Bolivianische Schwertpflanze
- lat. Echinodorus bolivianus -

Haltung:
Zucht:
Größe: bis 15cm
Temperatur:
PH:
GH:
KH:

Die Bolivianische Schwertpflanze - Echinodorus bolivianus

Nach Auffassung einiger Experten verbergen sich unter der Bezeichnung Echinodorus bolivianus mehrere Arten. In Handel und in der Literatur wird sie jedoch weiterhin unter diesem Artnamen beschrieben. In jedem Fall handelt es sich um eine klein bleibende Art, die einen hohen Lichtbedarf hat und sich daher am besten als Vordergrundpflanze für Aquarien mit einem niedrigen Wasserstand eignet. Die Pflanze bleibt im Aquarium untergetaucht und bildet keine Blütenstände. Stattdessen vermehrt sie sich vegetativ über Ausläufer und breitet sich rasenartig aus.

Verbreitung und Gewässertyp der Bolivianischen Schwertpflanze

Die Autoren HAYNES & HOM-NIELSEN haben einige bisher beschriebene Schwertpflanzen-Arten wie Arten Echinodorus austroamericanus, Echinodorus angustifolius, Echinodorus latifolius, Echinodorus longifolius, Echinodorus quadricostatus und Echinodorus magdalensis zu einer einzigen Art unter dem Namen Echinodorus bolivianus Bolivianische Schwertpflanze zusammengefasst. Da sich diese Schwertpflanzen in Blattform und Größe zum Teil erheblich voneinander unterscheidet, bleibt dies umstritten. Folgt man der Auffassung von HAYNES & HOM-NLIELSEN, dann wäre Echinodorus bolivianus von Mittelamerika bis Argentinien verbreitet und käme bis in Höhenlagen von ca. 2.000m ü. NN vor. Nichtsdestotrotz werden diese kleinbleibenden Schwerpflanzen auch im Handel unter dem Namen Echinodorus bolivianus angeboten.

Aussehen der Bolivianischen Schwertpflanze

Die Bolivianische Schwertpflanze wächst nicht mehr als 15cm in die Höhe. Damit gehört sie zu den kleinen bis mittegroßen Vertretern der Gattung Echinodorus. Ihre Laubblätter bilden an der Basis eine Blattrosette. Die Blätter haben eine hellgrüne Oberseite. Bei intensiver, langandauernder Beleuchtung bildet sie im Aquarium kaum sichtbare, sehr kurze Blattstiele mit grasförmigen, linealischen Blattspreiten. Unter Kurztagsbedingungen sind die Blätter dagegen gestielt und haben eine Lanzettform. Solange ihr Standort noch wenigstens 15 bis 20cm hoch Wasser führt, bleibt sie submers und wächst nicht über den Wasserspiegel hinaus. Erst wenn das Areal trockenfällt, bildet sie eine Landform und beginnt Blüten zu bilden. Unter Wasser vermehrt sie sich dagegen nur vegetativ mit Hilfe von Ausläufern. Da die Bolivianische Schwertpflanze sich auf diese Weise schnell vermehrt und auch rasch heranwächst, entsteht mit der Zeit ein teppichartiger Rasen aus kleinen Tochterpflanzen.

Haltungsbedingungen der Bolivianischen Schwertpflanze im Aquarium

Wie die meisten anderen Echinodorus-Arten so braucht auch die Bolivianische Schwertpflanze ein nährstoffreiches Bodensubstrat, eine optimale CO2-Versorgung und eine starke Beleuchtung (man rechnet mit mindestens 0,4 Watt pro Liter Wasservolumen). Mangelt es an eisenhaltigem Dünger, dann beginnen die Blätter aus Chlorophyllmangel zu vergilben. Damit die Pflanzen nicht an dieser - Chlorose genannte - Mangelerscheinung eingehen, muss sobald wie möglich mit einem Eisenpräparat nachgedüngt werden. Damit die kleinbleibende, zierliche Schwertpflanze gut „Fuß fassen“ kann, sollte eine kleine Korngröße (Sand-/ Feinkies-Gemisch) als Bodensubstrat gewählt werden. Da diese Schwertpflanze klein bleibt, ist sie als Vordergrundpflanze für sehr hohe Aquarien nicht geeignet; sie würde dort an Lichtmangel zugrunde gehen. Wie bereits beschrieben, vermehrt sich die Bolivianische Schwertpflanze im Aquarium ausschließlich vegetativ über Ausläufer und Adventivpflanzen. Blütenstände werden unter Aquarienbedingungen nicht gebildet, dazu müsste sie erst in den Sumpfteil eines Palludariums umgesetzt werden.