Thermofilter – Filter und Heizung kombiniert

Wer das Hobby Aquaristik für sich entdeckt hat, ist in der Regel naturbegeistert. Ein Aquarium bleibt zwar immer ein künstliches System, dennoch ist es Ziel vieler Aquarianer, dieses möglichst natürlich zu gestalten. Es kommen naturgetreue Dekorationsgegenstände zum Einsatz und Pflanzen werden mit viel Liebe gepflegt. Eines lässt sich aber nur bedingt ändern: Ein Aquarium kommt in aller Regel nicht ohne entsprechende Technik aus. Wichtig ist hier vor allem ein Filter und häufig auch eine Heizung bei entsprechendem Tier- und Pflanzenbesatz. Beides kann in ein Aquarium integriert werden. Hierbei muss man sich allerdings damit abfinden, dass eventuell Teile des technischen Equipments sichtbar bleiben.

Wer dies verhindern möchte, kann in Sachen Filter auf einen Außenfilter ausweichen. Für Aquarianer, die noch einen Schritt weitergehen und auch die Heizung aus dem Aquarium verbannen möchte, können unter Umständen sogenannte Thermofilter infrage kommen. Hierbei handelt es sich um Außenfilter, die mit einer Heizung kombiniert sind. Im Folgenden erfahren Sie mehr über Thermofilter – wir gehen dabei auf Kosten, optische Aspekte, die Wärmeverteilung und den Platzbedarf ein.

Kosten für einen Thermofilter

Stellt man einen Kostenvergleich zwischen einerseits Thermofilter und andererseits Innenfilter plus Stabheizung an, kommt man in der Regel zu dem Ergebnis, dass ein Thermofilter kostspieliger ist. Dies ist nicht zwingend als Grund gegen den Thermofilter zu werten – es gilt vielmehr eine Abwägung zu treffen, ob die zu erwartenden Vorteile eines Thermofilters im individuellen Fall die höheren Kosten rechtfertigen.

Vor einem Kauf sollte zudem geklärt werden, ob beim Ausfall einer Komponente – Heizung oder Filter – der gesamte Thermofilter auszutauschen oder aber durch Ersatzteile zu reparieren ist. Wäre Letzteres nicht der Fall, könnte sich die Kostenbilanz bei einem Thermofilter mit etwas Pech verschlechtern.

Die Optik: weniger Technik im Becken

Vorteilhaft an einem Thermofilter ist ohne Frage, dass sowohl Filter als auch Heizung nicht direkt im Becken angebracht werden müssen. Dies ist optisch sehr attraktiv, aber mitunter auch in Hinblick auf die Aquarientiere sinnvoll. Rein theoretisch können nämlich auch von einem Innenfilter und einer Stabheizung Verletzungsgefahren ausgehen. Bei der Stabheizung ist dieses Risiko gegeben, da sie an ihrer direkten Oberfläche, die für Tiere erreichbar bleibt, auch einmal recht heiß werden kann.

Etwas Technik wird aber auch bei Verwendung eines Thermofilters im Becken verbleiben müssen: so mitunter auch ein Temperaturfühler, der bei manchen Modellen benötigt wird, um die Heizleistung zu steuern.

Wärmeverteilung im Becken bei Nutzung eines Thermofilters

Auch versprechen sich viele Aquarianer von einem Thermofilter eine bessere Wärmeverteilung im Aquarium. Dieser Gedanke ist naheliegend: Schließlich strömt das schon erwärmte Wasser aus dem Filter aus und kann sich so gut in dem Aquarium verteilen. Dennoch ist es – je nach Becken – nicht auszuschließen, dass eine Kombination aus Innenfilter und klassischer Stabheizung ebenfalls ausreichen kann, wenn beides im Aquarium nah beieinander platziert wird.

Ist eine erwünschte bessere Wärmeverteilung der Hauptgrund für die Entscheidung für einen Thermofilter, sollte man ab und an überprüfen, ob dieser Effekt im individuellen Fall wirklich stark genug ist.

Platzbedarf eines Thermofilters

Korrekt ist, dass man sich durch den Einsatz eines Thermofilters optisch wenig attraktive Filter und Heizstäbe im Aquarium sparen kann. Hier punktet der Thermofilter uneingeschränkt. Dennoch benötigt auch ein Thermofilter Platz. Dieser muss außerhalb des Beckens zur Verfügung stehen. Der Filter wird dabei am besten so platziert, dass er mindestens von der Seite, von der man am häufigsten in das Aquarium blickt, nicht zu sehen ist.

Zwar ist ein Thermofilter in der Regel kein Monstrum, soll ein bestehendes Aquarium allerdings nachträglich mit einem solchen Filter ausgestattet werden, muss man sich schon überlegen, ob hierfür ausreichend Platz in der Nähe des Beckens vorhanden ist. Diese Überlegung ist kein Aspekt, der einem Thermofilter seine Nützlichkeit abspricht. Sie muss schlichtweg aus praktischen Gründen angestellt werden.