Haertelscher Wasserkelch
- lat. Cryptocoryne affinis -

Haltung:
Zucht:
Größe: bis 40cm
Temperatur:
PH:
GH:
KH:

Der Haertelsche Wasserkelch - Cryptocoryne affinis

Der Haertelsche Wasserkelch wurde bereits 1939 in der Liste der Aquarienpflanzen geführt, damals noch unter dem Namen Cryptocoryne haerteliana. Seit mehr als 50 Jahren wird er in Wasserpflanzengärtnereien kultiviert. Früher war er eine der beliebtesten Aquarienpflanzen, da er sehr anspruchslos ist. Heute hat das Interesse nachgelassen. Ein weiterer Grund ist, dass die produktive Vermehrung unter Gewächshausbedingungen nicht ganz einfach ist. Im Aquarium erweist sich der Haertelsche Wasserkelch als pflegeleicht, kommt mit wenig Licht aus und entwickelt sich besonders gut in kalkreichem Wasser mit einem PH im alkalischen Bereich.

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Verbreitung des Haertelschen Wasserkelchs

Der Haertelsche Wasserkelch stammt von der Malaiische Halbinsel. Die Art bildet vor allem in den Kalksteingebieten auf flachen Kiesbänken und Sandflächen teilweise sehr dichte Bestände, die zum größten Teil submers, vollständig untergetaucht sind.

Aussehen des Haertelschen Wasserkelchs

Der Haertelsche Wasserkelch bildet wie die meisten Cryptocoryne-Arten Unter- und Überwasserformen, die sich in der Blattform und im Wuchsverhalten extrem voneinander unterscheiden. Die im Aquariengeschäft angebotenen Cryptocoryne affinis stammen in der Regel aus Gewächshauskulturen, in denen die Wasserkelche über Wasser herangezogen werden. Aber nur unter Wasser entwickelt der Haertelsche Wasserkelch die für diese Art typischen Blätter mit einer grünlich-braunen Oberseite und einer weinroten Unterseite. Die Blätter sind rosettenartig angeordnet; die Blattstiele können 20cm lang werden, die lanzettförmige Blattspreite erreicht nochmals bis zu 23cm Länge. Die Oberfläche der Blätter ist meist deutlich gewellt, bzw. gehämmert. Der Haertelsche Wasserkelch ist jedoch sehr variabel, was die Größe, Form und Färbung der Blätter angeht. Statt lanzettförmig kann die Blattspreite auch länglich oval oder eiförmig sein. Die Blattunterseite ist manchmal nicht weinrot, sondern bleibt hellgrün. Häufig hebt sich die Mittelrippe mit ihrer gelblichen bis hell-grünen Färbung deutlich von der dunkelgrünen oder bräunlichen Grundfarbe der Blattoberseite ab. Das kann auch auf die Längsnerven zu beiden Seiten der Mittelrippe zutreffen. Meist bildet nur die emers lebende Überwasserform des Haertelschen Wasserkelches Blütenstände; nur selten blühen auch die submers lebenden Formen. Auffallend und charakteristisch für Cryptocoryne affinis ist vor allem das Hochblatt, die sogenannte Spatha. Das Hochblatt kann bis zu 20cm lang sein, ist spiralig eng in vielen Windungen gedreht, die Innenseite dieser Blattspirale ist dunkel purpurrot gefärbt.

Haltungsbedingungen des Haertelschen Wasserkelchs im Aquarium

Der Haertelsche Wasserkelch ist eine sehr dekorative, aber einfach im Aquarium zu pflegende Cryptocoryne. Am schönsten kommt diese Art zur Geltung, wenn man sie in einer kleinen Gruppe oder als Solitärpflanze in den Mittelgrund setzt. Sie gedeiht am besten in kalkreichem, alkalischem Wasser (pH >7) und kommt mit einer geringen Aquarienbeleuchtung aus. Auch wenn Wasserkelche im Malawi- oder Tanganjikasee gar nicht vorkommen, ist diese Cryptocoryne ideal für Becken, in welchen Buntbarsche aus den Ostafrikanischen Seen des Rift-Valley gehalten werden, die ja auch mit Steinaufbauten aus Kalkgestein ausgestattet werden. Nur unter schwacher Beleuchtung erreicht der Haertelsche Wasserkelch seine volle Höhe von 40cm. Je stärker das Licht ist, desto kleiner bleibt die Pflanze und breitet sich stattdessen mit Hilfe ihrer unterirdischen Ausläufer in einem bis zu 10cm hohen Teppich in der Fläche aus.

Cryptocoryne affinis ist einfach und problemlos im Aquarium zu pflegen, solange die Wasserverhältnisse einigermaßen konstant bleiben. Werden die Beleuchtungsstärke oder die Nährstoffzusammensetzung plötzlich geändert, dann ist auch dieser Wasserkelch anfällig für die gefürchtete Cryptocorynenfäule. Bei der Cryptocorynenfäule handelt es sich um eine Pflanzenkrankheit; die Blätter zerfallen recht schnell, wenn sich die Milieubedingungen abrupt ändern. Auch wenn HUMMEL, HOMRIGHAUSEN & GAIDA (2012) eine Kohlendioxiddüngung von 10 bis 20mg pro Liter empfehlen, der Haertelsche Wasserkelch kommt auch sehr gut ohne CO2-Zufuhr aus.

Literaturhinweise

HUMMEL,S., C.HOMRIGHAUSEN & U.GAIDA (2012): Aquarienpflanzen – Natur erleben unter Wasser.- Dennerle GmbH, Vinningen.
JAMES,B. (1998): Aquarienpflanzen .- Tetra-Verlag, Melle.
KASSELMANN, C. (1999): Aquarienpflanzen.- DATZ Atlanten.- E. Ulmer Verlag, Stuttgart.
KASSELMANN, C. (2005): Taschenatlas Aquarienpflanzen. – E. Ulmer Verlag, Stuttgart.

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