Metallkärpfling
- lat. Girardinus metallicus -

Haltung: einfach
Zucht: einfach
Größe: bis 9cm
Temperatur: bis 25°C
PH: 6,5 bis 7,5
GH: 10 bis 25°dGH
KH:

Der Metallkärpfling - Girardinus metallicus

Der Metallkärpfling stammt aus fließenden und stehenden Gewässern Kubas.

Metallkärpfling – Weibchen
Foto: Michael Göllnitz, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported

Merkmale, Form und Färbung des Metallkärpflings

Der Metallkärpfling ist weniger stark abgeflacht in den Flanken als seine Schwesterart, der Sichelkärpfling (Girardinus falcatus). Die Körperseiten weisen mehrere mehr oder weniger senkrecht verlaufende, metallische glänzende Querstreifen auf einer silbrig hell-graubraunen Körpergrundfarbe auf. Diese Querstreifen sind bei den Männchen stärker ausgeprägt. In der unteren Hälfte der Rückenflosse ist ein schwarzer Fleck zu sehen, ebenfalls bei den Männchen deutlicher ausgeprägt. Das Gonopodium (die zum Begattungsorgan verlängerte Afterflosse) der Männchen ist im Verhältnis zur Körpergröße relativ lang.

Haltung des Metallkärpflings im Aquarium

Metallkärpflinge sind friedlich, aber sehr bewegungsfreudig. Daher brauchen sie neben einer stellenweise dichten Bepflanzung genügend Freiraum zum Schwimmen, das Aquarium sollte eine Mindestlänge von 80cm haben. Die Fische halten sich gerne unter Schwimmpflanzen auf. Als Futter gibt man den Metallkärpflingen ein für Lebendgebärende Zahnkarpfen geeignetes Trockenfutter, Algenpulver und kleineres Lebendfutter.

Nachzucht des Metallkärpflings unter Aquarienbedingungen

Die Nachzucht verläuft unter normalen Aquarienbedingungen einfach. Ausgewachsene, geschlechtsreife Weibchen bekommen etwa alle 3 bis 4 Wochen bis zu 100 Junge. Das Weibchen ist zuvor rechtzeitig entweder in einen Ablaichkasten umzuquartieren oder das Aufzuchtbecken muss sehr dicht bepflanzt werden, damit die erwachsenen Fische ihren Jungen nicht nachstellen können.

Bereits seit 1930 gab es unter den Nachzuchten immer wieder Männchen mit einer zitronengelben Körpergrundfärbung und einer schwarzen Bauchkante, die sich vom Maul bis ans Ende des Gonopodiums erstreckte. Aber erst 1984 gelang es STALLKNECHT einen reinerbigen Stamm mit diesen Merkmalen stabil herauszuzüchten.

Interessanterweise zeigen nach STALLKNECHT (1989) diese schwarzbäuchigen Männchen ein von den normal gefärbten Metallkärpfling-Männchen völlig abweichendes Balz- und Paarungsverhalten. Während die hell-gefärbten Männchen – ähnlich wie bei den Sichelkärpflingen – mit dem Kopf nach unten senkrecht hinter der Rückenflosse stehen, um nicht vom Weibchen gesehen und weggebissen zu werden, und dann blitzschnell hinterrücks nach unten abtauchen und von unten zur Kopulation ansetzen, stehen die schwarzbäuchigen Männchen mit dem Kopf nach oben unter dem Weibchen oder schwimmen in großem Bogen um das Weibchen herum, um dann von der Seite her zur Kopulation anzusetzen.

Literatur

STALLKNECHT, H. (1989): Lebendgebärende Zahnkarpfen.- Neumann Verlag.