Herzblättrige Schwertpflanze
- lat. Echinodorus cordifolius -

Haltung:
Zucht:
Größe: bis 60cm
Temperatur:
PH:
GH:
KH:

Die Herzblättrige Schwertpflanze - Echinodorus cordifolius

Die Herzblättrige Schwertpflanze ist von Nord- bis ins nördliche Südamerika weit verbreitet. Entsprechend viele geographische Rassen und Unterarten gibt es. Diese Echinodorus-Art zählt seit Jahrzehnten zu den beliebtesten und robustesten Aquarienpflanzen. Sie kann sowohl als Unterwasserpflanze als auch als Landform gepflegt werden. Die Vermehrung ist mit Hilfe der Samen und durch Adventivpflanzen möglich, die sich an den über die Wasserfläche hinauswachsenden Trieben bilden.

Die Herzblättrige Schwertpflanze
Echinodorus cordifolius (Foto: United States Department fo Agriculture, Public Domain)

Verbreitung und Gewässertyp der Herzblättrigen Schwertpflanze

Die Herzblättrige Schwertpflanze ist in Amerika weitverbreitet vom Südosten der USA über Mexiko, die Karibik bis Kolumbien und Venezuela. Entsprechend groß ist die geographische Variationsbreite. So gibt es mehrere Unterarten, die auch in Aquarien gepflegt werden, u.a. die Flutende herzblättrige Schwertpflanze Echinodorus cordifolius fluitans und die Ovalblättrige Schwertpflanze Echinodorus cordifolius ovalis, aber auch mehrere Zuchtsorten, beispielsweise Echinodoru cordifolius „Tropica Marbel Queen“, die Marmorierte Schwertpflanze.

Aussehen der Herzblättrigen Schwertpflanze

Die Stammform der herzblättrigen Schwertpflanze ist eine mittelgroße, mehrjährige, rhizombildende Wasserpflanze, die bis zu 60cm in die Höhe wachsen kann. Allein die Stiele der Blätter können eine Länge von 80cm erreichen, wobei die Blattspreiten eine Fläche von etwa 40 x 24cm einnehmen. Sie hat hellgrüne Blätter von ei- oder herzförmiger Gestalt. Gelegentlich kommen bei der Unterwasserform auch kleine, purpurfarbene Flecken auf den Blättern vor, wenn die Beleuchtung der Pflanzen hoch ist. Diese Schwertpflanze kann auch über die Wasseroberfläche hinauswachsen und dann auch spezielle Luftblätter bilden. Die älteren Unterwasserblätter sterben dann ab, werden aber fortwährend durch neue ersetzt. Im Handel werden meist Exemplare der Nominatform Echinodorus cordifolius cordifolius zum Verkauf angeboten, die als reine Landpflanzen kultiviert worden sind. Im Gegensatz dazu bleibt die Unterart Echinodorus cordifolius fluitans mit ihren Blättern immer untergetaucht. Wenn die Pflanze ausgewachsen ist, fluten ihre großen Blätter stattdessen direkt unter der Wasseroberfläche. Die Nominatform hat herzförmige Blätter mit durchscheinenden, kurzen Markierungen, die Unterart fluitans dagegen eine runde Basis der Blattspreite, auf der die transparenten Linien der Nominatform fehlen.

Die Unterart Echinodrus cordifolius ovalis, die Ovalblättrige Schwerpflanze, stammt aus Kuba. Ihre Blätter sind weniger deutlich herzförmig als die der Stammform. Sie wird bis zu 40cm hoch und 30cm breit. Sie wächst eher in die Breite als in die Höhe.

Die Zuchtsorte Echinodorus cordifolius „Tropica Marble Queen“ zeichnet sich durch eine grün-weiße Marmorierung der Blätter aus, die allerdings nur bei Blattpreiten, die über die Wasseroberfläche hinauswachsen, besonders ausgeprägt ist. Sie bleibt mit einer Wuchshöhe von nur 15 bis 25cm deutlich niedriger als andere Vertreter von Echinodorus cordifolius.

Haltungsbedingungen der Herzblättrigen Schwertpflanze im Aquarium

Die Herzblättrige Schwertpflanze wurde bereits 1934 zum ersten Mal nach Deutschland importiert uns zählt seitdem zu den beliebtesten Aquarienpflanzen, auch weil sie eine der anspruchslosesten Vertreter der Gattung Echinodorus ist. Im Gegensatz zu anderen Schwertpflanzen braucht sie keine besondere CO2-Düngung. Sie ist derartig robust, dass man sie sogar in größere Aquarien mit pflanzenfressenden Buntbarschen und anderen Fischen setzen kann. Der Lichtbedarf ist wie bei allen Schwertpflanzen relativ hoch, eine Beleuchtungsdauer von 10 Stunden ist allerdings völlig ausreichend. Im Handel wird meist die an Land kultivierte Form angeboten, daher muss man die Wurzeln vor dem Einpflanzen ins Aquarium kräftig zurückscheiden. Die Herzblättrige Schwertpflanze lässt sich als Landform am besten vermehren. Das gelingt aber auch, wenn bei intensiver Beleuchtung und niedrigem Wasserstand die Triebe der Unterwasserform allmählich über die Wasseroberfläche hinauswachsen. Dabei bildet die Pflanze mehrere Triebe aus, an denen sich entweder die Blütenstände bilden, die Samen bilden und später ausgesät werden können. Oder es bilden sich Adventivpflänzchen, die man ab einer Größe von etwa 10cm von der Mutterpflanze trennen und neu einpflanzen kann. Leider wird immer wieder empfohlen, die Herzblättrige Schwertpflanze durch regelmäßiges Entfernen der größeren Blätter, Eingrenzen des Rhizoms und ein geringes Nährstoffangebot im Bodensubstrat in Schach, d.h. unter Wasser zu halten zu können, obwohl diese Prozedur die Pflanze auf Dauer nicht überlebt.

Die Unterart Echinodorus cordifolius ovalis, die Ovalblättrige Schwertpflanze, ist genauso einfach wie die Nominatform im Aquarium zu pflegen. Sie lässt sich bei Wassertemperaturen zwischen 18 und 26°C, pH-Werten zwischen 5 und 8 in sehr weichem bis harten Wasser problemlos halten. Auch bei dieser Unterart bilden sich Adventivpflanzen an den Trieben.

Die Zuchtsorte Echinodorus cordifolius „Tropica Marble Queen“ eignet sich am besten für flache Aquarien mit einem niedrigen Wasserstand, da sie ursprünglich eine Sumpfpflanze ist und nur auf den Überwasserblättern die für diese Sorte typische Marmorierung aufweist. Entsprechend höher als bei der Nominatform ist das Lichtbedürfnis dieser Schwertpflanze. Sie entwickelt sich am besten bei Wassertemperaturen zwischen 22 und 28°C, einem pH-Wert um den Neutralpunkt (pH 6 bis 8) und weichem bis mittelhartem Wasser. Eine gelegentliche CO2-Düngung fördert das Wachstum. Ihre Blattzeichnung kommt am besten als Solitärpflanze im Mittelgrund zur Geltung.