Wasserkelche im Überblick

Wasserkelche der Gattung Cryptocoryne kommen in den tropischen Regionen Indiens, in Myanmar, Thailand, Westmalaysia und auf den Inseln Sri Lanka, Sumatra, Betung, Borneo, Papua Neuguinea und einigen Inseln der Philippinen vor. Dort besiedeln sie meist die Flachwasser- und Überschwemmungszonen der Fließgewässer. Einige Arten dringen bis in die Gezeitenzone der Flussmündungen und der Mangroven vor. Die meisten Arten der Wasserkelche bilden submerse, völlig im Wasser untergetauchte und flotierende Wasserpflanzen und emerse Landpflanzen. Und meist bringen nur die emersen Landformen Blütenstände hervor.

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Wissensch. Name Deutscher Name Verbreitungsgebiet Gewässertyp Haltung Vermehrung
Cryptocoryne affinis Haertelscher Wasserkelch Kalksteingebiete West-Malaysias Flache Kies- und Sandbänke der Fließgewässer einfach einfach, durch Ableger
Cryptocoryne albidia Weißlicher Wasserkelch Süd-Thailand und Myanmar Ufer von Fließgewässern anspruchsvoll durch Ableger
Cryptocoryne aponogetifolia Aponogetonblättriger Wasserkelch Insel Luzon/Philippinen Ufer an Flüssen und Bächen einfach durch Ableger
Cryptocoryne beckettii Becketts Wasserkelch Sri Lanka Uferbänke, Sümpfe und Moore einfach Durch Ableger
Cryptocoryne bullosa Gewellter Wasserkelch Sarawak/Nord-Borneo Submers in Flüssen sehr schwierig noch nicht gelungen
Cryptocoryne ciliata Gewimperter Wasserkelch Küstengebiete Indiens und Südost-Asiens Flussmündungen und Mangrovengürtel mittel Ausläufer und abbrechende Seitentriebe
Cryptocoryne cordata Herzblättriger Wasserkelch Sumatra, West-Malaysia und Borneo, Thailand verschiedene Standortvarietäten, siedeln an Flussufern einfach durch Ableger
Cryptocoryne crispatula var. balansae Grasblätrriger oder Genoppter Wasserkelch Provinz Guangxi/ China Submers in Fließgewässern einfach durch Ableger
Cryptocoryne fusca Rotbrauner Wasserkelch Malaiische Halbinsel und Teile Borneos Flachwasser- und Gezeitenzone der Flüsse schwierig schwierig, nur emers möglich
Cryptocoryne hudoroi Hudoros Wasserkelch Kalimantan/Indonesischer Teil von Borneo Fließgewässer der Kalkregionen einfach durch Ableger
Cryptocoryne parva Kleiner Wasserkelch Hochland von Sri Lanka in der Umgebung von Kandy Flache Uferbereiche der Flüsse einfach mittel, durch Ableger
Cryptocoryne pontederiifolia Herzblatt-Wasserkelch Nord-Sumatra Süßwasser-Gezeitenzone der Flüsse, aber auch sumpfige Waldbäche einfach einfach, durch Ausläufer
Cryptocoryne x purpurea Purpur-Wasserkelch West-Malaysia und Borneo schwierig durch Ableger
Cryptocoryne retrospiralis Grasblättriger Wasserkelch Indien Flussufer schwierig durch Ausläufer
Cryptocoryne undulata Gewelltblättriger Wasserkelch Sri Lanka Flussufer und Sümpfe anspruchslos durch Ableger
Cryptocoryne usteriana Usteris Wasserkelch Insel Guimaras / Philippinen Kalkreiche, beschattete Fließgewässer mittel durch Ableger
Cryptocoryne walkeri Walkers Wasserkelch Sri Lanka Fließgewässer einfach einfach, durch Ableger
Cryptocoryne wendtii Wendts Wasserkelch Sri Lanka Fließgewässer einfach einfach, durch Ableger
Cryptocoryne x willisii Willis Wasserkelch Hochland von Kandy / Sri Lanka Flussufer einfach einfach, durch Ableger

Aussehen der Wasserkelche

Die Familie der Aronstabgewächse, zu der auch die Wasserkelche gehören, schließen 115 Gattungen mit mehr als 4000 Arten ein. Davon stellen die Wasserkelche (Cryptocoryne) etwa 60 Arten, von denen immerhin etwa 15 bis 20 regelmäßig in Aquarien gepflegt werden; hinzu kommen einige Naturhybride und Zuchtformen.

Wasserkelche sind mehrjährige, Rhizom bildende Krautpflanzen. Die meisten können sowohl submers (untergetaucht im Wasser) als auch über Wasser (emers) wachsen. Bei vielen wechselt der Habitus mit den Jahreszeiten: Während der Regenzeit leben sie submers; bei fallenden Wasserständen bilden sie emerse Landformen aus. Submerse und emerse Pflanzen der gleichen Art können sich in der Wuchshöhe und der Blattform und –Größe stark voneinander unterscheiden. Die Blätter der Wasserkelche sind gestielt und bilden eine regelmäßige Rosette. In der Regel bilden nur die emersen Formen Blütenstände. Einige Arten sind dabei sehr formvariabel und können sich je nach den Standortbedingungen ihrer Umwelt anpassen. Charakteristisch für die Blütenstände der Cryptocoryne-Arten ist das Hochblatt, die sogenannte Spathaspreite, deren Form, Färbung und Musterung ein wichtiges Merkmal zur sicheren Bestimmung der jeweiligen Art darstellt. Wasserkelche vermehren sich vegetativ über unterirdische Ausläufer oder Adventivpflänzchen, die sich an der Basis der Rosette der Mutterpflanze gebildet werden.

Haltungsbedingungen der Wasserkelche im Aquarium

Etwa 10 bis 15 Cryptocoryne-Arten werden regelmäßig im Fachhandel angeboten. Sie werden in der Regel in den Tropen, z.B. in Wasserpflanzenfarmen, auf Sri Lanka, als emerse Gewächshauspflanzen vorkultiviert und dann in Europa an das Leben unter Wasser gewöhnt, bevor sie als submerse Aquarienpflanzen in den Zoo-Handel kommen. Da sie meist nur als emerse Sumpfpflanzen Blütenstände hervorbringen, sind die meisten Cryptocoryne-Arten die Idealbesetzung für ein Palludarium mit niedrigem Wasserstand und einem sumpfigen Landteil. Die meisten Arten wachsen sehr langsam an. Mit der Zeit bilden sie dann aber dichte Pflanzenbestände. Die Ansprüche an die Beleuchtungsintensität, den Nährstoffgehalt und eine zusätzliche CO2-Düngung sind von Art zu Art verschieden.

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