Weeping Moos

Das Wort Weeping besitzt im Englischen unter anderem die Bedeutung „Weinen“. Dieser Umstand sowie die Tatsache, dass das Weeping Moos im Deutschen auch Trauerweidenmoos genannt wird, deutet unmittelbar auf das Aussehen dieser Moosart hin. Das wichtigste Kennzeichen des Weeping Mooses bei einer Kultivierung im Aquarium sind dabei die herunterhängenden Triebe der Pflanze, die eben an besagte Trauerweiden erinnern. Weeping Moos ist in der Aquaristik bei Weitem nicht so bekannt wie das beliebte Javamoos, ab und an werden aus Unwissenheit über das Weeping Moos unter diesem Namen sogar andere Moosarten angeboten, die sich im Aquarium kultivieren lassen. Dies sowie die Tatsache, dass das Angebot an Weeping Moos auf dem Markt noch immer ein wenig beschränkt ist, macht es sogar ein wenig schwierig, diese Pflanze für das eigene Aquarium zu erwerben. Dies bedeutet allerdings nicht, dass sich Weeping Moos nicht gut in einem Aquarium machen würde: Die Pflanze ist recht außergewöhnlich, einfach im Aquarium zu pflegen und wie alle Moose ein Paradies für kleine Aquarienbewohner, welche die Pflanze gerne als Versteckmöglichkeit und Weidegrund nutzen. Im Folgenden erfahren Sie mehr über das außergewöhnliche Weeping Moos, wobei wir beschreiben, wie das Moos aussieht, wie man ein Aquarium mit Weeping Moos gestalten kann und wie das Moos gepflegt werden sollte.

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Optik des Weeping Mooses

Wie oben bereits erwähnt, sind die herabhängenden Triebe das Markenzeichen des Weeping Mooses, wenn es in einem Aquarium kultiviert wird. Dieses optische Merkmal ist vor allem dann gut ausgeprägt, wenn das Weeping Moos im Aquarium ausreichend mit Licht versorgt wird. Liegt hingegen nur ein sehr geringer Lichteinfall in dem Aquarium vor, können sich die Triebe auch ein wenig in Richtung des Lichtes heben und verlieren somit ein wenig ihren charakteristischen Anblick. Dieses sollte allerdings im Grunde nur in einem Aquarium vorkommen, in das wirklich sehr wenig Licht einfällt. Die Farbe des Weeping Mooses ist eher etwas dunkler als zum Beispiel die des Javamooses. Junge Triebe sind aber auch bei dem Weeping Moos recht hellgrün gefärbt, was für Frische sorgt. Mitunter lassen sich im Aquarium durch die Färbung des Weeping Mooses leichte Kontraste zu anderen Aquarienpflanzen herstellen. Ein weitaus höheres Potenzial für die Herausbildung von Kontrasten beim parallelen Einsatz des Weeping Mooses und anderer Pflanzen ergibt sich aber angesichts der herunterhängenden Triebe: Dieses Merkmal ist eine echte Seltenheit. Ob man diese Form der Triebe als optisch attraktiv bewertet oder nicht, ist und bleibt Geschmackssache. Manch ein Aquarianer könnte sich beim Anblick des Weeping Mooses auch ein wenig an eine Topfpflanze erinnern, der nicht ausreichend Wasser zugeführt wurde. Diese Wahrnehmung wird in der Regel aber eher selten sein, da gesundes Weeping Moos im Aquarium auch sehr dicht wächst und somit eine enorme Lebendigkeit ausstrahlen kann. Die dichte Blatt- und Zweigstruktur ist dabei auch beim Weeping Moos dafür verantwortlich, dass die Pflanze auf unterschiedlichste Art und Weise gerne von kleinen Aquarienbewohnern genutzt wird.

So gestalten Sie mit Weeping Moos ein Aquarium

Wie viele andere Moose, die für den Einsatz im Aquarium geeignet sind, bietet auch das Weeping Moos dem Aquarianer sehr viele Gestaltungsoptionen. Es kann mitunter zur Bodenbegrünung im Aquarium dienen, wobei man auch beim Weeping Moos zu diesem Zwecke eher den Vorder- oder Mittelgrund des Aquariums wählen wird. Diese Bereiche im Aquarium sind für das Weeping Moos besonders gut geeignet, da die Pflanze nicht allzu schnell wächst und somit den Blick in die Tiefen des Beckens nicht zu stark beschneidet. Bei der Bodenbegrünung kann man durchaus mehrere Pflanzen in Gruppen pflanzen, um eine satte Begrünung zu erhalten. Möchte man mit Weeping Moos hingegen einzelne Dekorationsgegenstände in einem Aquarium begrünen, wird man eher einzelne oder wenige Pflanzenportionen verwenden und diese zunächst auf dem ausgewählten Dekorationsgegenstand aufbinden. Zwar wird des Öfteren berichtet, dass auch Weeping Moos Haftwurzeln ausbildet, mitunter hört man aber auch ab und an, dass dieses Anwachsen nicht allzu verlässlich vonstattengeht. Aus diesem Grunde kann es notwendig sein, beim Weeping Moos Befestigungen des Öfteren zu kontrollieren und nachzubessern. Besonders attraktiv wirkt das Weeping Moos im Aquarium beim Begrünen einzelner Einrichtungsgegenstände im Übrigen, wenn der Aquarianer Dekogegenstände als Basis für die Pflanze auswählt, die eine gewisse Höhe aufweisen. In diesem Fall bringt man die hängenden Triebe des Weeping Mooses im Aquarium sehr gut zur Geltung.

Pflege des Weeping Mooses

Wie nahezu allen anderen Pflanzen, die im Aquarium eingesetzt werden, sollte der Aquarianer auch dem Weeping Moos eine gewisse Eingewöhnungsphase zugestehen, während der er das Moos mehr oder weniger in Ruhe lässt. In der Regel erweist sich Weeping Moos im Aquarium als recht anspruchslos und einfach zu pflegen. Wie oben bereits angemerkt kann es mitunter aber ein wenig dauern, bis das Weeping Moos an seinem vorgesehenen Platz im Aquarium wirklich gut anwächst. Da es allerdings auch nicht besonders schnell wächst, muss der Aquarianer es nicht andauernd beschneiden, um die gewünschte Form beibehalten zu können. Unter Umständen sollte der Aquarianer ein wenig mit der Beleuchtung experimentieren, um sicher zu stellen, dass das Weeping Moos auch tatsächlich sein charakteristisches Aussehen samt herunterhängender Triebe bewahrt.

Da zumindest das echte Weeping Moos noch recht selten angeboten wird, könnte ein Interesse bestehen, diese Pflanze zu vermehren. Dieses Vorhaben kann man durch Teilung der Polster realisieren. Wer wirklich sicher gehen möchte, in seinem Aquarium das echte Weeping Moos zu kultivieren, sollte sich an einen Händler seines Vertrauens wenden und erfragen, wie dieser mit dem Problem umgeht, dass Weeping Moos mitunter mit anderen Moosarten verwechselt wird. Auch eine weiterführende Recherche bezüglich der Erkennungsmerkmale des Weeping Mooses könnte weiterhelfen, um sich vor Verwechslungen zu schützen. Hierfür sollte der Aquarianer allerdings ein grundsätzliches Interesse für Botanik mitbringen – so kann es gelingen, sich in dieses nicht ganz einfache Thema einzuarbeiten.

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