Gabelschwanz-Blauauge
- lat. Pseudomugil furcatus -

Haltung: einfach
Zucht: einfach
Größe: 4,5 bis 6cm
Temperatur: 22 bis 26°C
PH: 7 bis 8
GH:
KH:

Das Gabelschwanz-Blauauge - Pseudomugil furcatus

Das Gabelschwanz-Blauauge gehört zur Familie der Blauaugen (Pseudomugilidae), die früher als Unterfamilie der Regenbogenfische angesehen wurde. Die Art stammt aus den Tieflandbächen Papua Neuguineas und ist im Aquarium in einem kleinen Schwarm einfach zu pflegen und zu vermehren. Die Elterntiere stellen jedoch ihrem Nachwuchs nach, sodass die Jungfische getrennt aufgezogen werden sollten.

Männchen des Gabelschwanz-Blauauges
Foto: Dirk Goldinski, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported

Verbreitung und Lebensraum des Gabelschwanz-Blauauges

Das Gabelschwanz-Blauauge kommt im Tiefland und in der Küstenebene Papua Neuguineas zwischen der Dyke Ackland Bay und der Collingwood Bay vor. Man findet diese Blauaugen-Art vor allem in kleineren, sauberen Bächen des Regenwaldes. Dort liegen die Wassertemperaturen zwischen 24 und 26°C bei pH-Werten zwischen 7 und 8.

Merkmale, Form und Färbung

Gabelschwanz-Blauaugen haben einen langgestreckten Körper. Typische Charakteristika dieser Blauaugenfische sind die blaue Iris der Augen, eine orange-gelbe Brustregion und die gelben Flossen. Bei dieser Blauaugenart ist die Schwanzflosse besonders tief gegabelt. Die gelblich gefärbte Schwanzflosse wird von einem schwarzen Rand eingerahmt. Das unterscheidet sie von ihrer Schwesterart, dem Popondetta Blauauge Pseudomugil connieae, dem dieser schwarze Saum fehlt. Bereits nach einem halben Jahr zeigt sich bei den Gabelschwanz-Blauaugen ein ausgeprägter Geschlechtsdimorphismus: Die Männchen sind intensiver gefärbt und haben im Vergleich zu den Weibchen eine deutlich längere Rückenflosse.

Haltung des Gabelschwanz-Blauauges im Aquarium

Das Gabelschwanz-Blauauge ist einfach zu pflegen und zu vermehren. Obwohl diese Fische relativ klein bleiben, sind sie sehr lebhaft und brauchen deshalb viel Freiraum zum Schwimmen in einem entsprechend großen Aquarium. Diese Fische sind gesellig und sollten deshalb in einem kleinen Schwarm von 10 Exemplaren gehalten werden.

Nachzucht des Gabelschwanz-Blauauges

Um in Laichstimmung zu kommen, sollten die Gabelschwanz-Blauaugen gut und abwechslungsreich, d.h. vor allem mit Lebendfutter gefüttert werden. Die Weibchen legen - verteilt über mehrere Tage - immer wieder einige wenige Eier an Wasserpflanzen ab. Diese Eier haben kurze Haftfäden, mit denen sie an den Pflanzen kleben bleiben. Je nach Wassertemperatur schlüpfen die Larven nach 2 bis 3 Wochen. Im Gegensatz zu den Regenbogenfischen stellen Blauaugen ihrem Nachwuchs nach. Deshalb sollte man die Elterntiere rechtzeitig aus dem Aufzuchtbecken entfernen. Sobald der Dottersack aufgezehrt ist und die Jungfische frei umherschwimmen, werden sie mit feinstem Lebendfutter wie Infusorien, Artemia-Nauplien und Staubfutter versorgt.