Die Sumpfschraube

Mit dem deutschen Trivialnamen Sumpfschraube wird im Allgemeinen eine Pflanze für das Aquarium bezeichnet, welche die lateinische Bezeichnung Vallisneria spiralis trägt. Sie gehört zu den Pflanzen, die im Aquarium in der Regel gut und schnell wachsen, ohne zu große Ansprüche zu stellen, und die primär zur Begrünung des Hintergrundes geeignet sind. Besonders interessant ist das Blattwerk der Sumpfschraube: Es gestaltet sich recht außergewöhnlich, sodass die Pflanze in einem Aquarium einen guten Kontrast zu anderen Pflanzen bilden kann. Im Folgenden haben wir Informationen dazu zusammengestellt, wie die Sumpfschraube aussieht, wie man sie im Aquarium pflegen und vermehren kann und wie man mit ihr das Becken effektvoll verschönert.

Äußeres Erscheinungsbild der Sumpfschraube

Die Pflanzen, die den Namen Sumpfschraube tragen, können sich optisch recht unterschiedlich präsentieren, sodass hier schnell Verwirrung entstehen kann. In der Regel spielen Aquarianer mit dieser Bezeichnung allerdings auf eine Pflanze mit grünen Blättern an, die im Aquarium sehr dicht und hoch wachsen kann. Die Blätter sind dabei immer recht schmal, aber im Verhältnis zur Blattbreite sehr lang und erinnern somit an Bänder. Sie streben nach oben entgegen der Lichtquelle und können je nach Pflanze gedreht oder glatt sein, wobei gerade die Pflanzen mit gedrehten Blättern wahre Hingucker und somit eine Bereicherung für jedes Aquarium sind. Auch die Pflanzen mit glatten Blättern sind allerdings hübsch anzusehen: Mit ihnen lässt sich eine vertikale Strukturierung im Aquarium noch besser herausarbeiten. Da nicht alle Sumpfschrauben gedrehte Blätter aufweisen, liegt es nahe, dass sich der Namensbestandteil „Schraube“ nicht auf das Blattwerk bezieht. Namensgebend könnten aber die Windungen sein, die sich zeigen, wenn die Sumpfschraube Blütenstände ausbildet. Die Sumpfschraube, wie wir sie botanisch oben eingeordnet haben, kann in einer Variante auch rötliche Blätter aufweisen. Um diese außergewöhnliche Färbung allerdings erreichen zu können, muss der Aquarianer der Pflanze im Aquarium recht viel Licht zukommen lassen. Da die Sumpfschraube, wie bereits angeklungen sein sollte, in recht vielen Varianten vorkommt, ergibt sich für den Aquarianer die interessante Option, mit der richtigen Wahl auch Sumpfschrauben für sein Aquarium zu erwerben, die recht klein bleiben und somit auch im Mittel- oder Vordergrund Verwendung finden können. Auch an diesen Positionen macht sich die vertikale Struktur, die durch die Sumpfschraube erzeugt werden kann, gut. Die Sumpfschraube, die wir an dieser Stelle aber eigentlich beschreiben möchten, wächst schnell und kann dabei sehr lange Blätter ausbilden. Im Extremfall sind dabei auch Blattlängen von über 0,5 Meter möglich, sodass sie selbstverständlich primär für den Hintergrund eines Aquariums infrage kommt.

Pflege und Vermehrung der Sumpfschraube im Aquarium

Die Pflege der Sumpfschraube im Aquarium gestaltet sich in der Regel nicht allzu aufwendig. Allerdings scheint es unter anderem leicht unterschiedliche Auffassungen darüber zu geben, wie viel Licht die Sumpfschraube in einem Aquarium benötigt. Tendenziell sollte der Aquarianer sich somit besser auf ein erhöhtes Lichtbedürfnis einstellen bzw. beobachten, wie die Sumpfschraube unter den Bedingungen, die im jeweiligen Aquarium herrschen, gedeiht und dann ggf. nachbessern. In der Anfangszeit, nach dem Einbringen der Sumpfschraube in das Aquarium, kommt es mitunter vor, dass die Pflanze ob der Eingewöhnung etwas schwächelt. Dieses kann sich aber – ggf. auch durch eine gute zusätzliche Nährstoffversorgung – im Laufe der Zeit geben. Verfärben sich oder verblassen die Blätter der Sumpfschraube allerdings und sterben in diesem Zuge sogar ab, ist dies eindeutig ein Warnsignal, das allerdings unterschiedliche Ursachen haben kann und mitunter Ausdruck einer Mangelerscheinung oder eines Lichtdefizits ist. Der Aquarianer sollte in diesem Fall weiter nachforschen, um sicherzustellen, dass in seinem Aquarium nicht ein grundsätzliches Problem besteht. In Hinblick auf die Wassertemperatur zeigt sich die Sumpfschraube eher tolerant: Sogar recht niedrige Temperaturen um die 16 Grad sollten keine allzu großen Probleme verursachen.

Wie oben bereits erwähnt, kann die Sumpfschraube auch im Aquarium sehr lange Blätter ausbilden – dies sollte vor allem dann der Fall sein, wenn die Lichtzufuhr im Aquarium nicht allzu hoch ist. Sollte die Sumpfschraube im Aquarium einmal zu lang werden oder zu intensiv wachsen, kann man die Pflanze allerdings beschneiden und somit die gewünschte Gestaltung des Beckens aufrechterhalten. Auch das Vermehren der Sumpfschraube sollte den Aquarianer nicht vor allzu große Probleme stellen. Die Pflanze bildet auch im Aquarium Ausläufer, die man abnehmen und an einen ausgewählten Ort einpflanzen kann. Möchte man die Sumpfschraube neu kaufen, muss man nicht mit allzu hohen Kosten rechnen: Die Pflanze ist zwar nicht so verbreitet wie die wahren Klassiker unter den Aquarienpflanzen (zum Beispiel Dichtblättrige Wasserpest), ist aber dennoch bekannt und wird somit recht häufig zu guten Konditionen angeboten. Hinweise zum Einpflanzen der Sumpfschraube sowie zur Gestaltung eines Aquariums mit dieser Pflanze finden Sie im Folgenden.

Wie kann man mit der Sumpfschraube ein Aquarium gestalten?

Die Sumpfschraube wird in den Aquariengrund eingepflanzt. Dieser sollte nicht zu niedrig sein, damit das Einpflanzen nicht unnötig erschwert wird. Sollte es dennoch Probleme beim Einpflanzen geben, hilft oft schon eine Pflanzpinzette weiter. Die Sumpfschraube, die im Aquarium das Potenzial hat, sehr groß zu werden, setzt man am besten gleich in den Hintergrund, während kleinbleibendere Varianten der Pflanze auch weiter vorne im Aquarium platziert werden können. Da die bandförmigen Blätter der Sumpfschraube im Aquarium nach oben streben, ergibt sich eine vertikale Struktur, die man wunderbar gestalterisch nutzen kann. In der Regel wird man die Sumpfschraube dabei in Gruppen pflanzen. Achten sollte man allerdings darauf, dass die Pflanzen bei einem intensiven Wachstum nicht ihre eigene Basis zu stark verschatten oder andere Pflanzen ihnen zu viel Licht wegnehmen.