Teichlebermoos
- lat. Riccia flutians -

Haltung:
Zucht:
Größe: 0,5-3cm
Temperatur:
PH:
GH:
KH:

Das Teichlebermoos - Riccia flutians

Das Teichlebermoos, das Aquarianern mitunter auch unter der lateinischen Bezeichnung Riccia fluitans bekannt ist, stellt einen Sonderfall unter den Schwimmpflanzen dar. Die beliebte, recht kleinbleibende Pflanze bietet in der Aquaristik sehr viele Gestaltungsmöglichkeiten, auf die wir im Detail noch weiter unten eingehen werden. An dieser Stelle sei aber schon einmal verraten, dass das Teichlebermoos auch am Bodengrund eines Beckens gepflegt werden kann. Teichlebermoos kommt in der freien Natur weltweit vor. Aquarien hat es vor allem aufgrund seiner schönen Optik, seiner Genügsamkeit und seines Abwechslungsreichtums erobert.

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Das Teichlebermoos
Teichlebermoos oder Untergetauchtes Sternlebermoos (Foto: Christian Fischer, Creatiev Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported)

Optik des Teichlebermooses

Das Teichlebermoos neigt dazu, im Laufe der Zeit zahlreiche Verzweigungen zu entwickeln, sodass sich dichte Polster im Aquarium entwickeln können. Diese Polsterentwicklung ist bei vielen Aquarianern gerne gesehen, da sie dem Aquarium einen satten, gesunden und frischen Ausdruck verleiht. Auch die Farbe des Teichlebermooses ist dabei sehr schön anzusehen: In der Regel kann es am besten als ein recht frisches Hellgrün beschrieben werden. Im Aquarium kann das Teichlebermoos gut und gerne Abmessungen von 5 x 5 Zentimetern erreichen, wobei die Pflanze recht schnell wächst. Oft verwenden Aquarianer in einem Aquarium gleich mehrere einzelne Gewächse – ganz egal, ob das Teichlebermoos als Schwimmpflanze oder als Bodenbegrünung eingesetzt wird. Im Folgenden erfahren Sie, wie auch Sie Ihr Aquarium mit dem Teichlebermoos ansprechend gestalten können.

Gestaltung eines Beckens mit Teichlebermoos

Das Teichlebermoos lädt zu diversen Gestaltungen eines Beckens ein. Dabei können Aquarianer das Teichlebermoos unter anderem in seiner natürlichen Form als Schwimmpflanze im Aquarium nutzen. In diesem Fall werden die Pflanzen einfach in das Aquarium gegeben, wo sie sich unter der Wasseroberfläche sammeln und somit für eine Verschattung des Beckens sorgen können. Darüber hinaus stehen die Möglichkeiten zur Verfügung, Teichlebermoos als Bodenbegrünung oder zur Begrünung von Einrichtungsgegenständen wie Wurzeln zu nutzen. In diesen beiden Bereichen muss der Aquarianer allerdings mit ein wenig mehr Aufwand rechnen: Teichlebermoos entwickelt keine Wurzeln, sodass es mit Gittern, Angelschnur, Netzen oder anderen Hilfsmitteln am Bodengrund oder an den Einrichtungsgegenständen befestigen werden muss. Der Aufwand, der in diesem Kontext betrieben werden muss, lohnt sich aber: Das dichte Grün des Teichlebermooses wirkt auch unter der Wasseroberfläche sehr ansprechend und lässt das Aquarium sehr natürlich wirken. Entscheidet man sich dazu, Teichlebermoos auf dem Bodengrund anzubringen, wählt man am besten aufgrund der Pflanzengröße den Vorder- oder Mittelgrund.

Spezielle Einsatzgebiete des Teichlebermooses

Keine Frage: Teichlebermoos ist eine sehr schöne Aquarienpflanze. Es kann über diesen optischen Reiz hinausgehend allerdings auch noch andere wichtige Dienste erweisen. So empfiehlt sich Teichlebermoos unter anderem besonders für den Einsatz in einem Aquarium, in dem zum Beispiel Garnelen oder andere kleine Aquarienbewohner gehalten werden. Sie finden in den dichten Verzweigungen des Teichlebermooses viele Verstecke und somit Schutz, der vor allem in einem Gemeinschaftsaquarium notwendig sein kann. Fische nutzen diese Rückzugsmöglichkeiten in einem Aquarium zudem oft dafür, Laich abzusetzen. Die Schutzfunktion kann Teichlebermoos sowohl dann erfüllen, wenn es im Aquarium als Schwimmpflanze genutzt wird, als auch dann, wenn es zur Begrünung des Bodengrundes oder einzelner Einrichtungsgegenstände dienen soll.

Ein weiteres wichtiges Einsatzgebiet des Teichlebermooses erschließt sich allerdings nur beim Einsatz als Schwimmpflanze: An der Wasseroberfläche treibend kann die Pflanze einen Beitrag dazu leisten, dass der Lichteinfall in das Aquarium reduziert wird. Dieses ist mitunter dann erwünscht, wenn lichtempfindliche Aquarienbewohner in einem Aquarium gepflegt werden sollen oder wenn man gegen die Verbreitung von Algen kämpft.

Teichlebermoos pflegen

Die Schnellwüchsigkeit des Teichlebermooses ist für viele Aquarianer eine willkommene Eigenschaft – schließlich trägt diese dazu bei, dass auch ein neues Aquarium schnell begrünt werden kann. Da allerdings jede Medaille zwei Seiten hat, sollte es auch nicht unerwähnt bleiben, dass die relative Schnellwüchsigkeit des Teichlebermooses gleichzeitig auch dazu führt, dass der Aquarianer die Pflanzen mitunter regelmäßig beschneiden muss. Nur so lässt es sich vermeiden, dass die Pflanze zu stark wuchert und zum Beispiel den Lichteinfall in das Aquarium zu stark beschneidet. Eine zu starke Reduzierung des Lichteinfalls ist in der Regel unerwünscht, da in diesem Fall andere Pflanzen, die sich am Bodengrund befinden, mitunter unterversorgt werden könnten.

Nutzt man das Teichlebermoos im Aquarium zur Bodenbegrünung oder zur Begrünung von Einrichtungsgegenständen, sollte man zudem regelmäßig kontrollieren,ob die Pflanzen noch ausreichend gut befestigt sind. Dies verhindert, dass das Teichlebermoos sich unerwartet lösen und an die Wasseroberfläche driften kann. Auch das Beschneiden ist bei dieser Verwendungsvariante ab und an angeraten. Dies hat nicht nur gestalterische Gründe, sondern ist auch vor dem Hintergrund zu empfehlen, dass tiefer liegende Pflanzenteile mitunter Schaden nehmen könnten, wenn sie nicht ausreichend mit Licht versorgt werden.

Neben Lichtmangel kann eine Nährstoffunterversorgung ein Grund sein, warum das Teichlebermoos in einem Aquarium nicht gut gedeiht. Davon aber einmal abgesehen ist das Teichlebermoos eher eine recht anspruchslose Pflanze, die sich auch für Aquarianer eignen sollte, die gerade erst ihr erstes Aquarium einrichten.

Schwimmpflanzen-Arten:
Froschbiss | Hornkraut | Muschleblumen | Teichlebermoos | Wasserlinsen | Wolfsmilch

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