Tausendblätter im Überblick

Tausendblatt-Arten sind submerse Süßwasserpflanzen, die fast weltweit verbreitet sind. Sie auseinander zu halten ist schwierig, und bleibt den Spezialisten vorbehalten. Denn sie sehen sich untereinander recht ähnlich und sind auch innerhalb einer Art sehr formvariabel. Die meisten bekannten Arten gibt es in Australien, und allein aus China sind bisher 11 Arten bekannt. Die meisten Tausendblatt-Arten siedeln in sauberen, stehenden Gewässern an. Da sie zur Photoassimilation ausreichend Licht brauchen, siedeln sie nur in Wassertiefen bis maximal 2m an. Weitaus weniger Arten leben in langsam fließenden Flüssen und Bächen.

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Wissensch. Name Deutscher Name Verbreitungsgebiet Gewässertyp Haltung Vermehrung
Myriophyllum alterniflorum Wechselblütiges Tausendblatt Nordamerika, Europa und Asien Kalkarme, saubere Gewässer einfach Stecklinge
Myriophyllum aquaticum Brasilianisches Tausendblatt Ursprünglich nur Südamerika Uferzone von Fleißgewässern mittel Stecklinge
Myriophyllum dicoccum - Südostasien und Australien einfach Stecklinge
Myriophyllum elatinoides Tännelblattähnliches Tausendblatt Mexiko, Südamerika einfach Stecklinge
Myriophyllum heretophyllum Verschiedenblättriges Tausendblatt Nordamerika einfach Stecklinge
Myriophyllum hippuroides Kleines Papageienblatt Nordamerika einfach Stecklinge
Myriophyllum matogrossense Matogrosso-Tausendblatt Nordosten Südamerikas mittel Stecklinge
Myriophyllum mezianum Madagassisches Tausendblatt Ostküste Madagaskars mittel Stecklinge
Myriophyllum pinnatum Rotstängeliges Tausendblatt Südosten Nordamerikas Sümpfe u. Überschwemmungszonen mittel Stecklinge
Myriophyllum simulans Täuschendes Tausendblatt Osten Australiens Sümpfe und Uferbänke mittel Stecklinge
Myriophyllum spicatum Ähriges Tausendblatt Europa, Asien, Afrika stehende Gewässer einfach Stecklinge
Myriophyllum tetrandum Thailändisches Tausendblatt Thailand Seen Stecklinge
Myriophyllum tuberculatum Rotes Tausendblatt Tropisches Asien Stehende und langsam fließende Gewässer anspruchsvoll Stecklinge
Myriophyllum ussuriense Japanisches Tausendblatt Südostasien Seen und Flüsse einfach Stecklinge
Myriopyhllum verticilliatum Quirliges Tausendblatt Nördliche Hemisphäre Fließgewässer einfach Stecklinge

Aussehen der Tausendblatt-Arten

Die Tausendblatt-Arten der Gattung Myriophyllum bilden eine eigene Familie Haloragaceae (Tausendblattgewächse). Es gibt einjährige und ausdauernde, mehrjährige Pflanzen. Es sind durchweg krautige, unverholzte Stängelpflanzen. Die Stängel sind relativ weich und biegsam, besonders diejenigen der in Fließgewässern flotierenden Arten. Diese Stängel können verzweigt sein. Die Laubblätter stehen zu dritt oder viert in Wirteln rund um den Stängel; es gibt aber auch Arten mit wechselständig angeordneten Blättern. Die Blätter sind stark gefiedert. Die unscheinbaren, grün gefärbten Blüten ragen über die Wasseroberfläche hinaus.

Haltungsbedingungen der Tausendblatt-Arten im Aquarium

Die für einen Platz im Aquarium geeigneten Tausendblatt-Arten sind dank ihrer filigranen Fiederblätter sehr dekorativ und außerdem in den meisten Fällen ausgesprochen pflegeleicht. Allerdings werden Tausendblatt-Arten in den Gärtnereien meist emers auf feuchten Substraten herangezogen. Diese emersen Pflanzen haben etwas dickere, stabilere Stängel. Sie müssen sich erst langsam an die submerse Lebensweise im Aquarium gewöhnen. Die Akklimatisation gelingt am besten, wenn man die neu erworbenen Pflanzen zunächst in ein Becken in ein nährstoffreiches Bodensubstrat mit einem niedrigen Wasserstand von nur wenigen Zentimeter einsetzt. Dann erhöht man den Wasserspiegel täglich um einige Zentimeter, bis die endgültige Wassertiefe erreicht ist.

Die meisten Tausendblatt-Arten haben einen hohen Licht- und Nährstoffbedarf und wachsen am besten in weichem bis mittelhartem, sauberem Wasser. Die Temperaturtoleranz ist je nach Herkunft von Art zu Art verschieden, manche dürfen nicht zu warm gehalten werden, andere sind wärmeliebend. Die vegetative Vermehrung gelingt recht einfach, indem man aus den Triebspitzen einige Zentimeter lange Kopfstecklinge schneidet und diese dann in einer kleinen Gruppe in einem Abstand von 2 bis 3cm zueinander in den Mittel- oder Hintergrund des Beckens pflanzt.

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