Smaragd-Prachtbuntbarsch
- lat. Pelvicachromis taeniata -

Haltung: einfach
Zucht: mittel
Größe: bis 9cm
Temperatur: / opt. 24 bis 27°C
PH: / opt. 6,5
GH: / opt. 5 bis 8°dH
KH:

Der Smaragd-Prachtbuntbarsch - Pelvicachromis taeniata

Der Pelvicchromis taeniatus kommt in mehreren Farbvarianten in Fließgewässern westlich des Niger-Deltas vor. Man hält die Art am besten paarweise in einem Aquarium mit Sand und Feinkies, einer stellenweise dichten Bepflanzung und einigen Höhlen, die als Versteck und Brutraum dienen. Das Weibchen legt auch eine Sandgrube an, in der die Brut nach dem Schlüpfen umgebettet wird, allerdings nicht außerhalb, sondern innerhalb der Bruthöhle. Wenn die Jungfische dann die Höhle endgültig verlassen, werden sie von beiden Eltern gemeinsam geführt.

Smaragd-Prachtbuntbarsch - Pelvicachromis taeniata
Foto: Xhienne, public Domain

Lebensraum des Smaragd-Prachtbuntbarsches

Der Smaragd-Prachtbuntbarsch hat sein natürliches Verbreitungsgebiet in Nigeria, in den Gewässern westlich vom Nigerdelta und soll aber auch westlich von Lagos noch vorkommen. Wahrscheinlich kommt dieser Zwergbuntbarsch aber auch östlich des Niger-Deltas vor. Im Ethio-Revier hält sich der Pelvicachromis taeniatus im flachen Wasser in Ufernähe auf. Auch in den Zuflüssen und Fließgewässern der Umgebung werden von ihm Abschnitte mit sehr geringer Wassertiefe besiedelt. Das Wasser ist dabei immer weich, sauer, klar mit leichter Braunfärbung und langsam fließend. Die Fische halten sich vor allem unter den ins Wasser ragenden Ästen und unter den Wurzeln der Bäume auf, die ihnen ausreichend Schutz vor räuberischen Fischen bieten.

Merkmale, Form und Färbung

Der Smaragd-Prachtbuntbarsch ähnelt im äußeren Erscheinungsbild dem Purpurprachtbuntbarsch Pelvicachromis pulcher. Das Männchen hat eine olivgrüne bis goldgelbe Grundfärbung. Die Rückenpartie wirkt durch die dunkelbraunen bis schwärzlichen Schuppenränder dunkler. Die Bauchseite ist blau-grünlich mit einer helleren Bauchkante. Eine deutlich rote Binde reicht vom Kiemendeckelrand bogenförmig unter dem Auge hindurch bis zur Mundpartie. In der Körpermitte ist eine dunkle Binde zu sehen, die an der Oberlippe beginnt. Eine goldgelbe Binde, die am Kiemendeckel beginnt, liegt über der schwarzen Längsbinde. Die Rückenflosse ist gelb bis rot gefärbt und hat einen roten Saum oberhalb der vorderen harten Flossenstrahlen.

Smaragd-Prachtbuntbarsch - Pelvicachromis taeniata

Männchen (links) und Weibchen (rechts) von Plevicachromis taeniatus „Nigerian Red“ (Foto: Neale Monks, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported)

Im hinteren Teil der Rückenflosse sind drei bogenförmig verlaufende Reihen aus dunklen Flecken zu sehen. Die Basis der Afterflosse und der Bauchflossen ist rötlich- bis dunkelblau gefärbt, welche in den Spitzen in einen Violett-Ton übergehen. Die Schwanzflosse hat eine annähernd viereckige Grundform. Die obere Hälfte der Schwanzflosse ist gelb bis rot gefärbt mit einigen dunklen Flecken. Die untere Hälfte der Schwanzflosse ist davon farblich abgesetzt und hat einen rotschwarzen Rand und drei bis vier bogenförmig verlaufende Fleckenreihen. Das Weibchen ist intensiver gefärbt als das Männchen. Die Flanken unterhalb der dunklen Längsbinde sind hellblau gefärbt und gehen nach hinten in einen Grünton über. Zur Bauchseite hin nimmt der Körper ein intensives Blauviolett an. Die Rückenflosse hat im hinteren Teil 1 bis 2 schwarze Flecken. Die abgerundete Schwanzflosse ist gelb gefärbt und hat im oberen Teil 1 bis 2 schwarze Flecken. Es gibt mehrere von diesem Grundmuster abweichende Farbvarianten des Smaragd-Buntbarsches.

Haltung des Smaragd-Prachtbuntbarsches im Aquarium

Die Haltungsbedingungen für den Smaragd-Prachtbuntbarsch gleichen denen des Purpurprachtbuntbarsches Pelvicachromis pulcher. Als Bodengrund wählt man einen feinen Kies oder Sand. Dieser Bodengrund sollte möglichst dunkel sein, dann kommen die Farben der Fische am besten zur Geltung. Dem Bodengrund kann etwas Torffaser zugefügt werden. Als Versteckmöglichkeit und später auch als Bruthöhle kann man einen umgestülpten Blumentopf mit einer seitlichen Öffnung oder auch einige Steinaufbauten nehmen. Da auch diese Prachtbuntbarsche Wasserpflanzen völlig unbehelligt lassen, kann man das Becken auch mit empfindlicheren, feinfiedrigen Pflanzen besetzen, die an weiches, leicht saures Wasser angepasst sind.

Die Smaragd-Prachtbuntbarsche sind friedlich und können deshalb auch gut mit ebenso friedlichen, ruhigeren Salmlern oder kleineren Barben vergesellschaftet werden. Das Aquarium muss dann natürlich entsprechend größer sein. Es gibt, wie bereits erwähnt, mehrere Farbvarianten. Laut SCHLIEWEN (2003) dürfen die Fische der Farbvarianten „Moliwe“ und „Muyuka“ nicht in einem Wasser mit einem pH-Wert unter 7 gehalten werden.

Die Smaragd-Prachtbuntbarsche nehmen nahezu alles Lebendfutter geeigneter Größe an und können zeitweise auch zusätzlich mit handelsüblichem Zierfisch-Trockenfutter versorgt werden.

Nachzucht des Smaragd-Prachtbuntbarsches

Der Smaragd-Prachtbuntbarsch lässt sich am besten in sauerstoffreichem Wasser bei einer geringen Wasserhärte von 5 bis maximal 8°dH und einem pH-Wert von etwa 6,5 unter Aquarienbedingungen züchten. Bei diesem Prachtbuntbarsch sollte die Bruthöhle etwas erhöht auf einer dickeren Sandschicht stehen. Das Weibchen bettet die Larven nach dem Schlüpfen in eine Sandgrube in der Bruthöhle um und nicht, wie bei anderen Pelvicachromis-Arten, in eine Mulde außerhalb der Höhle. Ein Gelege kann zwischen 40 und 150 Eier haben.

Literatur

LINKE, H. & W. STAECK (1981): Buntbarsche aus Westafrika – Ein Handbuch für Bestimmung, Pflege und Zucht. – Tetra Verlag, Melle.
MEYER, R. (1989): BI-Lexikon Aquarienfische .- Bibliographisches Institut Leipzig.
SCHLIEWEN, U. (2003): Aquarienfische von A bis Z. – Verlag Gräfe & Unzer, München.
SCHLIEWEN, U. (1998): Zwerg-Buntbarsche. – Verlag Gräfe & Unzer, München.
STERBA, G. (1990): Süßwasserfische der Welt .- E. Ulmer Verlag, Stuttgart.