Rotala-Arten im Überblick

Verbreitungsschwerpunkt der Rotala-Arten ist Asien, vor allem das tropische und subtropische Südostasien und Südindien. Die meisten Arten haben dort ein weites Verbreitungsgebiet, wobei es meist unklar bleibt, ob es sich um natürliche Standorte und Verbreitungsmuster handelt oder um mit dem Reisanbau verschleppte Auswilderungen. Davon ist vor allem bei der Mexikanischen Rotala auszugehen. Sie kommt zwar überhaupt nicht in Mexiko vor, aber in Südamerika, dem westlichen Teil Afrikas, in Australien und sogar in Japan. Auch wenn diese Rotala-Art zuerst aus Südamerika als Aquarienpflanze eingeführt wurde, muss es sich wohl um eine ursprüngliche asiatische Art handeln. Denn alle anderen Rotala-Arten sind in Asien beheimatet.

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Wissensch. Name Deutscher Name Verbreitungsgebiet Gewässertyp Haltung Vermehrung
Rotala hippuris Tannenwedel-Rotala Japan mittel durch Stecklinge
Rotala indica Indische Rotala Südostasien, durch mit Saatgut auf Reisfelder Südeuropas verschleppt Stehende Gewässer, u.a. Reisfelder mittel durch Stecklinge
Rotala macrandra Dichtblättrige Rotala Südindien Fließgewässer mittel durch Stecklinge
Rotala mexicana Mexikanische Rotala Südamerika, West-Afrika,Australien anspruchs-voll Samen und Stecklinge
Rotala rotundifolia Rundblättrige Rotala Südostasien Sümpfe, Reisfelder einfach durch Stecklinge
Rotala wallichii Wallichs Rotala Tropisches Südostasien Weiche, leicht saure Gewässer problematisch Durch Steclinge

Aussehen der in Aquarien gepflegten Rotala-Arten

Die Pflanzen der Gattung Rotala gehören zur Familie der Weiderichgewächse (Lythraceae). Das wird verständlich wenn man sich die emersen Blütenstände der Landformen ansieht. Sie sehen bei vielen Rotala-Arten unserem einheimischen Blutweiderich Lythrum salicaria, einer beliebten Pflanze für den sumpfigen Rand am Gartenteich, verblüffend ähnlich. In diese Familie gehören auch andere beliebte Aquarienpflanzen, wie die sogenannte Cognac-Pflanze Ammannia gracilis aus dem Senegal und die Amerikanische Bachburgel Didiplis diandra, mit der in den sogenannten Holländer-Aquarien ganze Pflanzstraßen angelegt werden. Von den bisher bekannten 44 Rotala-Arten sind die meisten reine Landpflanzen. Auch die bei uns in Aquarien gepflegten Arten kommen an ihren natürlichen Standorten meist eher als emerse Landformen vor, etwa in Sümpfen oder in trockenfallenden Flachwasserzonen und Überschwemmungsgebieten, z.B. auch in künstlich angelegten, nur zeitweise unter Wasser stehenden Reisfeldern.

Haltungsbedingungen der Rotala-Arten im Aquarium

Alle submers gepflegte Aquarienformen der Gattung Rotala bilden mehr oder weniger lanzettförmig schmale Blätter, die in Quirlen oder wie bei Rotala macrandra kreuzgegenständig – rund um die Stängel angeordnet sind. Das Spektrum reicht von den lanzettartigen bis schmal eiförmigen Blättern der Dichtblättrigen Rotala (Rotala macrandra) bis zu den fadendünnen, filigranen Blättern von Rotala wallichii, die vielzählige Quirle bilden. Das Farbspektrum der Blätter reicht – je nach Art und Beleuchtungsintensität – von Hellgrün, Olivgrün bis zu Braunrot. Die intensiv rot gefärbten Formen gehen in der Regel auf besondere Varianten zurück, bei denen es oftmals nicht geklärt ist, ob es sich dabei um besondere Zuchtsorten oder natürliche Standrotvarianten handelt. Hier werden solche Formen aufgeführt, deren Artzugehörigkeit eindeutig geklärt ist. Für viele im Aquarienhandel angebotene Sorten wie die Rotala sp. „Nanjenshan“ aus Taiwan oder die von der Wasserpflanzengärtnerei Dennerle angebotene Rotala spec. Enie ist dies bisher noch nicht der Fall. Rotala gehören zu den nicht gerade einfach zu pflegenden Aquarienpflanzen. Das mag zum Teil daran liegen, dass sie eigentlich primär emerse Sumpfpflanzen sind und sozusagen „zwangsweise“ an ein Leben unter Wasser im Aquarium angepasst werden müssen, zum Teil aber auch daran dass es sich um reine Fließwasserformen handelt. Als besonders heikel gilt Rotala wallichii; das tut ihrer Beliebtheit bei erfahrenen Hobbyaquarianern keinen Abbruch. Aber auch alle anderen Rotala entwickeln sich – wenn man ihre Milieuansprüche erfüllt – mit ihren filigranen, farbigen Blättern zu sehr dekorativen Aquarienpflanzen.

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