Perlhuhnbärbling
- lat. Danio margaritatus -

Haltung: einfach
Zucht: mittel
Größe: bis 2,5cm
Temperatur: 20 bis 24°C
PH: 6,0 bis 7,5
GH: 5 bis 19°dGH
KH:

Der Perlhuhnbärbling - Danio margaritatus

Der Perlhuhnbärbling wurde erst 2006 in der Nähe des Inle-Sees in Myanmar entdeckt. Zunächst wurde vermutet, dass er dort endemisch sei, d.h. die Art ausschließlich in diesem kleinen Gebiet vorkommt. Später wurden aber weitere Fundorte in Myanmar und Thailand entdeckt. Dort bewohnen die Perlhuhnbärblinge stehende und langsam fließende Gewässer. Bereits ein Jahr später, 2007, tauchte der Perlhuhnbärbling in deutschen Zoofachgeschäften auf und war dann so begehrt, dass der Verkauf „rationiert“ werden musste. Inzwischen gelingt die Nachzucht aber problemlos, sodass dieser Engpass rasch behoben werden konnte.

Prachtbarbe
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Merkmale, Form und Färbung des Perlhuhnbärblings

Dank seiner einmaligen Farbenpracht und des auffallenden Musters und natürlich auch wegen seiner geringen Größe ist er vor allem bei Aquarianern, die Zwerggarnelen in sogenannten Nano-Becken pflegen, ein sehr beliebter Zierfisch zur Vergesellschaftung. Auffallendstes Artenmerkmal sind die weißen Tupfen auf leuchten blauem Grund auf den Flanken, so wie die rot-schwarz längs gestreiften Flossen. Davon ist die hellbraune bis ockerfarbene Rückenpartie scharf abgesetzt, ebenso die Bauchunterseite, deren Färbung aber eher zum Rötlichen tendiert. Die Weibchen sind etwas schwächer gefärbt, ihre Afterflosse transparent oder nur ganz leicht gefärbt. Daher lassen sich Männchen und Weibchen des Perlhuhnbärblings am sichersten anhand der Afterflosse unterscheiden.

Haltung des Perlhuhnbärblings im Aquarium

Perlhuhnbärblinge sollte man in Gruppen von wenigsten 8 bis 10 Tieren halten. Sie sind während der Eingewöhnungsphase etwas scheu, später aber lebhaft und friedlich, sodass man sie gut mit anderen kleinen Barben und Bärblingsarten wie der Bitterlingsbarbe oder dem Moskitobärbling vergesellschaften kann. Neben genügend Platz zum Schwimmen brauchen sie eine dichte Bepflanzung mit feinfiedrigen Wasserpflanzen und gedämpftes Licht z.B. durch eine Schwimmpflanzendecke. Sie sind Allesfresser, nehmen aber vorzugsweise kleines Lebendfutter an wie Daphnien, Cyclops oder Artemia, ergänzt durch feines Trockenfutter auf. Dabei nehmen sie nur Futter aus der mittleren Wasserschicht an; Futter, welches auf der Wasseroberfläche treibt oder zu Boden sinkt, wird nicht beachtet. Daher sollte man sie lieber mäßig, aber regelmäßig füttern, d.h. in kleinen Portionen mehrmals pro Tag. Unter günstigen Bedingungen können die Perhuhnbärblinge ein Lebensalter von 3 Jahren erreichen.

Nachzucht des Perlhuhnbärblings unter Aquarienbedingungen

Gut genährte, ausgewachsene Perlhuhnbärblinge sind auch im Gesellschaftsbecken sehr paarungswillig und fortpflanzungsfreudig. Interessant ist vor allem das Imponiergehabe der Männchen untereinander. Sie stehen sich seitenverkehrt gegenüber und beginnen sich um einen Mittelpunkt in einem engen Kreis zu drehen. Anschließend wird das paarungsbereite Weibchen quer durch das Aquarium verfolgt bis ins Dickicht der Wasserpflanzen, wo die Eier zwischen feinfiedrigen Pflanzen abgelegt werden. Für den erfolgreichen Laichakt sind diese Pflanzen unabdingbar, fehlen die Wasserpflanzen, dann wird auch nicht abgelaicht.

Wenn man die Perlhuhnbärblinge gezielt nachzüchten will, sollte man sie reichlich füttern und dann doch in ein separates Ablaichbecken umquartieren. Wichtig ist ein niedriger Wasserstand, gedämpftes Licht und reichlich feinfiedrige Wasserpflanzen. Möglichst bald nach dem Ablaichen sollten die Elterntiere wieder herausgefangen werden, da sie Laichräuber sind und auch den Jungfischen nachstellen würden. Nach dem der Dottersack aufgezehrt ist und die jungen Perhuhnbärblinge beginnen frei umher zu schwimmen, kann man sie mit sehr feinem Staubfutter, Infusorien und Teichplankton füttern, später dann zu Nauplien von Artemia oder Cyclops wechseln.