Quell-Gabelzahn
- lat. Fissidens fontanus -

Haltung:
Zucht:
Größe: 1 bis 5cm
Temperatur:
PH:
GH:
KH:

Der Quell-Gabelzahn - Fissidens fontanus

Der Quell-Gabelzahn aus Nordamerika ist ein federartiges Moos mit einer dichten, dunkelgrünen Belaubung. Es wird nur wenige cm groß, wächst langsam und braucht mehr Licht als andere Wassermoose. Es eignet sich zum Aufbinden auf Holzwurzeln und Steinen.

Verbreitung des Quell-Gabelzahns

Der Quell-Gabelzahn Fissidens fontanus stammt eigentlich aus Nordamerika, kommt aber inzwischen auch in Mittelamerika, Nordafrika und Teilen Europas, u.a. auch in Deutschland vor.

Hier in Deutschland wurde er erstmals in Brunnentrögen entdeckt, es hat sich aber stark ausgebreitet und kommt inzwischen selbst im Unterlauf von Elbe und Rhein vor. Dabei ist zu beobachten, dass es im Rhein in Ufernähe auf Steinen dicht unter der Niedrigwasserlinie wächst. Bei Normalwasserführung oder Hochwasser entspricht dies einer durchschnittlichen Wassertiefe von 2 bis 4m. Daher ist anzunehmen, dass es auch mit geringen Lichtmengen auskommt. Es kann ausschließlich submers existieren. Im Rhein ist es durch den Aufwuchs von Kieselalgen oft schwärzlich gefärbt.

In die Aquaristik wurde dieses Spaltzahnmoos erst in den 1990-ziger Jahren eingeführt. Als Aquarienmoos wird es in der Regel aus Asien importiert, wo es gezüchtet wird und natürlicherweise eigentlich nicht vorkommt.

Aussehen des Quell-Gabelzahns

Der Quell-Gabelzahn Fissidens fontanus gehört zur Familie der Spaltzahnmoose. Die zierlichen, dunkelgrünen Blättchen sind zweizeilig in einer Ebene angeordnet, dadurch sehen die Triebe dieses Wassermooses kleinen Palm- oder Farnwedeln ähnlich. Im Vergleich zu anderen Spaltzahnmoosen hat Fissidens fontanus sehr schmale und schlaff-weiche Blätter. Aus dem Wasser geholt, fällt es sofort in sich zusammen. Die Triebe werden bis zu 10cm lang, sind aber nur wenig verzweigt.

Dieses Spaltzahnmoss kann nur unter Wasser existieren. Emers der Luft ausgesetzt, trocknet es aus und wird brüchig. Dies Spaltzahnmoos ist sehr formvariabel und gelangt deshalb teilweise unter falschen Namen wie Fissidens nobilis in den Handel. Allerdings ist Fissidens nobilis eine völlig andere Spaltzahnmoosart, die sich als echtes Fissidens nobilis im Aussehen deutlich von Fissidens fontanus unterscheidet.

Haltungsbedingungen des Quell-Gabelzahns im Aquarium

Der Quell-Gabelzahn Fissidens fontanus eignet sich bestens als Aufsitzerpflanze auf Mororkienwurzeln oder Steinen, wo es zunächst aufgebunden werden muss, bis seine Rhizoiden Fuß gefasst haben. Wenn es sich jedoch einmal festgesetzt hat, muss es nicht ständig wie andere Wassermoose beschnitten oder neu aufgebunden werden. Es entwickelt von der Basis älterer Triebe aus neue Triebe, sodass es mit der Zeit eine buschige Form annimmt.

Dies Moos lässt sich recht einfach schneiden; zu lang gewordene Triebe bindet man an anderer Stelle wieder auf. Der Quell-Gabelzahn ist ein relativ pflegelichtes Wassermoos, welches sich sowohl für Kalt- als auch Warmwasserbecken eignet. Es toleriert Wassertemperaturen zwischen 15 und 28°C, wächst allerdings am besten zwischen 24 und 26°C. Es kommt mit wenig Licht aus, wächst aber bei intensiver Beleuchtung umso schneller heran. Einige Autoren geben an, dass eine wöchentliche Düngung sinnvoll ist, da sonst ältere Blätter absterben könnten.

Literaturhinweise

TROPICA (Hrsg.): Erfolg mit Ihrem Aquarium. – S.41: Fissidens fontanus. – Tropica Aquarium Plants, Egaa (Däenmark).
http://www.flowgrow.de/db/wasserpflanzen/fissidens_fontanus
http://www.heimbiotop.de/moos.html#fontanum