Rotes Mooskraut
- lat. Rotala wallichii -

Haltung:
Zucht:
Größe: 20-40cm
Temperatur:
PH:
GH:
KH:

Rotes Mooskraut - Rotala wallichii

Pflanzen für das Aquarium, die eine rote Färbung aufweisen, sind weniger häufig zu finden als Grünpflanzen im klassischen Sinne. Viele Aquarianer schätzen Pflanzen mit rotem Blattwerk aber ganz besonders: Mit ihnen lassen sich im Aquarium interessante Kontraste zu der übrigen Bepflanzung herstellen. Eine Pflanze, die eine rote Färbung aufweist, ist das Rote Mooskraut. Die Optik dieser Pflanze mag viele Aquarianer überzeugen, allerdings handelt es sich hierbei um eine Pflanze, die nicht einfach in einem Aquarium zu pflegen ist. Sie ist somit eher nicht für Personen geeignet, die gerade erst ihr erstes Aquarium einrichten möchten. Warum es zu Schwierigkeiten bei der Kultivierung von Rotem Mooskraut im Aquarium kommen kann, erfahren Sie weiter unten. Zunächst möchten wir aber darauf eingehen, wie sich die Pflanze im Aquarium optisch präsentiert und wie man mit ihr ein Aquarium gestalterisch aufwerten kann.

Rotes Mooskraut – so sieht diese interessante Pflanze aus

Ein wenig erinnert das Rote Mooskraut an Hornkraut – zumindest mag dies manch ein Laie denken. Dieser Eindruck entsteht dadurch, dass sich beim Roten Mooskraut ähnlich wie beim Hornkraut viele kleine, schmale und längliche Blättchen an einen Stängel reihen und somit ein voluminöses Erscheinungsbild erzeugen. Das Rote Mooskraut kann somit ebenfalls als eine sehr feinfiedrige Pflanze für das Aquarium beschrieben werden. Diese Eigenschaft wird insbesondere von kleineren Tieren, die in einem Aquarium gehalten werden, in der Regel geschätzt. Garnelen und Co. finden in dem feinfiedrigen Blattwerk Schutz und viel Fressbares.

Anders als unser anfänglicher Vergleich von Hornkraut und Rotem Mooskraut zunächst vermuten lässt, sind die Ähnlichkeiten zwischen beiden Pflanzen allerdings sehr begrenzt: Das Rote Mooskraut wirkt im Aquarium in der Regel sehr viel fragiler, ist – wie der Name bereits sagt – natürlich nicht grün wie das Hornkraut gefärbt, sondern eher rötlich, und sehr viel anspruchsvoller in einem Aquarium zu pflegen. Wichtig zu wissen ist, dass die rote Färbung beim Roten Mooskraut mitunter stark variieren kann: Oft hat man es bei den Blättern gar nicht mit einem wirklichen Rotton, sondern eher mit einer orangenen oder sogar leicht pinken Färbung zu tun. Manchmal sind die Blätter auch wenig spektakulär und wieder eher grünlich gefärbt. Die intensivsten Färbungen zeigen sich oft an den Spitzen der Pflanze. Wie intensiv die Färbung schlussendlich ausfällt, ist aber immer von den Bedingungen, die in dem jeweiligen Aquarium herrschen, abhängig. Dass die Farbe an den Spitzen der Pflanze häufig intensiver ausfällt, deutet bereits darauf hin, dass bei der Farbentwicklung die im Aquarium vorherrschende Beleuchtung einen wichtigen Einfluss besitzen kann. Sie sollte beim Roten Mooskraut keinesfalls zu gering ausfallen.

Ebenfalls optisch interessant ist die Größe, die das rote Mooskraut unter guten Bedingungen im Aquarium erreichen kann: Sie wird zwar nicht so groß wie manch eine andere Hintergrundpflanze, ungefähr die Höhe eines DIN A4-Blattes scheint aber dennoch maximal erreichbar. Die einzelnen Stängel mit ihrem Blattwerken bleiben dabei mit wenigen Zentimetern allerdings nach wie vor recht schmal.

Gestaltung eines Aquariums mit Rotem Mooskraut

Durch seine nicht gerade geringe Größe eignet sich das Rote Mooskraut selbstverständlich gut, um im Aquarium im Hintergrund platziert zu werden. Bei einem recht großen Aquarium erscheint aber auch eine Platzierung im Mittelgrund möglich. Hat man es geschafft, in einem Aquarium die Bedingungen herzustellen, die das Rote Mooskraut bevorzugt – was nicht sehr einfach ist –, muss man allerdings damit rechnen, dass die Pflanze sehr schnell wächst. Das Wachstum kann dabei so rasant sein, dass man dem Roten Mooskraut mitunter beim Wachsen regelrecht zusehen kann. Sollte dieses Wachstum zu einem gestalterischen Problem werden, kann man die Pflanze allerdings gut bändigen, indem man sie von oben beschneidet. Die entfernten Pflanzenteile muss man nicht wegwerfen – dies wäre bei dieser schönen Pflanze auch viel zu schade. Man kann sie weiternutzen, indem man sie selbst wieder einpflanzt.

In Hinblick auf das Breitenwachstum sollte es im Aquarium weniger Probleme mit dem Roten Mooskraut geben: Wie oben schon erwähnt, erreichen die Stängel mit ihrem Blattwerk oft nur eine Breite von wenigen Zentimetern. Gerade weil sich die Stängel dieser Pflanze nicht allzu ausladend präsentieren, pflanzen Aquarianer das Rote Mooskraut oft in Gruppen. Ob man die anspruchsvolle Pflanze dabei zur Gestaltung des kompletten Hintergrundes verwenden möchte, ist selbstverständlich Geschmackssache. Allerdings kommt das Rote Mooskraut gerade dann im Aquarium am besten zur Geltung, wenn seine Farbe mit derjenigen anderer Pflanzen kontrastiert. In dieser Hinsicht erscheint es empfehlenswert, dem Roten Mooskraut im Hinter- oder Mittelgrund nur einen begrenzten Platz zur Verfügung zu stellen und in seine Nähe grüne Aquarienpflanzen zu pflanzen.

Die Ansprüche von Rotem Mooskraut im Aquarium

Die Ansprüche, die Rotes Mooskraut bei einer Kultivierung im Aquarium stellt, sind recht komplex. An dieser Stelle sei aber zumindest schon einmal erwähnt, dass die Pflanze sehr viel Licht benötigt – dies trägt dazu bei, dass das Rote Mooskraut gut wachsen und die erwünschte außergewöhnliche Färbung aufweisen kann. Zudem sollten sich Aquarianer, die diese Pflanze in ihr Aquarium integrieren möchten, unter anderem mit den Themen CO2-Versorgung, spezifische Wasserwerte und Düngung auseinandersetzen. Wer das Rote Mooskraut in seinem eigenen Aquarium kultivieren möchte, muss dementsprechend einen recht großen Aufwand in Kauf nehmen. Dieser Aufwand kann sich aber durchaus lohnen, da diese Pflanze sicherlich zu den attraktivsten zählt, die man in einem Aquarium pflegen kann.