Großflossen-Regenbogenfisch
- lat. Melanotaenia splendida -

Haltung: einfach
Zucht: einfach
Größe: 12 bis 15cm
Temperatur: 20 bis 30°C
PH: 5,3 bis 8,5 / opt. 6,5 bis 7,5
GH:
KH:

Der Großflossen-Regenbogenfisch - Melanotaenia splendida

Von Großflossen-Regenbgenfischen im Plural ist hier die Rede, da es sich um 5 Unterarten von Melanotaenia splendida handelt, die sich in ihnen Verbreitungsgebieten in Australien, bzw. Irian Jaya und Papua Neuguinea, aber auch in Körpergröße und –färbung deutlich voneinander unterscheiden. Glücklicherweise scheinen sie sich in ihren Haltungsbedingungen kaum voneinander zu unterscheiden, was aber auch daran liegen kann, dass in unseren Aquarien wahrscheinlich kaum noch reinrassige Unterarten zu finden sind. Großflossen-Regenbogenfische sind leicht zu pflegen und äußerst produktive Freilaicher.

Großflossen-Regenbogenfisch
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Verbreitung und Lebensraum des Großflossen-Regenbogenfischs

Vom Großflossen-Regenbogenfisch kennt man 5 Unterarten, die in unterschiedlichen, weit auseinanderliegenden Regionen vorkommen: Der Westliche Großflossen-Regenbogenfisch Melanotaenia splendida australis kommt in verschiedenen Farbschlägen vor und zwar zum einen in der Pilbara-Region in Westaustralien, in der Kimberley Region in Nordwestaustralien und im Northern Territory von Australien. Der Gescheckte Regenbogenfisch Melanotaenia splendida inornata lebt in den Gewässern im Westen der Cape York Halbinsel, aber auch in der Umgebung von Darwin im Northern Teritory. Der Rotgestreifte Regenbogenfisch Melanotaenia splendida rubrostriata kommt in den Gewässern im Süden von Irian Jaya rund um die Etnay Bay bis zum Gebiet östlich des Aramia Rivers in Papua Neuguinea, aber auch auf den Aru-Inseln vor. Der Östliche Großflossenregenbogenfisch Melanotaenia splendida splendida kommt in sehr unterschiedlichen Gewässertypen im Osten Australiens vor, und zwar in einem Gebiet zwischen dem Daintree River im Norden bis südlich von Glastone vor. Der Wüsten-Großflossenregenbogenfisch Melanotaenia splendida tatei kommt im Inneren Australiens in den Gewässern des Beckens rund um den Lake Eyre cor.

Merkmale, Form und Färbung

Vom Großflossen-Regenbogenfisch gibt es 5 Unterarten, von denen 4 ziemlich groß werden. Der Westliche Großflossen-Regenbogenfisch Melanotaenia splendida australis wird bis zu 12m groß. Er kommt in vielen Farbschlägen vor. Die Körpergrundfärbung reicht von einem hellen Olivbraun bis zu dunkelbrauen Tönen, die Rückenpartie ist dunkler, die Bauchseite heller bräunlich bis weißlich gefärbt. Die schwarze Längsbinde reicht vom Hinterrand des Auges bis zur Basis der Schwanzflosse. Mitunter ist dieser Längsstreifen nur angedeutet oder kann bei einigen Populationen auch ganz fehlen. In der hinteren Körperpartie sind bis zu 5 schwarze Linien zu erkennen. Die Flossen haben eine gelbe oder rötliche Farbe und sind oft zusätzlich rot gefleckt.

Der Gescheckte Großflossen-Regenbogenfisch Melanotaenia splendida inornata wird bis 15cm groß und ist die Unterart mit der größten Afterflosse und der größten zweiten Rückenflosse. Ältere Männchen sind ausgesprochen hochrückig. Die Rückenpartie ist bräunlich, die Bauchseite silbern bis weißlich gefärbt. Die Schuppenreihen sind oben und unten von einem bräunlich roten oder schwarzen Längsstreifen eingefasst. Die Schuppen selbst irisieren teilweise bläulich oder grünlich blau. Rücken- und Afterflossen sind rotbraun gefärbt und haben zahlreiche gelb glänzende Flecken.

Der Rotgestreifte Großflossen-Regenbogenfisch Melanotaenia splendida rubrostriata wird ebenfalls bis zu 15cm groß. Bei dieser Unterart zeigen die Männchen zur Balz breite, rote Streifen, die sich über den ganzen Körper hinziehen. Diese Unterart hat eine bläulich silberne Grundfärbung mit einem olivfarbenen Rücken und einem eher grünlichen Bauch. In den Körperflanken haben die Schuppenreihen rote oder bräunliche Punkte, die sich zu Längsbinden ergänzen. Diese Punktreihen nehmen mit zunehmendem Alter der Fische an Intensität zu. After-, Schwanz- und Rückenflossen sind rot und gelb marmoriert.

Auch der Östliche Großflossen-Regenbogenfisch Melanotaenia splendida splendida wird 15cm groß, an den Randgebieten seiner Verbreitung werden weitere Formen gebildet. Da diese Unterart aufgrund ihres großen Verbreitungsgebietes viele lokale Rassen bildet, ist eine allgemeine Beschreibung der Körperfärbung fast unmöglich. Die meisten Fische haben eine bräunliche bis bläuliche Grundfärbung mit einer dunkleren Rückenhälfte und einer weißlichen Bauchseite. After-, Schwanz- und Rückenflossen sind häufig schwarz gepunktet.

Schließlich der Wüsten-Großflossen-Regenbogenfisch Melanotaenia splendida tatei, ebenfalls 15cm groß, sieht dem Gescheckten Großflossen-Regenbogenfisch ähnlich, bleibt aber schlanker. Die Körpergrundfärbung ist in der Regel ein Gelbgrün mit schwach ausgeprägten schmalen Längsstreifen. Die Schuppen sind bräunlich gerändert.

Haltung des Großflossen-Regenbogenfischs im Aquarium

Großflossen-Regenbogenfische sind einfach zu halten. Sie brauchen jedoch ein großes Becken mit ausreichend Freiraum zum Schwimmen, aber auch einer stellenweise dichten Bepflanzung. Trotz ihrer für Regenbogenfische stattlichen Größe gehören sie zu den friedlichsten Vertretern ihrer Gattung. Selbst kleinste Beckengenossen bleiben unbehelligt. Allerdings sind die Großflossen-Regenbogenfische sehr schreckhaft. Man beobachtete bereits, wie aufgescheuchte große Männchen so kräftig durchs Aquarium schossen, dass dabei Thermostat und Abdeckscheibe zu Bruch gingen. Dabei können sich die Fische verletzen, und da diese Wunden schlecht heilen und stattdessen verpilzen, können die Tiere daran zugrunde gehen.

Nachzucht des Großflossen-Regenbogenfischs

Großflossen-Regenbogenfische sollte man wie andere Regenbogenfischarten auch nicht paarweise, sondern im Schwarm ablaichen lassen. Großflossen-Regenbogenfische sind wie alle Vertreter der Gattung Melanotaenia Freilaicher. Der Laich wird vom Weibchen über mehrere Tage bis zu 4 Wochen abgegeben, pro Tag jeweils nur wenige, aber verhältnismäßig große Eier. Während dieser Zeit kann allein ein Weibchen bis zu 500 Eier produzieren. Diese Eier haben Haftfäden und bleiben damit an den Wasserpflanzen kleben. Je nach Temperaturverhältnissen schlüpfen die Fischlarven nach 5 bis 10 Tagen.