Roter Tigerlotus
- lat. Nymphea lotus -

Haltung:
Zucht:
Größe: 10 bis 60cm
Temperatur:
PH:
GH:
KH:

Der Rote Tigerlotus - Nymphea lotus

Der Rote Tigerlotus ist eigentlich keine eigenständige Art, sondern eine Farbmorphe des Grünen Tigerlotus. Er stammt ebenfalls aus Westafrika, ist inzwischen aber in vielen tropischen Regionen Afrikas verbreitet. Mit seinen intensiv rotbraunen Blättern hat der Rote Tigerlotus ein höheres Lichtbedürfnis als die grüne Variante. Als Speicherorgan dient ein knollenartiges Rhizom. Der Rote Tigerlotus entwickelt kräftige Schwimmblätter, die sich deutlich von den kleineren, rotgefärbten Unterwasserblättern unterscheiden. Der Rote Tigerlotus ist recht problemlos zu pflegen und lässt sich durch Ausläufer und aus der Knolle gebildeten Tochterpflanzen vermehren.

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Der Rote Tigerlotus als Aquarienpflanze
Der Rote Tigerlotus als Aquarienpflanze (Foto: Pinpin, Creative Commons Attr.-Share Alike 1.0 Generic)

Verbreitung des Roten Tigerlotus

Der Rote Tigerlotus stammt aus dem tropischen Westafrika, ist aber inzwischen in vielen weiteren Regionen eingebürgert worden. Diese rotblättrige Farbmorphe des Grünen Tigerlotus besiedelt stehende, auch temporäre, also zeitweilig trockenfallende Gewässer.

Im Aquarienhandel wird der rote Tigerlotus mitunter unter dem falschen Label Nymphaea lotus rubra angeboten. Inzwischen hat sich der Rote Tigerlotus zur beliebtesten Seerosenart, die fürs Aquarium geeignet ist, entwickelt. Er stammt längst nicht mehr aus seinen Ursprungsländern, sondern wird in großer Zahl in Sri Lanka und Südostasien für den Export gezüchtet.

Aussehen des Roten Tigerlotus

Der Rote Tigerlotus gehört mit maximal 60cm Höhe zu den mittelgroßen Seerosengewächsen. Die submersen Unterwasserblätter haben eine fast kreisrunde Form mit einem Durchmesser von etwa 25cm, wobei die Blattbasis aber tief eingeschnitten ist. Die Grundfarbe der Unterwasserblätter ist ein intensives Weinrot, auf der dunkelrote Flecken zu sehen sind.

Nachdem sich die Schwimmblätter an der Wasseroberfläche entfaltet haben, kann der rote Tigerlotus auch unter Aquarienbedingungen seine weißen Blüten entwickeln, die intensiv duften, sich aber immer nur nachts öffnen.

Haltungsbedingungen des Roten Tigerlotus im Aquarium

Der Rote Tigerlotus wird vor allem als Jungpflanze im Aquarium gepflegt, da sie dann intensive rot gefärbte Unterwasserblätter hat. Will man nicht, dass der Rote Tigerlotus im Aquarium blüht, dann muss man immer die Schwimmblätter entfernen. Wenn der Rote Tigerlotus erst einmal Schwimmblätter entwickelt, bildet er nämlich keine Unterwasserblätter mehr.

Aus den Blüten kann man jedoch keimfähige Samen gewinnen, die sich zur generativen Vermehrung eignen. Damit sich die Pflanzen im Aquarium gut entwickeln, brauchen sie einen nährstoff- und humusreichen Boden und eine intensive Beleuchtung. Der Lichtbedarf der roten Farbmorphe ist deutlich höher als der des Grünen Tigerlotus.

Der Rote Tigerlotus lässt mit Hilfe von Tochterknollen und Ausläufern vegetativ vermehren. Der Rote Tigerlotus kommt am besten im Aquarium als Solitärpflanze im Mittel- oder Hintergrund zur Geltung, vor allem in Nachbarschaft zu feinfiedrigen, grünen Stängelpflanzen.

Literaturhinweise

HUMMEL, S., C.HOMRIGHAUSEN & U. GAIDA (2012): Aquarienpflanzen – Natur erleben unter Wasser. – Dennerle GmbH; Vinningen.
KASSELMANN, C. (2005): Taschenatlas Aquarienpflanzen. – E. Ulmer Verlag, Stuttgart.

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