Indische Glasbarbe
- lat. Chela laubuca -

Haltung: einfach
Zucht: mittel
Größe: bis 6cm
Temperatur: 22 bis 27°C
PH: 6,5 bis 7,0
GH: 4 bis 12°dGH
KH: 2 bis 6°dKH

Die Indischen Glasbarbe - Chela laubuca

Die Indische Glasbarbe, auch Indischer Brachsen genannt, ist in Süd- und Südostasien weitverbreitet; sie kommt in Indien, Sri Lanka, Myanmar, auf der Malaiischen Halbinsel und auf der Insel Sumatra vor.

Merkmale, Form und Färbung der Indischen Glasbarbe

Die Indische Glasbarbe hat eine silbrig glänzende, grau-grüne Grundfärbung des Körpers, wobei die Rückenpartie etwas dunkler ist und die Färbung auf dem Schwanzstiel einen violetten Schimmer annimmt. Ein dunkelgrüner bis schwarzer Längsstrich beginnt auf Höhe der Rückenflosse und endet in einem schwarzen, goldumrandeten Fleck auf der Schwanzwurzel. Über diesem dunklen Längsstrich ist eine parallel dazu verlaufende goldgelbe Binde zu sehen, die sich nach vorne bis zu den Kiemendeckel zieht, wo sie ihrerseits einen dunklen Fleck einrahmt. Die Flossen sind farblos, bei gut gepflegten, ausgewachsenen Exemplaren der Indischen Glasbarbe auch orange bis hellbraun gefärbt. Die Weibchen sind etwas kräftig als die Männchen gebaut. Der Körper ist relativ schlank und seitlich etwas zusammengedrückt.

Haltung der Indischen Glasbarbe im Aquarium

Die Indische Glasbarbe entspricht in Haltung und Pflegeansprüche im Wesentlichen denen der meisten Brachydanio-Arten. Sie hält sich vorwiegend in den oberen Wasserzonen auf. Sie braucht ein großes Aquarium mit viel freiem Raum zum Schwimmen; dabei kann sie schon einmal über die Wasseroberfläche hinausschießen. Wichtig ist auch eine abwechslungsreiche Gestaltung mit Wurzelholz, Steinen und einigen Solitärpflanzen. Daher sollte das Becken gut abgedeckt sein. Zu ihrem Wohlbefinden gehört sauberes, sauerstoffreiches und weiches, leicht saures Wasser, eventuell muss man daher bei zu hartem Wasser über einen Torfzusatz filtern. Als Schwarmfisch sollte die Art in einer größeren Gruppe gehalten werden. Ist die Indische Glasbarbe erst einmal eingewöhnt, dann erweist sich die Indische Glasbarbe als ein lebhafter, aber friedlicher und robuster Fisch, der sich auch gut mit anderen Barben und Zierfischen vergesellschaften lässt. Dabei wird das Futter gierig von der Wasseroberfläche weggeschnappt. Man füttert sie mit Trockenfutter, Fruchtfliegen (Drosophila), Mückenlarven, Tubifex und Wasserflöhen.

Nachzucht der Indischen Glasbarbe unter Aquarienbedingungen

Eine Nachzucht der Indischen Glasbarbe unter Aquarienbedingungen ist unter folgenden Voraussetzungen möglich: Das Becken wird wie für andere Bärblinge üblich eingerichtet. Da die Indischen Glasbarben erst in der Dämmerung mit der Paarung beginnen, sollte das Aquarienlicht gedämpft sein, eventuell kann darauf völlig verzichtet werden. Pro Laichakt werden vom Weibchen 30 bis 40 Eier ausgestoßen, die sich unter dem recht stürmischen Verlauf der Paarung im ganzen Becken verteilen. Die Glasbarben stellen ihren Gelegen angeblich nicht nach und beachten die Eier nicht weiter. Trotzdem sollte man die Elterntiere sicherheitshalber herausfischen und ins allgemeine Becken zurücksetzen. Bei Wassertemperaturen zwischen 25 und 26°C schlüpfen die Fischlarven bereits innerhalb eines Tages. Bis das Dottersackstadium beendet ist und die Jungfische frei herumschwimmen, kann es noch einmal drei bis vier Tage dauern. Dann füttert man sie zunächst mit Rädertierchen und anderen Infusorien, später mit den Nauplien vom Salinenkrebschen Artemia.