Senegal-Ludwigie
- lat. Ludwigia senegalensis -

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Der Senegal-Ludwigie - Ludwigia senegalensis

Ludwigia senegalensis, die Senegal-Ludwigie, wurde bereits vor mehr als 100 Jahren erfolgreich aus Samen gezogen und vegetativ vermehrt, verschwand dann aber wieder für lange Zeit aus deutschen Aquarien. Erst Anfang 2000 wurde sie in Aquarianerkreisen „neu entdeckt“ und unter der Bezeichnung Ludwigia „Guinea“ bekannt. Diese Ludwigie gilt als verhältnismäßig schwierig. Unter optimalen Milieubedingungen mit einer intensiven Beleuchtung und einem ausgewogenen Verhältnissen an Nährstoffen und Spurenelementen entwickelt sie jedoch intensiv rote Blätter mit einer interessanten Marmorierung. Die Art wächst langsam, bildet im Aquarium aber viele Seitentriebe, die zur vegetativen Vermehrung genutzt werden können.

Verbreitung der Senegal-Ludwigie

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Senegal-Ludwigie beschränkt sich nicht – wie der Name vermuten lässt – auf den Senegal und umfasst große Teile des tropischen Afrikas von Senegal über Angola bis Sambia. Sie besiedelt feuchte Standorte bis in Höhenlagen von 1100m ü. NN. Da sie zunächst in Guinea entdeckt wurde, war sie in Aquarianerkreisen zunächst nur unter der Bezeichnung Ludwiga „Guinea“ bekannt. Erst seit wenigen Jahren wird sie unter ihrem korrekten wissenschaftlichen Namen Ludwigia senegalensis angeboten. Wie sich inzwischen herausgestellt hat, war diese Ludwigia bereits vor mehr als 100 Jahren in deutsche Aquarien gelangt, damals unter ihrem heute ungültigen Synonym Ludwigia pulvinaris. Damals sammelte ein Botaniker die Pflanze am Kunene-Fluss im heutigen Angola und bewahrte sie getrocknet in seinem Herbar auf. Einige Jahre später gelang es, aus den noch keimfähigen Samen dieser Herbarpflanzen etwa 50 neue Jungpflänzchen heranzuziehen, die dann durch Teilung weiter vegetativ vermehrt wurden. Nach wenigen Jahren verschwand diese Ludwigie aber wieder aus den Aquarien. Erst seit 2000 ist sie wieder auch in Deutschland als Ludwigia senegalensis regelmäßig zu bekommen.

Aussehen der Senegal-Ludwigie

Die Senegal-Ludwigie hat als submerse Unterwasserpflanze wechselständige Blätter in ähnlicher Anordnung wie Ludwigia inclinata und Ludwigia glandulosa. Diese Blätter haben eine intensiv rote Farbe und eine lebhafte Blattmusterung. Die submerse Form von Ludiwigia senegalensis bildet aufrecht wachsende Triebe, die emerse Form wächst dagegen kriechend bis aufsteigend. Die emerse Form bildet Blüten, die sich aus jeweils 3 Kelch- und 3 Kronblättern zusammensetzen – im Gegensatz zu anderen Ludwigia-Arten, die vier- oder fünfzählige Blüten haben.

Haltungsbedingungen der Senegal-Ludwigie im Aquarium

Die Senegal-Ludwigie gilt im Aquarium als schwierig zu kultivierende Art. Für ein optimales Wachstum braucht die Senegal-Ludwigie vor allem viel Licht. Das Wasser sollte weich, also kalkarm bis kalkfrei und leicht sauer sein (pH<7). Außerdem muss eine ausreichende Nährstoffversorgung mit einem ausgewogenen NO3- und PO4-Verhältnis (ca. 20mg Nitrat pro Liter und 2 bis 3mg Phosphat pro Liter) gewährleistet sein, sonst werden die Vegetationskegel der Triebe schwarz und sterben ab. Die Stängel dürfen nicht zu dicht beieinander im Aquarium stehen; sonst werfen die Pflanzen ihre unteren Blätter ab und die Pflanzen bleiben klein. Auch unter optimalen Milieubedingungen wächst die Pflanze nur langsam heran. Sie bildet aber viele Seitentriebe, die zur vegetativen Vermehrung abgetrennt und an anderer Stelle wieder eingepflanzt werden können. Mit ihren roten Blättern bildet diese Ludwigie einen optisch ansprechenden Kontrast zu anderen in ihrer Nachbarschaft gesetzten grün gefärbten Aquarienpflanzen.