Fly-Fluss-Regenbogenfisch
- lat. Melanotaenia sexlineata -

Haltung: einfach
Zucht: einfach
Größe: 6 bis 7cm
Temperatur: 22 bis 25°C
PH:
GH:
KH:

Der Fly-Fluss-Regenbogenfisch - Melanotaenia sexlineata

Der Fly-Fluss-Regenbogenfisch stammt aus dem oberen Einzugsgebiet des Fly Rivers in Papua Neuguinea: dort lebt er in huminstoffreichen, sauren Regenwaldbächen, lässt sich im Aquarium aber auch bei mittelhartem, neutralem bis leicht alkalischem Wasser halten und züchten. Der Artname sexlineata ist etwas irreführend: Es können weniger oder auch mehr als sechs Längsstreifen sein, die sich in den Flanken zwischen den Schuppenreihen hinziehen.

Eine Gruppe von Fly-Fluss-Regenbogenfischen
Foto: Dirk Goldlinsky, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported

Verbreitung und Lebensraum des Fly-Fluss-Regenbogenfischs

Bisher ist der Fly-Fluss-Regenbogenfisch nur in den Bächen im Einzugsgebiet des oberen Fly-Flusses in der Nähe von Kiunga/Papua Neuguinea gefunden worden. Dort besiedelt er langsam fließende, Schwarzwasser führende Bächen im Regenwald auf rund 100m ü.NN. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt hier bei etwa 25°C, das Wasser war leicht sauer mit pH-Werten zwischen 6,1 und 6,5.

Merkmale, Form und Färbung

Die Körpergrundfärbung des Fly-Fluss-Regenbogenfisch reicht von gold-gelb bis zu einem bronzeglänzenden Grünton. In den Flanken sieht man zwischen jeder Schuppenreihe dunkelrote bis schwarze schmale Linien, insgesamt können es zwischen 5 und 8 solcher Farbstreifen ein. Der wissenschaftliche Artname sexlineata, sowie der zweite geläufige deutsche Artname Sechsstreifen-Regenbogenfisch trifft also nicht immer zu. Zusätzlich fällt ein horizontaler dunkler Fleck direkt über dem Brustflossenansatz auf. Bei den Männchen nehmen die Lippen oft eine leuchtend rote Farbe an. Die Weibchen sind weniger intensiv gefärbt und ihre erste Rückenflosse bleibt kürzer als bei den Männchen.

Haltung des Fly-Fluss-Regenbogenfischs im Aquarium

Der Fly-Fluss-Regenbogenfisch ist auch für die Haltung in kleineren Aquarien geeignet. Er ist ein friedlicher Schwarmfisch. Er lässt sich am besten in einer Gruppe von wenigstens 6 bis 10 Fischen pflegen. Da er aus tief im Schatten der Ufervegetation liegenden Waldbächen stammt, sollte man auch im Aquarium die Beleuchtung durch flotierende und schwimmende Wasserpflanzen dämpfen. Ebenso trägt ein dunkler Bodengrund zum Wohlbefinden der Fische bei; zudem kommen dann seine leuchtend irisierenden Körperfarben am besten zur Geltung. Der Fly-Fluss-Regenbogenfisch stammt zwar aus huminstoffreichen, sauren Gewässern, toleriert im Aquarium aber auch mittelhartes Wasser bis zu einem pH-Wert von etwa 7,5. Auch dieser Regenbogenfisch ist ein Allesfresser, dem man neben Trocken- und Lebendfutter (vor allem Mücken- und andere Insektenlarven) auch hin und wieder pflanzliche Zusatzkost anbieten muss.

Nachzucht des Fly-Fluss-Regenbogenfischs

Gut konditionierte Fly-Fluss-Regenbogenfische sind nicht schwierig zu vermehren. Wie man dies von vielen anderen Regenbogenfischarten kennt, so sind auch die Weibchen des Fly-Fluss-Regenbogenfisches Dauerbrüter, d.h. sie sind bei der Fortpflanzung nicht an bestimmte Jahreszeiten gebunden. Das Weibchen kann über einen längeren Zeitraum Tag für Tag einige wenige Eier legen. Dazu bietet man Javamoos oder andere feinfiedrige Wasserpflanzen als Laichsubstrat an. Die Larven schlüpfen nach etwa 10 Tagen. Auch im Vergleich zu anderen Regenbogenfischen sind die Jungfische nach Beendigung des Dottersackstadiums noch winzig klein. Man füttert sie in den ersten Tagen mit Infusorien, später mit Artemia-Nauplien und Enchyträen. Einige erfahrene Regenbogenfisch-Züchter empfehlen nur Fische zum Zuchtansatz auszuwählen, deren horizontale schwarzen oder roten Linien vollständig entwickelt sind, da sonst das Linienmuster mit der Zeit völlig verlorengeht.