Großer Algenfarn
- lat. Azolla filiculoides -

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Der Große Algenfarn - Azolla filiculoides

Der Große Algenfarn ist in ganz Amerika weit verbreitet, wurde aber auch in andere Kontinente verschleppt und kommt als invasiver Neophyt inzwischen auch in einigen Gewässern Deutschlands vor. Er ist leicht zu pflegen und zu vermehren. Da er bedingt winterhart ist, kann er auch statt im Aquarium im Gartenteich gepflegt werden. Dort wechseln im Herbst die grünen Schwimmblätter in einen Rotbraunton. Auch dieser Algenfarn lebt in Symbiose mit einer bestimmten Blaualgenart, die Luftstickstoff aufnimmt und für den Schwimmfarn als Nährstoff nutzbar macht.

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Großer Algenfarn
Großer Algenfarn (Foto: Kurt Stüber, Creative Commons Attr.-Sahre Alike 3.0 Unported)

Verbreitung und Gewässertyp des Großen Algenfarns

Der Große Algenfarn, in Amerika auch Moskitofarn genannt, ist von Nordamerika bis Süd-Argentinien und Süd-Chile verbreitet. Man findet ihn auf der Wasseroberfläche treibend in Weiher, Teichen und Seen, Gräben und langsam fließenden Gewässern. Azolla filiculoides ist aber auch auf andere Kontinente verschleppt worden und kommt inzwischen auch in einigen Gewässern Deutschland wild vor.

Er wird zwar nur selten im Aquarienfachhandel angeboten, man bekommt ihn aber des Öfteren als „Blinden Passagier“ in Gartencentern zusammen mit Gartenteichpflanzen. Außerdem wird er häufig mit der zweiten amerikanischen Algenfarnart verwechselt, Azolla cristata, dem Kleinen Algenfarn, obwohl sich beide Arten in einigen Merkmalen klar voneinander unterscheiden (Näheres dazu unter Azolla cristiata).

Aussehen des Großen Algenfarns

Der Große Algenfarn bildet eine etwa 3x3cm große Schwimmpflanze. Die Blätter sind etwas dicker und größer als die des Kleinen Algenfarns Azolla cristata. Die Schwimmblätter liegen schuppenförmig übereinander. Der obere Lappen ist etwa 2 bis 2,5cm groß. Die Härchen auf der Oberseite der Schwimmblätter sind im Gegensatz zu denen des kleinen Algenfarns immer einzellig. Die verschiedenen Blattsegmente sind untereinander mit unregelmäßig verzweigten Stielen verbunden. Die Wurzeln sind dagegen immer unverzweigt und werden von jedem Segment gebildet.

Haltungsbedingungen des Großen Algenfarns im Aquarium

Der Große Algenfarn, Azolla filiculoides ist sowohl im Gartenteich als auch im Aquarium als anspruchslose Schwimmpflanze leicht zu kultivieren. Dieser Algenfarn kommt auch im Aquarium bereits mit einer mittleren Beleuchtungsintensität aus. Er ist zwar bedingt winterhart, sollte aber sicherheitshalber im Spätherbst vom Gartenteich ins Winterquartier, am besten in ein hell-stehendes, Kaltwasserbecken oder mäßig temperiertes Aquarium umgesetzt werden. Man kann den Großen Algenfarn aber natürlich auch das ganze Jahr hindurch im Aquarium halten. Ein oben offenes Aquarium, z.B. ein Palludarium, ist dazu besonders gut geeignet.

Auch dieser Algenfarn lebt in enger Symbiose mit Blaualgen der Art Anabaena azolla. Diese Blaualgen befindet sich in einer kleinen Höhle auf der Blattunterseite von Azollla filiculoides. Sie sind in der Lage Luftstickstoff zu fixieren und diesen für die Wirtspflanze, den Algenfarn, als Nährstoff nutzbar zu machen.

Auf den Reisfeldern Südostasiens (wohin der amerikanische Algenfarn ebenfalls verschleppt worden ist) nützt man das zur Gründüngung der Felder aus. Wenn der Reis abgeerntet worden ist, pflügt man den Algenfarn dann einfach unter. Azolla filiculoides vermehrt sich vegetativ von selbst, indem sich die Kolonien verzweigen und irgendwann in kleinere Einheiten zerfallen. Man kann aber auch selbst nachhelfen und die Tochterpflanzen regelmäßig abtrennen.

Unter Freilandbedingungen im Herbst färbt sich der Große Algenfarn rötlich-braun. Da es sich in Mitteleuropa um einen noch relativ neuen invasiven Neophyt handelt, der nach und nach unsere Gewässer zu erobern und andere einheimische Wasserpflanzen zu verdrängen droht, sollte man darauf verzichten, den Algenfarn nach dem Auslichten aus dem Aquarium oder Gartenteich in einem natürlichen Freilandgewässer zu „entsorgen“.

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