Scheckenkärpfling
- lat. Phalloceros caudimaculatus -

Haltung: einfach
Zucht: einfach
Größe: bis 5cm
Temperatur: 15 bis 18°C
PH:
GH:
KH:

Der Scheckenkärpfling - Phalloceros caudimaculatus

Der Scheckenkärpfling, auch Kaudi genannt, hat sein natürliches Verbreitungsgebiet im Südosten Brasiliens, in Paraguay und Uruguay. Er wurde erstmals 1898 nach Deutschland importiert und leitet damit – noch vor dem Guppy und anderen Zierfischen – die Geburtsstunde der Aquaristik ein. Mit dem Aufkommen farbenprächtigerer Zierfische wie dem Guppy geriet er dann etwas in Vergessenheit und wird heute leider nur noch selten gepflegt.

Scheckenkärpfling, vorne ein Guppy-Männchen
Foto: Haplochromis, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported

Form und Färbung des Scheckenkärpflings

Der Scheckenkärpfling oder Kaudi, wie er in Verkürzung des Artnamens caudimaculatus in Aquarianerkreisen genannt wurde, existiert bereits in den Anfängen der Aquaristik in zwei Varianten: Eine weitgehend unpigmentierte Form mit einem einzigen schwarzen Fleck in der Körpermitte unterhalb der Rückenflosse und eine schwarz gescheckte Form auf grauer Körpergrundfärbung. Aus diesem Scheckenkärpfling wurde später eine Form mit goldgelber Grundfärbung herausgezüchtet, die außerdem bei entsprechendem Lichteinfall einen metallischen Grünschimmer zeigt. Von einigen Autoren wird diese schwarzgescheckte Variante des Kaudi als eigenständige Unterart aufgefasst. Das Gonopodium, die zu einem Begattungsorgan ausgezogene Afterflosse des Männchens, ist im Verhältnis zur geringen Körpergröße auffallend lang.

Haltung des Scheckenkärpflings im Aquarium

Der Kaudi ist ein relativ anspruchsloser und friedfertiger Fisch, der sich auch gut fürs Anfängeraquarium ab 40 bis 50cm Länge eignet. Da er nicht sehr schwimmfreudig ist, kommt er in einer kleinen Gruppe gepflegt, mit einem relativ kleinen Becken aus. Auch bei der Nahrung ist er nicht wählerisch. Wichtig ist aber die Wassertemperatur im Aquarium; sie sollte eher zu niedrig als zu hoch sein. Bei Temperaturen von 15°C fühlen sich die Fische am wohlsten und gedeihen am besten. Auch Wassertemperaturen zwischen 18 und 22°C werden noch toleriert; die 29°C-Grenze darf aber nicht überschritten werden. Also sollte man den Kaudi am besten im Kaltwasseraquarium ohne Aquarienheizung pflegen.

Nachzucht des Scheckenkärpflings unter Aquarienbedingungen

Ausgewachsene, geschlechtsreife Weibchen bekommen in Abstände von 3 bis 4 Wochen 30 bis 40 Junge. Den Jungfischen wird von den Elterntieren nicht nachgestellt. Daher können die Jungfische im normalen Artbecken bleiben, sofern für eine stellenweise dichte Bepflanzung gesorgt ist. Die Aufzucht der Jungfische mit feinem Staubfutter oder kleinem Lebendfutter (z.B. Artemia-Nauplien) ist unproblematisch. Auch bei der schwarz gescheckten Form des Kaudi werden die Jungen zunächst ohne Flecken geboren; die typische Scheckung entwickelt sich dann erst in den folgenden Wochen.