Gefleckter Regenbogenfisch
- lat. Glossolepis maculosus -

Haltung: mittel
Zucht: schwierig
Größe: 6 bis 7cm
Temperatur: 25 bis 28°C
PH: 7 bis 8
GH:
KH:

Der Gefleckte Regenbogenfisch - Glossolepis maculosus

Der Gefleckte Regenbogenfisch ist unter Liebhabern der Regenbogenfische heiß begehrt, wird aber nicht oft im Handel angeboten und ist auch nicht einfach zu pflegen und nachzuzüchten. Er ist zwar friedlich, aber schreckhaft und reagiert empfindlich auf Stresssituationen. Daher pflegt man ihn am besten im dicht bepflanzten Artbecken. Nach der Eiablage werden die Nachkommen in einem separaten Becken aufgezogen, bei guter Fütterung wachsen sie schnell heran und sind bereits mit 6 Monaten geschlechtsreif.

Gefleckter Regenbogenfisch
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Verbreitung und Lebensraum des Gefleckten Regenbogenfischs

Der Gefleckte Regenbogenfisch stammt aus dem Norden von Papua-Neuguinea. Dort lebt er im Einzugsgebiet des Markham- und Ramu River Systems und besiedelt langsam fließenden, kleinere Bäche und dicht mit Pflanzenwuchs besetzte, stehende Gewässer.

Merkmale, Form und Färbung

Der Gefleckte Regenbogenfisch hat, wie alle 5 Arten der Gattung Glossolepis, Schuppen mit einem gezackten Hinterrand. Er steht jedoch den Melanotaenia-Regenbogenfischen näher als die anderen Glossolepis-Arten. Die Grundfärbung des Gefleckten Regenbogenfisches ist ein leicht bronzenes, helles Grün. Die Schuppen sind blass blau irisierend. Die dunkle Längsbinde ist bei dieser Art auf einige dunkle Flecken reduziert, wobei die Anordnung und die Anzahl der Flecken individuell variieren kann. Sie kann so bei ein und demselben Fisch zwischen linker und rechter Körperseite unterschiedlich ausfallen. Die untere Körperpartie ist weißlich gefärbt, nimmt aber zur Schwanzflosse einen leicht gelblich Farbton an. Die Flossen sind grünlich-blau gefärbt und haben einen dunklen Rand. Die Weibchen sind etwas schlichter gefärbt als die Männchen, und im Gegensatz zu den Männchen haben sie abgerundete Flossen, die nicht wie bei den Männchen spitz auslaufen.

Haltung des Gefleckten Regenbogenfischs im Aquarium

Der Gefleckte Regenbogenfisch braucht ein dicht bepflanztes Aquarium. Er ist ein friedlicher Schwarmfisch, der aber sehr empfindlich auf Stress jeglicher Art reagiert. Daher hält man ihn besser im Artbecken, als in einem Gesellschaftsaquarium. Für einen kleinen Schwarm mit 10 bis 15 Fischen rechnet man mit einem Aquarium von 100cm Länge. Zum Wohlbefinden trägt auch ein regelmäßiger Wasserwechsel bei, bei dem sich die Wasserwerte aber nicht abrupt ändern dürfen. Er ist ein Allesfresser.

Nachzucht des Gefleckten Regenbogenfischs

Zur Nachzucht setzt man Gefleckte Regenbogenfische paarweise oder besser in einer Gruppe zusammen, wobei die Weibchen in Überzahl sein sollten. Diese Fische dürfen aber noch nicht allzu alt sein, mit jüngeren Fischen gelingt die Nachzucht besser und die Weibchen sind produktiver. Auch Glossolepis maculosus ist wie alle Regenbogenfische ein Freilaicher. Die Weibchen legen ihre Eier an Wasserpflanzen ab, wo sie kleben bleiben. Als Laichsubstrat bietet man den Fischen feinfiedrige Wasserpflanzen wie Javamoos oder Cabomba. Die Eier werden nach der Ablage am besten mitsamt Laichsubstrat aus dem Ablaichbecken herausgenommen und in eine Glasschale oder ein kleines Aufzuchtbecken gesetzt. Bei Wassertemperaturen zwischen 25 und 26°C schlüpfen die Fischlarven nach rund 10 Tagen. Die Fischbrut ist anfangs sehr winzig, wächst aber nach Aufzehrung des Dottersacks und guter Fütterung mit Infusorien, Staubfutter, Eipulver, später mit Artemia-Nauplien sehr rasch heran. Oft wird Trockenfutter aber von den Jungfischen verweigert. Schon mit einem halben Jahr können die Jungfische bei einer Körperlänge von 4cm die Geschlechtsreife erreichen.