Ein Aquarium einrichten

Die Aquaristik ist ein Hobby, das nicht nur aus dem Beobachten von Aquarientieren besteht. Sehr viel Freude finden Aquarianer in der Regel auch daran, ein Aquarium attraktiv zu gestalten – hier kann man der Fantasie relativ freien Lauf lassen und so einzigartige Unterwasserlandschaften etablieren, welche die Aufmerksamkeit eines jeden Betrachters auf sich ziehen. Nicht nur Pflanzen verleihen einem Aquarium dabei einen natürlichen und optisch reizvollen Anblick, sondern zum Beispiel auch Dekorationsgegenstände wie Wurzeln und Steine. Zudem stellt sich beim Einrichten eines Aquariums immer auch die Frage, wie mit der Rückwand des Beckens verfahren werden soll: Sie ist oft eine Schwachstelle, wenn es um eine attraktive Gestaltung geht, da sich hinter ihr häufig Schläuche und Kabel befinden, die für die Filteranlage, die Beleuchtung etc. benötigt werden. Dieses Equipment gilt es, geschickt zu verbergen. Was es bei der Verwendung von Wurzeln und Steinen als Dekorationsgegenstände und bei der Gestaltung der Rückwand eines Aquariums zu beachten gibt, erfahren Sie in drei separaten Texten. Vorneweg möchten wir uns aber den Fragen stellen, was man grundsätzlich bei der Auswahl an Dekorationsgegenständen für ein Aquarium beachten sollte, welche weiteren Dekoartikel es abseits von Wurzeln und Steinen gibt und wie sinnvoll Veränderungen der Einrichtung bei bereits eingefahrenen Aquarien sind.

Dekogegenstände sorgfältig auswählen

Die sorgfältige Auswahl an Dekorationsgegenständen ist nicht nur sinnvoll, um ein harmonisches Gesamtbild zu erzeugen, sie ist auch erforderlich, um Beeinträchtigungen der Wasserqualität zu vermeiden. Insbesondere Kinder könnten schnell auf die Idee kommen, dass auch das eine oder andere lustige Accessoire, das sich im Kinderzimmer oder sonst wo finden lässt, in einem Aquarium versenkt werden könnte. Vor solchen Versuchen ist natürlich ausdrücklich zu warnen: Ist nicht bekannt, aus welchen Stoffen bestimmte Dekoartikel bestehen, kann auch nicht geklärt werden, ob diese sich im Wasser lösen und ggf. zu einer Gefahr für die Tiere und Pflanzen in einem Aquarium werden können. Somit sollten nur Dekorationsgegenstände Verwendung finden, die für den Einsatz im Aquarium konzipiert wurden.

Wichtig ist es zudem, dass die Einrichtung eines Aquariums nicht nur dem Besitzer gefallen muss, sondern auch den Tieren, die in dem Becken leben sollen. Der Aquarianer ist also gut beraten, sich im Vorfeld über die Bedürfnisse der Tiere, die er später halten möchte, zu informieren, und diese Erkenntnisse in die Gestaltung des Beckens mit einfließen zu lassen. Manche Tiere benötigen zum Beispiel einen sehr großzügigen Schwimmbereich, andere leben lieber versteckt und sollten sich somit zwischen Wurzeln, Steinen und Pflanzen bei Bedarf zurückziehen können. Auch die Größe der gewählten Einrichtungsgegenstände muss natürlich stimmen. Nicht selten kommt es vor, dass man in einem Aquaristikfachgeschäft zum Beispiel eine besonders schöne Wurzel findet, die sich zu Hause angekommen allerdings als viel zu ausladend für das eigene Aquarium erweist. Wer sich Umtauschaktionen ersparen möchte, misst den ausgewählten Dekogegenstand daher besser ab oder hält ihn im Geschäft neben ein Aquarium, das eine ähnliche Größe wie das eigene aufweist. Zu berücksichtigen ist dabei auch, welche anderen Dekogegenstände sich bereits im Aquarium befinden und dort auch verweilen sollen.

Das Angebot an Dekorationsgegenständen

Das Angebot an Dekorationsgegenständen, die für das Aquarium bestimmt sind, ist enorm groß. Steine und Wurzeln sind dabei die zeitlosen Klassiker, die sich selbstverständlich besonders gut in einem Aquarium machen, das den natürlichen Lebensraum der jeweiligen Tiere nachahmen soll. Es gibt aber auch sehr ausgefallene Dekorationsgegenstände, die manche Personen auch durchaus als kitschig bezeichnen würden – angefangen von Schiffsruinen über Schatztruhen bis hin zu künstlichen Totenköpfen. Solange sichergestellt werden kann, dass solche Dekoartikel keine schädlichen Stoffe enthalten, ist es eigentlich nur eine Frage des Geschmacks, ob man solche Dekorationen in das eigene Aquarium integrieren möchte. Bei vielen Aquarianern ist mittlerweile aber der Trend zum Naturaquarium angekommen, sodass Steine und Wurzeln sicherlich die wichtigsten Dekoartikel für Aquarien sind. Aufgrund der nicht geringen Preise, die allerdings auch solche natürlichen Dekogegenstände aufweisen, fühlt sich manch ein Aquarianer dazu verleitet, einfach selbst Steine und Wurzeln bzw. Totholz für sein Aquarium zu sammeln. Die Umsetzung dieses Vorhabens ist allerdings nicht in jedem Fall zu empfehlen – mehr zu dieser Problematik erfahren Sie in den separaten Texten, die wir jeweils zum Thema Wurzeln und zum Thema Steine bereitstellen.

Einrichtung ändern – wann und wie?

Die Einrichtung eines neuen Aquariums sollte immer gut geplant sein. Am besten macht man sich einen detaillierten Plan, bevor man wirklich loslegt. Wer planvoll an die Sache herangeht, profitiert davon, dass er später aller Wahrscheinlichkeit nach keine großen Veränderungen mehr vornehmen muss. Dies spart nicht nur Zeit, sondern sorgt auch dafür, dass die späteren Bewohner des Aquariums nicht unnötig gestört werden und ein harmonisches Leben in dem Aquarium führen können. Natürlich kann man auch die Gestaltung eines bereits eingefahrenen und mit Tieren besetzten Aquariums noch leicht verändern – hierbei muss man aber sehr sensibel vorgehen und von zu großen Veränderungen eher absehen. Einzelne neue Pflanzen einzubringen, einen Stein oder eine Wurzel, sollte kein großes Problem sein. Um neue Pflanzen wird man im Laufe der Zeit aller Wahrscheinlichkeit nach sogar gar nicht herumkommen – sei es, da die alten schwächeln oder zu stark gewachsen sind, sodass Beschneidungen nicht mehr die gewünschte Ausdünnung erreichen können. Möchte man aber zum Beispiel den Bodengrund komplett verändern und/oder weitere zeitaufwendige Veränderungen vornehmen, ist es am besten, die Aquarientiere in ein anderes Becken, das bereits eingefahren sein muss, umzusetzen – und dies ist natürlich ein ziemlicher Aufwand und bedeutet für die Aquarienbewohner Stress. Aus diesem Grunde sollte man große Veränderungen, wenn sie nicht unbedingt notwendig sind, eher vermeiden, wenn man das Aquarium bereits mit Tieren besetzt hat.