Goldener Labidochromis
- lat. Labidochromis caeruleus "yellow" -

Haltung: einfach
Zucht: einfach
Größe: bis 10cm
Temperatur: 24 bis 27°C / opt. 25 bis 26°C
PH: 7,2 bis 9,5 / opt. 7,5 bis 8,5
GH: 5 bis 19°dGH
KH: 3 bis 12°dKH

Der Goldene Labidochromis - Labidochromis caeruleus "yellow"

Im Aquarium wird meist die gelbe Farbvariante von Labidochromis caeruleus gehalten, einem Malawibuntbarsch aus dem Norden des Sees, der sich vor allem im Felslitoral aufhält und dort in kleinen Gruppen umherstreift auf der Suche nach kleinen Krebsen und anderen Wirbellosen, die die Fische aus dem Algenaufwuchs herauspicken. Diese Art ist im Aquarium problemlos auch mit anderen Malawibuntbarschen zu vergesellschaften. Auch die Nachzucht gelingt ohne Schwierigkeiten.

Goldene Labidochromis
Foto: Ged02, Creative Commons 2.5 US-amerikanisch Unported

Lebensraum des Goldenen Labidochromis

Dieser Malawi-Buntbarsch kam erst 1986 in den deutschen Zoofachhandel, aber nicht direkt von Fängen aus Malawi, sondern von einem Zierfischzüchter und Exporteur aus Burundi. Es handelt sich bei dieser leuchtend gelben Form aller Wahrscheinlichkeit um eine Farbmorphe des eigentlich weißlich gefärbten Labidochromis caeruleus. Dafür spricht auch die Tatsache, dass beide Farbvarianten im Malawisee gemeinsam vorkommen und es gibt dort auch Mischformen. Die Stammform ist auch unter dem Namen Wasserblauer Maulbrüter bekannt. Am häufigsten findet man Labidochromis caeruleus im unteren Bereich des Felslitorals in Wassertiefen zwischen 10 und 40m und zwar im Norden des Malawisees im Felslitoral am Ost- und Westufer. Labidochromis caeruleus zählt zu den unter der Bezeichnung Mbuna zusammengefassten Felscichliden im Gegensatz zu den im offenen Wasser oder über Sandflächen lebenden Malawibuntbarschen. Die Fische sind permanent damit beschäftigt, im Aufwuchs auf den Felshängen nach kleinen Wirbellosen zu suchen, von denen sie sich hauptsächlich ernähren.

Merkmale, Form und Färbung

Die gelbe Form von Labidochromis caeruleus ist im Kopfbereich, dem übrigen Körper und auf der Schwanzflosse zitronengelb gefärbt. Die Rückenflosse ist schmal gelb gesäumt; darunter ist ein breites, schwarzes Längsband zu sehen. Auch die Afterflosse ist teilwiese schwarz gefärbt. Die Farbunterschiede zwischen Männchen und Weibchen sind nicht sehr groß, sodass beide Geschlechter manchmal schwer voneinander zu unterscheiden sind. Zumal den Männchen die sonst für die meisten Malawi-Buntbarsche typischen Eiflecken auf der Afterflosse fehlen. Allerdings ist die Afterflosse des Weibchens in der Regel nicht gelb gefärbt. Und die Männchen haben zwischen der Oberlippe und Vorkiemendeckel ein verwaschen dunkles Farbmuster.

Haltung des Goldenen Labidochromis im Aquarium

Eine Gruppe dieser Malawi-Cichliden hält man in einem Becken, welches eine Länge von mindestens 100cm haben sollte und als typisches Felsbiotop eingerichtet sein sollte, mit zahlreichen Nischen und Höhlen als Rückzugsmöglichkeiten und damit die zur Paarungszeit territorialen Männchen ihre Reviere „abstecken“ können. Wichtig ist, dass einige Höhlen so angelegt werden, dass sie von den Fischen durchschwommen werden können. Nach anderen Beobachtungen lebt Labidochromis caeruleus eher einzelgängerisch und streift ohne feste Revierbindung umher. Die Art ist daher relativ friedlich und kann sowohl mit den sogenannten Mbuna-Felscichliden als auch anderen Malawibuntbarschen vergesellschaftet werden. Am besten hält man Labidochromis caeruleus in einer kleinen Gruppe, wobei die Weibchen in der Überzahl sein sollten. Im Aquarium füttert man diese Buntbarsche am besten mit Mückenlarven und Salinenkrebsen (Artemia), ersatzweise gelegentlich auch mit Frost- und Flockenfutter.

Nachzucht des Goldenen Labidochromis

Bei Labidochromis caeruleus gibt es keine feste Paarbindung. Kommt ein Weibchen in die Nähe eines Männchens, wird es sofort von diesem angebalzt. Abgelaicht wird meist über sandig-schlammigem Grund. Auch diese Malawicichliden sind Maulbrüter, wobei das Weibchen die Brutpflege übernimmt. Bei Wassertemperaturen von nur etwa 23°C beträgt die Brutdauer bis zu 40 Tagen, bei höheren Temperaturen zwischen 27 und 28°C verringert sie sich auf etwa 25 Tage.

Literatur

BREDEL,P. (1999): Malawicichliden – (bede Verlag, Ruhmannsfelden).
MEYER,R. (1989): BI-Lexikon Aquarienfische. – (Bibliographisches Institut Leipzig).
STERBA,U. (1990): Süßwasserfische der Welt. – (E. Ulmer Verlag, Stuttgart.