Grüner Tigerlotus
- lat. Nymphea lotus -

Haltung:
Zucht:
Größe: 10 bis 50cm
Temperatur:
PH:
GH:
KH:

Der Grüne Tigerlotus - Nymphea lotus

Der Grüne Tigerlotus aus den Regenwaldbächen Westafrikas ist mit seinen leuchtend grünen Blättern, die von unregelmäßigen, aber deutlich begrenzten rotbraunen Flecken übersät sind, eine sehr dekorative Solitärpflanze für den Beckenmittel- oder Hintergrund. Hält man die Pflanze kurz, dann entwickelt sie ein dichtes Unterwasserblattwerk. Im offenen Aquarium entwickelt sie oberhalb des Wasserspiegels intensiv duftende, weiße Einzelblüten, die, wenn sie sich nachts öffnen, intensiv duften.

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Der Grüne Tigerlotus als Aquarienpflanze
Der Grüne Tigerlotus als Aquarienpflanze (Foto: Haplochromis, Creatiev Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported)

Verbreitung des Grünen Tigerlotus

Nymphaea lotus stammt aus Kamerun. Die Pflanze besiedelt Regenwaldbäche, dort wo auf kleinen Lichtungen genügend Sonnenlicht bis zum Gewässer vordringen kann. Das Wasser dieser Fließgewässer ist weich und sauer. Die in Mitteleuropa angebotenen Tigerlotus stammen jedoch in der Regel aus Exporten der Wasserpflanzenzüchtereien in Singapur. Der Grüne Tigerlotus wird im Aquarienhandel oft fälschlicherweise als Nymphaea lotus viridis angeboten.

Aussehen des Grünen Tigerlotus

Mit einer maximalen Wuchshöhe gehört der Grüne Tigerlotus zu den mittelgroßen Seerosengewächsen. Die submersen Unterwasserblätter dieser grünen Variante sind erheblich kleiner als die des Roten Tigerlotus. Die Blattgrundfarbe ist ein helles Grün, auf der etliche rotbraune Flecken unterschiedlicher Größe zu sehen sind. Die submersen Blätter haben eine breit ovale Form mit einer tief eingeschnittenen Basis. Die Blattoberfläche ist leicht glänzend. Die Gesamtlänge mit Stiel und Blattspreite kann bis zu 15 bis 18cm betragen.

Solange die Pflanze die Wasseroberfläche nicht erreicht, bildet sie keine Schwimmblätter, aber stattdessen reichlich submerse Laubblätter. Um dies zu fördern, muss man die Pflanze gelegentlich stutzen; das fördert das Blattwachstum und die Pflanze wirkt dann insgesamt buschig-kompakt.

Im oben offenen Aquarium entwickelt der Tigerlotus oberhalb der Wasseroberfläche weiße Blüten, die intensiv duften. Genauer betrachtet setzt sich die 12 bis 15cm große Einzelblüte aus 4 grünen Kelchblättern, bis zu 60 weißen Kronblättern und ca. 75 gelben Staubblätter zusammen. Sie öffnet sich allerdings immer nur nachts, oft mehrere Nächte hintereinander. Dies dürfte eine Anpassung in ihrer ursprünglichen Heimat sein, um nachtaktive Insekten als Bestäuber anzulocken.

Der Tigerlotus bildet ein knollenartiges Rhizom aus, aus dem Tochterknollen abgeschnürt werden. Er vermehrt sich aber auch durch Ausläufer, den sogenannten Stolonen.

Haltungsbedingungen des Grünen Tigerlotus im Aquarium

Der Grüne Tigerlotus hat einen Lichtbedarf, der nicht ganz so hoch ist wie der des Roten Tigerlotus. Eine mittlere Beleuchtungsstärke ist ausreichend. Der Grüne Tigerlotus wächst schnell heran; Voraussetzung dafür sind aber nicht zu hohe Wassertemperaturen (optimal sind Temperaturen um etwa 23°C), eine deutliche, permanente Wasserströmung und ein nährstoffarmer Bodengrund, am besten aus reinem Sand. Das Aquarienwasser sollte möglichst weich, leicht sauer und CO2-reich (zwischen 10 und 40mg/l) sein.

Dieser dekorativen Seerosenart gibt man am besten ein Platz als Solitärpflanze im Mittelpunkt oder im Hintergrund des Aquariums. Die vegetative Vermehrung erfolgt durch Tochterknollen.

Literaturhinweise

KASSELMANN, C. (2005): Taschenatlas Aquarienpflanzen. – E. Ulmer Verlag, Stuttgart
SCHMIDT, J. (2001): Aquarienpflanzen. – bede Verlag, Ruhmannsfelden
TROPICA (Hrsg.): Erfolg mit Ihrem Aquarium. S.55: Nymphaea lotus- Tropica Aquarium Plants A/S, Egaa (Dänemark).

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