternativname „Pfennigkraut“ geschuldet, unter dem das Pfennigkraut ebenfalls bekannt ist. Die Stängel des Pfennigkrauts können auch im Aquarium recht lang werden: Weit über 30 Zentimeter erscheinen durchaus möglich, wobei die Pflanze auch noch recht schnell wächst.

Der Aquarianer muss dabei nicht befürchten, dass die Stängel des Pfennigkrauts wie bei manchen anderen Pflanzen für das Aquarium zu kahl wirken würden: Zum einen wachsen die kleinen Blättchen entlang des gesamten Stängels, zum anderen verzweigen sich die Stängel mitunter, sodass eine dichte Bepflanzung im Aquarium auch mit Pfennigkraut erreicht werden kann. Die Blättchen weisen dabei zudem eine schön intensive Grünfärbung auf, die im Aquarium sehr gut zur Geltung kommen kann.

Da das Pfennigkraut auch im Aquarium mitunter recht schnell und ausladend wachsen kann, sollte man diese Pflanze eher für den Hintergrund auswählen. Bei einem großen Aquarium ist mitunter auch der Einsatz im Mittelgrund denkbar. Aquarianer nutzen das Pfennigkraut dabei in der Regel, indem sie mehrere Pflanzen in einer Gruppe pflanzen, um eine dichte Begrünung entstehen zu lassen. Sollte sich das Pfennigkraut einmal zu stark ausgebreitet oder verzweigt haben, kann man es im Aquarium relativ unkompliziert ausdünnen.

Nutzt man Pfennigkraut im Garten und pflanzt es zum Beispiel in die Nähe eines Teichs, wächst die Pflanze kriechend, dies bedeutet, dass die Wuchshöhe gering bleibt, sich die Pflanze aber in die Breite entwickeln kann. Im Aquarium sehen die Wuchseigenschaften des Pfennigkrauts aber ganz anders aus: Hier wächst die Pflanze eher in die Höhe und bleibt in der Breite verhältnismäßig schmal. Diese Wuchseigenschaften sind für die Hintergrundbepflanzung in einem Aquarium selbstverständlich ideal.

Kultivierung von Pfennigkraut im Aquarium

Dass Pfennigkraut keine Pflanze ist, die besonders schwer zu pflegen ist, zeigt sich bereits daran, dass sie auch in Deutschland natürlich vorkommt. Die Tatsache, dass Pfennigkraut auch bei uns in Gärten und in der freien Natur vertreten ist, lässt den erfahrenen Aquarianer allerdings dennoch ein wenig zusammenzucken. In unseren Breiten herrschen im Allgemeinen keine allzu hohen Temperaturen, sodass sich beim Pfennigkraut schnell die Frage stellt, wie hoch die Wassertemperatur im Aquarium ausfallen darf. Pfennigkraut liebt es tatsächlich im Aquarium eher kühler: Mehr als 25 Grad sollten es auf keinen Fall sein, damit sich die Pflanze im Aquarium schön entfalten und gut gedeihen kann. Zudem ist darauf zu achten, dass die Pflanze in einem Aquarium ausreichend Licht erhält.

Manche Aquarianer haben bereits den Versuch unternommen, Pfennigkraut aus dem Garten in ein Aquarium zu geben. Die Erfolge fallen dabei unterschiedlich aus – dies könnte damit zusammenhängen, dass der Übergang von einer Landpflanze zu einer Unterwasserpflanze eventuell nicht allzu einfach vom Pfennigkraut bewältigt werden kann. Zudem besteht bei diesem Vorgehen rein theoretisch das Risiko, dass man sich Verschmutzungen/Belastungen in das Aquarium holt – hierzu können wir an dieser Stelle aber keine endgültige Stellungnahme liefern. Neben dem recht hohen Bedarf an Licht und der Bevorzugung niedrigerer Wassertemperaturen ist bei der Kultivierung von Pfennigkraut nicht allzu viel zu beachten. Ab und an kann der Aquarianer, wie oben bereits erwähnt, durch ein Ausdünnen der Pflanze allerdings dafür sorgen, dass diese im Aquarium ihre gewünschte Form beibehält.