Süßwassertang
- lat. Lomeopsis lineata -

Haltung:
Zucht:
Größe: bis 10cm
Temperatur:
PH:
GH:
KH:

Der Süßwassertang - Lomariopsis lineata

Süßwassertang ist eine für das Aquarium geeignete Pflanze, die zwar optisch dem Meerestang im gewissen Maße ähneln mag, mit diesem aber botanisch nicht verwandt ist. Manch ein Aquarianer ist auch versucht, den Süßwassertang zu den Moosen zu zählen, aber auch diese Kategorisierung ist nicht haltbar – auch wenn der Süßwassertang mitunter dem zarten Lebermoos ähnlich sehen mag. Um den Süßwassertang einordnen zu können, ist botanisches Fachwissen vonnöten – an dieser Stelle sei aus diesem Grunde nur abkürzend angedeutet, dass der Süßwassertang die Vorstufe eines Farns sein soll. Um uns nicht weiter in die Feinheiten zu verstricken, welche die Botanik zu bieten hat, möchten wir im Folgenden lediglich kurz beschreiben, wie der Süßwassertang sich optisch präsentiert, wie er im Aquarium kultiviert werden kann und wie Aquarianer mit ihm ein Aquarium gestalten können.

Aussehen und Ansprüche des Süßwassertangs

Der Süßwassertang besteht aus sogenannten Thalli – das sind spezielle Vegetationskörper, die nur einige Pflanzen – darunter zum Beispiel die Flechten – aufweisen. Durch die Thalli des Süßwassertangs entsteht ein rundliches und geschwungenes Blattwerk, das recht außergewöhnlich wirkt und Dynamik in das Aquarium bringen kann. Auch die Farbe des Süßwassertangs ist attraktiv: Sie kann am besten als ein sattes, leuchtendes Hellgrün beschrieben werden, wobei oft auch ein leicht transparentes Erscheinungsbild zu beobachten ist. Durch Form- und Farbgebung des Süßwassertangs lassen sich im Aquarium schöne Kontraste bei parallelem Einsatz anderer Pflanzen erzielen.

Auch wenn der Süßwassertang ohne Frage eine recht außergewöhnliche Pflanze ist: Dies bedeutet nicht, dass er im Aquarium besonders schwierig zu pflegen ist. Im Allgemeinen wird seine Kultivierung im Aquarium im Großen und Ganzen als unproblematisch beschrieben. Ab und an findet sich allerdings der Hinweis, dass der Süßwassertank bei einer guten Lichtzufuhr schöner und kompakter wächst. An dieser Stelle gibt es – wie so oft in der Aquaristik – aber unterschiedliche Ansichten. Der Süßwassertang ist zudem gut in Form zu halten, was ihn als Vordergrundpflanze im Aquarium besonders geeignet macht: Er wächst recht langsam und sollte er wirklich einmal im Laufe der Zeit zu viel Platz im Aquarium einnehmen, kann man die Polster, welche diese Pflanze ausbildet, teilen. Wer versuchen möchte, den Süßwassertang zu einem intensiveren Wuchs anzuregen, sorgt am besten dafür, dass das Wasser im Aquarium durch relativ häufige Teilwasserwechsel gut gepflegt bleibt.

Mit Süßwassertang ein Aquarium gestalten

Auch hinsichtlich der Gestaltungsmöglichkeiten zeigt sich der Süßwassertang ein wenig exotisch. Aquarianer, die es einfach lieben, können den Süßwassertang an einer ausgesuchten Stelle am Bodengrund platzieren, ohne ihn zwingend klassisch einpflanzen oder befestigen zu müssen. Bei dieser Gestaltungsoption kann sich das Pflanzenpolster allerdings durchaus ein wenig bewegen. Wer dieses vermeiden möchte, fixiert das Pflanzenpolster am besten mit einem Haarnetz oder Pflanznadeln an seinem zugewiesenen Platz im Aquarium. Bei Verwendung eines Haarnetzes empfiehlt es sich, den Haarnetzrand mit Steinchen zu beschweren, damit das Netz nicht auftreibt und wirklich gut sitzt. Das Haarnetz weist allerdings einen kleinen Nachteil auf: Zu Beginn ist es selbstverständlich noch im Aquarium sichtbar, erst wenn der Süßwassertang gewachsen ist, verschwindet diese kleine optische Beeinträchtigung. Da der Süßwassertang allerdings – wie oben bereits erwähnt – nicht sehr schnell wächst, kann dieses eine Weile dauern, sodass sich der Aquarianer von seiner geduldigen Seite zeigen muss.

Die Platzierung am Bodengrund im Aquarium ist sicherlich die klassische Variante, Vordergrundpflanzen wie den Süßwassertang zu verwenden. Der Süßwassertang zeigt sich aber auch sehr abwechslungsreich und kann zum Beispiel auch auf Dekorationsgegenstände, die sich im Aquarium befinden, aufgebunden werden. Hierzu eignen sich vor allem einzelne Steine und Wurzeln, die im Aquarium besonders in Szene gesetzt werden sollen. Das Begrünen von Dekorationsgegenständen verleiht dem Aquarium dabei ein natürliches Aussehen, ohne dass der Aquarianer hierfür einen besonders hohen Aufwand betreiben müsste.