Zwergregenbogenfisch
- lat. Melanotaenia maccullochi -

Haltung: einfach
Zucht: einfach
Größe: 3 bis 7cm
Temperatur: 20 bis 30°C / opt. 25 bis 29°C
PH:
GH: über 10°dGH
KH:

Der Zwergregenbogenfisch - Melanotaenia maccullochi

Der Zwergregenbogenfisch stammt aus Nordaustralien und Papua Neuguinea und gehört mit Körperlängen zwischen 3 und 7cm zu den kleinen Vertretern der Gattung Melanotaenia. Auch in der Körperfärbung gibt es regionale Unterschiede. Haltung und Nachzucht unter Aquarienbedingungen gleichen jedoch denen anderer Regenbogenfische. Ein kleines Becken mit Bepflanzung und Schwimmraum ist für eine Gruppe von Zwergregenbogenfischen ausreichend. Zu ihrem Wohlbefinden tragen eine leichte Wasserströmung und Morgensonne im Aquarium bei.

Verbreitung und Lebensraum des Zwergregenbogenfischs

Der Zwergregenbogenfisch ist mit verschiedenen Formen in weit auseinanderliegenden Gebieten in Nordaustralien und Papua Neuguinea verbreitet. Es ist noch nicht restlos geklärt, ob es sich dabei um ein und dieselbe Art oder vier verschiedene Arten oder zumindest Unterarten handelt. Das erste Areal, indem Zwergregenbogenfische vorkommen, schließt kleinere fließende und stehende Gewässer im Einzugsgebiet vom Fly River und vom Bensbach River im Südwesten Papua Neuguineas ein. Gebiet Nr.2 liegt nahe der Spitze der Cape York Halbinsel in Nordaustralien. Das 3. Verbreitungsgebiet liegt an der Nordostküste Australiens, genauer in der Küstenebene zwischen Cooktown und Cardwell, wo Zwergregenbogenfische in den Regenwaldbächen und Sümpfen gefunden werden. Das vierte Gebiet liegt im Northern Territory in der Nähe des Litchifeld National Parks.

Merkmale, Form und Färbung

Es gibt mehrere Formen der Zwergregenbogenfische mit etwas unterschiedlicher Färbung. Am weitesten sind die Zwergregenbogenfische aus der Region zwischen Cairns und Cardwell verbreitet. Sie sind grau-silbern gefärbt mit einem Anflug von Blau, die Rückenpartie ist braun, die Bauchseite hell gelblich grün gefärbt. In den Flanken sind rötliche und bräunliche Längsstreifen zu erkennen. Die Kiemendeckel haben eine blaugrüne Farbe mit einem intensiv roten Fleck, der einen goldgrünen Rand aufweist. Während der Fortpflanzungszeit schimmert der Körper der Männchen rot, besonders intensiv vor allem die Brustregion. Die Schwanzflosse ist bräunlich rot oder karminrot gefärbt. Die Weibchen bleiben blasser, bei ihnen sind die Brust und die Kehle hell rotorange gefärbt. Außerdem sind Rücken- und Afterflossen nicht so spitz geformt wie bei den Männchen. Etwas farbintensiver zeigen sich die Zwergregenbogenfische von der Cape York Halbinsel und aus Papua Neuguinea.

Haltung des Zwergregenbogenfischs im Aquarium

Alle Formen des Zwergregenbogenfisches sind einfach zu haltende Schwarmfische, die man auch in einem kleineren Becken mit Randbepflanzung und Freiraum zum Schwimmen pflegen kann. Das Aquarium sollte gut beuchtet sein und eine leichte Strömung haben, da diese Regenbogenfische meist aus Fließgewässern stammen. Sie scheinen sich in einem Aquarium mit Morgensonne besonders wohl zu fühlen und zeigen dann auch ihre schönsten Farben. Sie sind friedlich und können mit ebenso friedlichen anderen Fischarten vergesellschaftet werden. Sie nehmen Lebend-, Frost- und Trockenfutter an.

Nachzucht des Zwergregenbogenfischs

Die Nachzucht im Aquarium sollte bei Wassertemperaturen ab 24°C gelingen. Zwergregenbogenfische laichen besonders gerne in einem von der Morgensonne erleuchteten Becken. Sie können mehrere Tage hintereinander ihre Eier an den Wasserpflanzen ablegen, die mit ihren kurzen Fäden an den Pflanzen kleben bleiben. Auf diese Weise können bis zu 200 Eier pro Weibchen abgelegt werden. Das Wasser sollte nicht zu weich sein, aber bei Gesamthärten ab 20°dGH könnte es ebenfalls Schwierigkeiten beim Schlüpfen der Larven geben. Die Gelege müssen nun vor Licht geschützt werden. Die Fischlarven schlüpfen bei Wassertemperaturen um 25°C nach etwa einer Woche. Die Larven sind dunkel gefärbt und hängen während des Dottersackstadiums an den Aquarienscheiben und Wasserpflanzen. Sobald sie sich freischwimmen und zur Wasseroberfläche auf Nahrungssuche kommen, kann man sie mit feinem Staubfutter versorgen, später nehmen sie dann auch normales Trockenfutter an. Die Elterntiere können im Becken bleiben, da Zwergregenbogenfische keine Laichräuber sind. Wer jedoch Wert auf eine produktive Nachzucht ohne große Verluste legt, der sollte die Jungfische mit einem Netz abschöpfen und in ein separates Aufzuchtbecken setzen. Sonst fressen die Elterntiere ihren Jungen das meiste Futter weg und die Jungfische verkümmern oder verhungern. Nach etwa 4 Monaten können die Fische bei guter Fütterung, vor allem mit Lebendfutter, bereits ausgewachsen sein. Die optimale Aufzuchttemperatur liegt zwischen 22 und 25°C.