Futter im Aquarium

Wer Tiere in einem Aquarium hält, muss diese selbstverständlich regelmäßig mit Futter versorgen. Zwar gibt es in jedem Aquarium bereits ein natürliches Vorkommen an Nahrung, das zum Beispiel von Garnelen und Co. genutzt werden kann, ausreichend ist dieses aber nicht. Das zusätzliche Futterangebot muss der Aquarianer möglichst gut an die Bedürfnisse seiner Pfleglinge anpassen, damit diese gesund bleiben und gedeihen können. Da das Füttern von Aquarientieren sehr viel Spaß machen kann, besteht in der Regel aber nicht das Problem, dass Fische und Co. zu wenig Futter bekämen. Ganz im Gegenteil ist es häufig ein Problem, dass Aquarianer es mit dem Futter für ihrer Schützlinge übertreiben. Diese falsch verstandene Tierliebe kann negative Folgen haben, über die wir Sie im Folgenden etwas näher aufklären möchten. Zudem werden wir einige Tipps und Hinweise dazu geben, wie eine Fütterung gestaltet werden kann, welche Futterarten es gibt, wie man Futter richtig lagern kann und was es mit Futterautomaten auf sich hat.

Futtertabletten

Negative Folgen eines Futterüberangebots im Aquarium

Vor zu reichhaltigen Fütterungen von Aquarientieren muss in erster Linie gewarnt werden, da überschüssiges Futter sich schnell auf dem Bodengrund im Aquarium ablagert und schlussendlich – wenn auch wirklich der letzte Fisch pappsatt ist – dort verwesen kann. Bei solchen Verwesungen von Futter werden Schadstoffe freigesetzt, welche die Wasserwerte in einem Aquarium schnell negativ beeinflussen können. Eine – und längst nicht die einzige – Folge von schlechten Wasserwerten durch zu viel Futter kann ein vermehrtes Auftreten von Algen im Aquarium sein.

Wer zu viel füttert, tut seinen Aquarientieren also nichts Gutes, sondern beeinträchtigt das sensible Ökosystem, in dem die Tiere leben. Im schlimmsten Fall müssen sogar umfangreiche Maßnahmen eingeleitet werden, die dazu beitragen, die beabsichtigten Wasserwerte im Aquarium wieder herzustellen. Aus diesem Grunde sollten Aquarianer, wann immer möglich, die Fütterung ihrer Tiere in die eigene Hand nehmen: Unerfahrene Personen neigen in der Regel dazu, sehr viel Futter in das Aquarium zu geben. Besondere Vorsicht ist auch geboten, wenn Kinder das Füttern von Aquarientieren übernehmen sollen: Sie sollten alt genug sein, um nachvollziehen zu können, dass eine sparsame Gabe von Futter bei der Pflege des Aquariums oberstes Gebot ist. Eltern besitzen hier die Verantwortung, dieses Wissen gut zu vermitteln.

Futtertabletten

Einmal von den negativen Folgen einer Überversorgung mit Futter auf die Wasserqualität abgesehen, kann zu viel Futter natürlich auch dazu führen, dass die Tiere im Aquarium zu viel fressen und infolge dessen gesundheitlich beeinträchtigt werden. Hier gilt, was bei allen Lebewesen Bedeutung besitzt: Auf die richtigen Mengen an Futter sowie auf eine ausgewogene Ernährung kommt es an.

Durchführung von Fütterungen und Beobachtung der Aquarientiere

Jede Fütterung ist eine ideale Gelegenheit, die Tiere, die im Aquarium gehalten werden, sehr genau zu beobachten. Das macht nicht nur Spaß, sondern ist auch notwendig, da der Aquarianer so frühzeitig erkennen kann, ob es gesundheitliche Beeinträchtigungen gibt. Ein gutes Zeichen ist es dabei in der Regel, wenn sich die Tiere schnell an der Futterstelle einfinden und sich mit einem gesunden Appetit über die Leckerbissen hermachen. Aquarianer sollten bei den Fütterungen immer sicherstellen, dass alle Tiere mit Nahrung versorgt werden. Dies bedeutet mitunter auch, unterschiedliches Futter anzubieten (dazu weiter unten mehr).

Füttert man beispielsweise regelmäßig auch mit handelsüblichem Flockenfutter, sollte man von diesem nur so viel in das Aquarium geben, wie die Tiere während ein paar Minuten aufnehmen können. So verhindert man wirkungsvoll, dass Futterreste im Aquarium verbleiben. Das spärliche Füttern kann man kompensieren, indem man öfters kleine Mengen Futter reicht – etwa am Morgen und am Abend. Die Frage, wie oft man Tiere in einem Aquarium füttern sollte, wird allerdings wie viele andere Themen aus dem Gebiet der Aquaristik mitunter heiß diskutiert. Dabei sind auch sogenannte Fastentage immer wieder ein Thema, die man allerdings in der Regel nur bei erwachsenen Tieren durchführen sollte. Der Aquarianer sollte also insgesamt bemüht sein, in Abhängigkeit von dem jeweiligen Besatz in seinem Aquarium eine eigene Routine in Sachen Futter und Fütterung zu entwickeln, bei der auch der oben beschriebene Schutz der Wasserqualität gewährleistet bleibt. Auch Aquarientiere können dabei zu echten Gewohnheitstieren werden: Wer immer zu den gleichen Zeiten füttert, wird mitunter bemerken, wie sich die Tiere auf diese Routine einstellen und quasi auf ihr Futter warten.

Verschiedene Futterarten – Abwechslung auf dem Speiseplan?

Die Vielfalt an Futtersorten für Aquarientiere ist ungemein groß. Dieser Umstand ist aber durchaus zu begrüßen: Nicht nur, dass unterschiedliche Tiere unterschiedliche Bedürfnisse besitzen, Abwechslung auf dem Speiseplan tut nicht nur dem Menschen, sondern auch Aquarientieren gut. Grundsätzlich lassen sich die folgenden Arten von Futter unterscheiden: Futtertabletten, Flockenfutter, Granulatfutter, Lebendfutter, Frostfutter (zum Beispiel in Form von Roten Mückenlarven), Gemüse und Laub. Zu diversen Futterarten haben wir separate kleine Texte erstellt, welche das jeweilige Futter detaillierter vorstellen.

Lagerung von Futter

Auch Futter für Aquarientiere kann im Laufe der Zeit verderben oder aber wertvolle Inhaltsstoffe verlieren. Um Letzteres zu vermeiden, sollte sich der Aquarianer immer auch ein paar Gedanken dazu machen, wie er das Futter für seine Schützlinge am besten lagern kann. Ausschlaggebend ist hier natürlich immer, um welche Art von Futter es sich handelt. In der Regel wird man Hinweise zu einer idealen Lagerung und zu der Haltbarkeit immer auch auf den Packungen finden. Trockenfutter sollte zum Beispiel unbedingt vor dem Einwirken von Feuchtigkeit und vor zu hohen oder zu niedrigen Temperaturen geschützt werden. Ähnlich verhält es sich beispielsweise auch mit Laub, das man mitunter auch selbst für sein Aquarium sammeln kann. Frostfutter wiederum muss selbstverständlich eingefroren bleiben, bis es den Tieren im Aquarium kredenzt werden soll, und darf nach einmaligem Auftauen nicht wieder eingefroren werden. Man kann das Frostfutter unaufgetaut in das Aquarium geben oder aber in aufgetauter und abgewaschener Form, wobei Letzteres die sicherere Variante zu sein scheint. Bitte beachten Sie diesbezüglich unter anderem auch unsere Hinweise in dem Text „Rote Mückenlarven“.

Futterautomaten für das Aquarium

Auch wenn das Hobby Aquaristik sehr faszinierend ist, kann es kaum ein Aquarianer einrichten, dass er niemals sein Zuhause für ein paar Tage verlassen muss. Nicht nur Urlaub steht in der Regel ab und zu einmal an, auch ein Krankenhausaufenthalt oder Ähnliches könnte dazu führen, dass der Besitzer eines Aquariums einmal nicht selbst die Fütterung seiner Schützlinge in die Hand nehmen kann. Ideal ist es in solchen Situationen natürlich, wenn die Fütterung der Tiere und ggf. auch die Pflege, die jedes Aquarium in regelmäßigen Abständen benötigt, von einer Person übernommen werden kann, die sich damit auskennt. Steht eine solche Person nicht zur Verfügung, sollte der Aquarianer eine Ersatzperson genau in die Fütterung einweisen, damit das biologische Gleichgewicht im Aquarium nicht durch zu großzügige Fütterungen in Mitleidenschaft gezogen wird. Alternativ kann man für die Überbrückung kurzer Zeiten auch über die Anschaffung eines Futterautomaten nachdenken. Solche Futterautomaten lassen sich in der Regel so programmieren, dass individuelle Fütterungszeiten im Tagesverlauf eingehalten werden können. Durch die Portionierung des Futters im Vorfeld kann man sich zudem sicher sein, dass die richtige Dosis in das Aquarium eingebracht wird. Da aber natürlich auch ein Automat einmal einen Defekt aufweisen kann und es bei längerer Abwesenheit oft noch mehr Aufgaben als die bloße Fütterung zu übernehmen gibt, ist die Wahl einer qualifizierten Ersatzperson natürlich immer der sicherste Weg.