Guatemalakärpfling
- lat. Phallichtys amates -

Haltung: einfach
Zucht: einfach
Größe: bis 6cm
Temperatur: 22 bis 28°C
PH: 6,6 bis 7,4
GH: 10 bis 20°dGH
KH: 5 bis 10°dKH

Der Guatemalakärpfling

Der Guatemalakärpfling kommt ausschließlich in der Tieflandregion von Guatemala und Honduras vor. Er wurde zum ersten Mal im Jahr 1937 auf dem Umweg über New York nach Deutschland importiert.

Form und Färbung des Guatemalakärpflings

Der Guatemalakärpfling ist sicherlich eine der schönsten Wildformen unter den Lebendgebärenden Zahnkarpfen. Deshalb ist es bedauerlich, obwohl schon lange als Aquarienfisch eingeführt, dass der Guatemalakärpfling noch so selten gehalten wird. Er hat eine seitlich stark abgeflachte Körperform und wird mit zunehmendem Alter hochrückig. Damit erinnert der Guatemalakärpfling an die Körperform von Platys. Die Weibchen sind fast doppelt so groß wie die Männchen. Guatemalakärpflinge haben eine zarte, goldgelbe Körpergrundfarbe, die bei schräg auffallendem Licht metallisch glänzt. Über einem dunklen Bodengrund kommen diese Farben besonders gut zur Geltung. Es kommen aber auch fast transparente, hell-bläulich schimmernde Exemplare vor. Auffallend ist die ebenfalls gelb gefärbte Rückenflosse mit dunklen Strahlen und einem scharf abgesetzten schwarzen Rand, der auf der Außenseite einen hellblauen Saum hat. Fühlen sich die Guatemalakärpflinge wohl, dann zeigen sie eine zusätzliche schwarze Pigmentierung in der Bauchpartie im Bereich der Brustflossen. Auf den Körperflanken der Männchen sind darüber hinaus andeutungsweise 7 bis 8 sehr dünne, dunklere Querstriche zu sehen. Im Verhältnis zur geringen Körpergröße hat das Männchen ein relativ langes Gonopodium (eine Verlängerung der zum Begattungsorgan umgestalteten Afterflosse).

Haltung des Guatemalakärpflings im Aquarium

Der Guatemalakärpfling ist recht einfach zu halten. Trotz seiner geringen Größe sollte man ihm ein Aquarium von wenigstens 50cm Länge zur Verfügung stellen. Man hält ihn am besten in einer kleinen Gruppe im Artbecken, das über genügend Rückzugsmöglichkeiten in Form von dichter Bepflanzung, Wurzelholz u.ä. bieten sollte. Er hält sich vor allem in den mittleren und oberen Wasserschichten auf. In größeren Becken (1m Länge) kann man ihn daher auch mit ruhigen Bodenfischen und anderen etwa gleich großen, friedlichen Fischen vergesellschaften. Auch Auseinandersetzungen zwischen den Männchen einer Gruppe von Guatemalakärpflingen sind selten. In seinen Nahrungsansprüchen ist der Guatemalakärpfling nicht wählerisch; man füttert ihn mit dem handelsüblichen Zierfischfutter und kleinem Lebendfutter wie Wasserflöhe, Cyclops, Artemia u.ä. Die Lebenserwartung des Guatemalakärpflings liegt unter Aquarienbedingungen bei etwa drei Jahren.

Nachzucht des Guatemalakärpflings unter Aquarienbedingungen

Der Guatemalakärpfling ist bei ausreichender Ernährung und optimalen Aquarienverhältnissen nicht schwierig nachzuzüchten. Geschlechtsreife, ausgewachsene Weibchen bekommen etwa alle 4 Wochen 20 bis 50 Junge. Diese Jungfische sind allerdings sehr klein und wachsen nur heran, wenn sie in den ersten Tagen mit feinem Staubfutter, anschließend mit Artemia-Nauplien gefüttert werden. Die Wassertemperatur sollte zur Aufzucht etwas gedrosselt werden (<25°C), da sich sonst die Männchen zu schnell entwickeln und alls Zwergenmännchen verkümmern. Es wird außerdem empfohlen, die Jungfische nach Geschlechtern getrennt aufzuziehen und die Männchen rechtzeitig zu separieren.