Schwarzband-Regenbogenfisch
- lat. Melanotaenia duboulayi -

Haltung: einfach
Zucht: einfach
Größe: 8 bis 9cm
Temperatur: 20 bis 30°C / opt. 22 bis 24°C
PH: 5,5 bis 9
GH:
KH:

Der Schwarzband-Regenbogenfisch - Melanotaenia duboulayi

Der Schwarzband-Regenbogenfisch kommt in mehreren getrennten Regionen Australiens vor. Diese geographischen Rassen unterscheiden sich in Größe und Färbungsmuster, allerdings sind diese Unterschiede durch Vermischung im Laufe der Aquarienhaltung verloren gegangen. Der Schwarzband-Regenbogenfisch ist einfach zu pflegen und äußerst produktiv bei der Nachzucht. Obwohl er zeitweise auch kühlere Temperaturen verträgt, die auch die Fortpflanzungsbereitschaft stimulieren können, sollten plötzliche Temperaturwechsel unbedingt vermieden werden.

Schwarzband-Regenbogenfische
Foto: Roan Art, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported

Verbreitung und Lebensraum des Schwarzband-Regenbogenfischs

Der Schwarzband-Regenbogenfisch kommt in 4 weit auseinanderliegenden Gebieten vor: An der Spitze der Cape York Halbinsel, auf der Groote Island im Golf von Carpentaria, im Norden des Northern Territory und im Osten der Kimberley Region in Westaustralien. Er ist vor allem in kleineren Fließgewässern, aber auch in Flüssen zu finden, wo er stellenweise sogar bis in die Brackwasserzone vordringt. Aufgrund seines Verbreitungsmusters in Nordaustralien wird vermutet, dass der Schwarzband-Regenbogenfisch auch im Süden von Papua Neuguinea vorkommen müsste. Die Aborigines nennen diesen Fisch Yalgunda. Der gültige wissenschaftliche Name des Schwarzband-Regenbogenfisches ist Melanotaenia duboulayi; in der Aquarienliteratur wird er aber stellenweise noch unter seinem alten, jetzt ungültigen Synonym M. nigrans geführt.

Merkmale, Form und Färbung

Der Schwarzband-Regenbogenfisch wird auch einfach Großer Regenbogenfisch genannt, obwohl er mit maximal 9cm eher zu den kleineren oder mittelgroßen Regenbogenfischen gehört, hat eine für die Art charakteristische schwarze Längsbinde, die beim Männchen kräftiger ausgeprägt ist als beim Weibchen. Rücken und Bauch schimmern bläulich irisierend, die paarigen Flossen sind eher gelblich gefärbt. Die After-, Schwanz- und Rücken-Flossen des Männchens sind auffallend blau gefärbt, die des Weibchens sind dagegen nahezu durchscheinend farblos. Außerdem bleiben die unpaarigen Flossen der Weibchen kleiner. Zudem haben die Weibchen einen schlankeren Schwanzstiel als die Männchen. Diese Regenbogenfischart behält auch im Alter ihre schlanke, lang gestreckte Körperform. Als diese Regenbogenfischart in den 1930-ziger Jahren in Deutschland eingeführt wurde, tauchten kurz hintereinander 2 verschiedene Farbschläge auf, die sich auch in der maximalen Körpergröße von 6cm, bzw. 9cm deutlich voneinander unterschieden. Die größeren Tiere haben eine grünliche Körperfarbe mit schwarz-rotgerandeten Flossen, die kleinere Form hat dagegen intensiv rote Flossenspitzen. Leider wurden beide Varianten, die vermutlich aus unterschiedlichen Verbreitungsgebieten stammen, im Laufe der langjährigen Nachzucht unter Aquarienbedingungen miteinander vermischt.

Haltung des Schwarzband-Regenbogenfischs im Aquarium

Die Pflegebedingungen des Schwarzband-Regenbogenfisches entsprechen weitgehend denen des Doppelstreifen-Regenbogenfisches. Der Schwarzband-Regenbogenfisch ist einfach zu pflegen und ausgesprochen friedlich, sodass er auch gut mit anderen, ebenso friedlichen Zierfischarten zusammen gehalten werden kann. Er fühlt sich bei Wassertemperaturen zwischen 22 und 24°C am wohlsten. Beim regelmäßigen Wasserwechsel sollte ein plötzlicher Temperaturabfall unbedingt vermieden werden.

Nachzucht des Schwarzband-Regenbogenfischs

Der Zuchtverlauf entspricht den allgemeinen Gattungsmerkmalen. Bei abwechslungsreicher Fütterung nicht nur mit Trockenfutter, sondern auch Mückenlarven und Fruchtfliegen erweisen sich die Schwarzband-Regenbogenfische als äußerst produktiv. Die Fische können zur Zucht paarweise oder im Schwarm gehalten werden. Die optimale Wassertemperatur für die Nachzucht liegt zwischen 24 und 28°C. Die Elterntiere stellen ihren Jungen nicht nach. Aber unter den Jungfischen, die unterschiedlich schnell heranwachsen, kann es immer wieder zu Kannibalismus kommen, auch wenn die Tiere gut gefüttert werden.