Der Innenfilter im Aquarium

Auf eine Filterung kann man in aller Regel nicht verzichten, wenn man ein stabiles biologisches System in einem Aquarium errichten möchte. Der Filter sorgt dafür, dass Verschmutzungen aus dem Wasser entfernt werden, und bietet wertvollen Bakterien, welche diese Verschmutzungen abbauen oder umwandeln, einen guten Lebensraum. Dass ein Filter für ein Aquarium, in dem Pflanzen und Tiere gehalten werden, unerlässlich ist, steht soweit fest. Neueinsteigern in die Aquaristik stellt sich aber eine gänzlich andere Frage: Welchen Filter soll ich verwenden? Diese Fragestellung ergibt sich schnell, wenn man in einem Aquaristikladen die passende Grundausstattung für sein erstes Aquarium kaufen möchte. Hier werden unter anderem Innenfilter, Außenfilter, Bodenfilter und andere Filter mehr für das Aquarium angeboten. In diesem Text möchten wir Ihnen den Innenfilter genauer vorstellen. Dieses tun wir auch, um Ihnen die Entscheidung bei der Filterauswahl zu erleichtern. Nur wer weiß, welche Vor- und Nachteile die einzelnen Filterarten mit sich bringen, kann abschätzen, für welches Equipment eine Entscheidung lohnt.

Was ist ein Innenfilter?

Der Begriff Innenfilter ist eigentlich unzureichend. Mit diesem Begriff können grundsätzlich alle Filter bezeichnet werden, die sich bei der Verrichtung ihrer Aufgaben im Inneren des Aquariums befinden. Dementsprechend wäre zum Beispiel auch ein Bodenfilter als Innenfilter zu bezeichnen. Fast man den Begriff Innenfilter strenger, beschreibt man mit ihm allerdings eine ganz spezielle Filterart, nämlich einen Filter, der im Inneren des Beckens angebracht wird und in dessen äußerem Gehäuse innenliegende Filtermaterialien verborgen sind, die von dem Aquarienwasser durchströmt werden. Das Wasser aus dem Aquarium wird dabei angepumpt und nach der Filterung wieder in das Aquarium entlassen. Innenfilter können sehr einfach im Aquarium angebracht werden: So können sie zum Beispiel mit speziellen Hängevorrichtungen direkt an der Rückwand des Beckens befestigt werden. Damit Innenfilter ihre Dienste im Aquarium verrichten können, müssen sie mit Strom versorgt werden. Sie weisen daher ein Kabel auf, dessen Ende mit einem Stecker ausgestattet ist, der einfach in die Steckdose gesteckt wird. Innenfilter können mit unterschiedlichen Filtermaterialien ausgestattet sein. Oft lässt sich auch die Leistungsfähigkeit des Innenfilters steuern.

Wann empfiehlt sich ein Innenfilter für ein Aquarium?

Der Innenfilter ist ein klassisches Einsteigerprodukt. Er ist oft Bestandteil von Aquariensets, bei denen gleich alle wichtigen Elemente wie das Becken, die Abdeckung, die Beleuchtung, die Heizung und eben auch der Filter zusammen verkauft werden. Auch wenn fortgeschrittene Aquarianer ab und an im Laufe der Jahre, in denen sie ihrem Hobby nachgehen, auf andere Filterarten umsteigen, besitzt der klassische Innenfilter ohne Frage seine Berechtigung. Er ist auch für Anfänger gut handhabbar und nicht sehr kostenintensiv. Zudem besteht bei dieser Filterart bei Störungen kein Risiko, dass Aquarienwasser aus dem Aquarium hinaustritt und außerhalb des Beckens einen Schaden anrichtet. Es gibt aber auch Gründe, die Aquarianer vor der Verwendung eines Innenfilters im eigenen Aquarium zurückschrecken lassen. Dazu gehört vor allem, dass der Innenfilter weniger sauber handzuhaben ist als beispielsweise ein Außenfilter. Entnimmt man den Innenfilter etwa zu Reinigungszwecken, muss man dieses im Aquarium selbst tun, sodass es zu unbeabsichtigten Verunreinigungen des Wassers kommen kann. Hinzu kommt, dass der Innenfilter im Aquarium nur schwer zu verstecken ist: Zumindest schemenhaft wird man ihn immer erkennen, was echte Aquarienfans als optische Beeinträchtigung wahrnehmen könnten.

Ist die Entscheidung trotz der hier benannten Nachteile dieser Filterart für einen Innenfilter gefallen, sollte man einen Innenfilter wählen, der angesichts seiner Leistungsfähigkeit der Größe des jeweiligen Aquariums entspricht. Bei einem recht großen Aquarium kann es aber durchaus auch der Fall sein, dass ein Innenfilter überhaupt nicht mehr sinnvoll, da zu leistungsarm, ist. In diesen Fällen sollte man sich nach Alternativen erkundigen und dabei vor allem prüfen, ob nicht ein Außenfilter infrage kommt.

Innenfilter als Gefahrenquelle?

Innenfilter sind in der Regel einfach zu bedienen. Allerdings können sie in bestimmten Fällen auch zu einer Gefahr für die Aquarienbewohner werden. Sehr kleine Tiere, wie etwa der Nachwuchs von Garnelen, kann von dem Ansaugstutzen, der zu einem Innenfilter gehört, angesaugt werden. Hier gilt es, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen – etwa, indem man den Ansaugstutzen mit einem sehr feinmaschigen, aber dennoch wasserdurchlässigen Stoff überzieht. Hier können dann zwar das eine oder andere Mal größere Verschmutzungen hängen bleiben, zumindest werden aber keine Tiere verletzt oder gar getötet.

Grundsätzlich sollte auch der Aquarianer selbst vorsichtig mit dem technischen Equipment umgehen, das zu seinem Aquarium zählt. Dies gilt nicht nur bei Innenfiltern, sondern mindestens auch bei jedem weiteren Zubehör, das mit Strom betrieben wird. Müssen im Aquarium selbst Veränderungen durchgeführt werden, die es notwendig machen, dass man mit den Händen in das Aquarium eintaucht, sollten zuvor alle Kabel gezogen werden. Wasser und Strom sind eine gefährliche Mischung, die bei Defekten an den einzelnen Geräten schlimme Auswirkungen haben könnte.

Innenfilter pflegen

Natürlich sollte man in regelmäßigen Abständen immer kontrollieren, ob der Innenfilter noch richtig funktioniert. Wie bei jedem technischen Gerät können auch bei einem Innenfilter einmal Defekte auftreten. Entdeckt man diese Defekte nicht und wird das Wasser in dem Aquarium nicht mehr gefiltert, kann sich die Wasserqualität bereits in kurzer Zeit rapide verschlechtern. Aber nicht nur die Überprüfung der Funktionsfähigkeit an sich ist Pflicht bei der Pflege des Innenfilters. Ab und an muss auch diese Filterart gereinigt werden. Wie oft man einen Innenfilter reinigen sollte, kann nicht pauschal gesagt werden. Hier gilt es, die individuellen Bedingungen im eigenen Aquarium zu berücksichtigen sowie zu wissen, dass ein zu häufiges und zu intensives Reinigen kontraproduktiv sein kann. Hierbei würde man Gefahr laufen, die wichtigen Bakterien, die sich im Innenfilter ansammeln, zu stark zu dezimieren, sodass das biologische System gestört würde. Aus diesem Grunde empfiehlt es sich auch, Filtermaterial nur mit Aquarienwasser, das zum Beispiel bei einem Teilwasserwechsel abgepumpt wurde, leicht abzuspülen.