Wie wähle ich die richtigen Aquarienpflanzen aus?

Wer neu in die Aquaristik einsteigt, fühlt sich schnell einmal überfordert von dem üppigen Angebot an Wasserpflanzen, das im Zoohandel zu finden ist.

Es würde auch den Rahmen sprengen, sämtliche Pflanzenarten in einem Text vorzustellen, schließlich wird das Angebot ständig um neue Importe oder Zuchtformen erweitert.

Welche Aquarienpflanzen passen in mein Aquarium?Foto: Trybex / shutterstock.com

Dennoch können Sie sich mit ein paar beherzigten Hinweisen gut durch den Unterwasserdschungel des Pflanzenangebots manövrieren und die richtige Auswahl an Aquarienpflanzen treffen.

Preis und Bezugsquellen

Andere Aquarienbesitzer

Sofern sie andere Aquarienbesitzer in Ihrem Umfeld haben, ist es am besten, über diese Wasserpflanzen zu beziehen. Deren Pflanzen sind bereits an Wasser-, Nährstoff- und Lichtbedingungen im Heimaquarium angepasst und müssen sich nicht erst in großem Maße an Ihr eigenes Becken umgewöhnen.

Aquarienpflanzen von FreundenFoto: hedgehog94 / shutterstock.com

Aus dem Fachhandel

Pflanzen aus dem Handel werden nämlich oft unter hoher Lichtzufuhr und hoher Düngergabe herangezogen und durchlaufen daher beim Umsetzen erst eine Umgewöhnungsphase.

Besonders fällt dies auf bei Pflanzen, die emers (also außerhalb des Wassers) gezogen wurden, da diese in der Regel erst einmal ihre Blätter verlieren. Dann dürfen Sie aber nicht ungeduldig werden und die Pflanze entsorgen, sondern müssen auf die nachwachsenden Unterwasserblätter warten.

Auf dem Bild sieht man Aquarienpflanzen vor dem EinsetzenFoto: cynoclub / shutterstock.com

Wenn Sie Pflanzen kaufen, können Sie diese aus dem stationären Handel oder von Online-Shops beziehen. Im Laden vor Ort haben Sie die Möglichkeit, die Pflanzen bereits in Natura zu betrachten, während Online das Angebot meist größer ist, dafür aber die persönliche Beratung fehlt.

Im Winter steht der Online Handel manchmal gar nicht zur Verfügung, da sich tiefe Temperaturen nicht für den Versand eignen.

Solitärpflanzen

Solitärpflanzen sind meist teurer als Stängelpflanzen, von diesen brauchen Sie aber auch wesentlich weniger.

Preise

Oft ist am Preis einer Pflanze ersichtlich, wie schwer sie zu pflegen ist. Je niedriger der Preis, umso weniger Bedürfnisse stellt die Art an Licht oder Wasserwerte, Ausnahmen natürlich inbegriffen.

Bevor Sie also zu einer wunderschönen aber teuren Pflanze greifen, die aufgrund falscher Bedingungen bald verkümmert, entscheiden Sie sich lieber zunächst für zwei oder drei billigere Pflanzen, die dafür langlebiger sind.

3 Pflanzen für Anfänger – Unsere Empfehlungen:

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Grüner Wasserkelch – Cryptocoryne wendtii

Preis: ca. 6.99

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Wasserpest – Egeria najas

Preis: ca. 3.99

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Ludwigie – Ludwigia repens

Preis: ca. 5.99

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Ansprüche der Pflanzen

Sie sollten gerade am Anfang eher Aquariumpflanzen wählen, die genügsam sind und mit einer Bandbreite an Bedingungen zurechtkommen.

Haben Sie beim Kauf immer grob Ihre Wasserhärte im Kopf. Viele Pflanzen sind ausgesprochene Weichwasserspezialisten.

Die meisten Haushalte in Deutschland haben aber hartes Leitungswasser. Für diese Becken eignen sich beispielsweise Wasserpest und Vallisnerien.

Vallisnerien - valisneria gigantea sind robust und beliebtFoto: Joan Carles Juarez / shutterstock.com

Zu den Pflanzen, die kaum Ansprüche an die Wasserhärte stellen, gehören

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Speerblatt – Anubias barteri

Preis: ca. 12.99

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Halten Sie sich zu Anfang lieber von Pflanzen fern, die einen hohen Anspruch an Licht und Düngung benötigen. Insbesondere die bei Anfängern sehr beliebten Komplettsets bieten oft nicht die beste Lichtausbeute.

Leider sind es meist die attraktiven roten Pflanzen, die einen besonders hohen Licht- und Düngungsbedarf haben. Eine rühmliche Ausnahme ist die Kriechende Ludwigie, die auch im mäßigen Licht ihre schöne rote Farbe zeigt.

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Ludwigie – Ludwigia repens

Preis: ca. 5.99

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Wuchsform und Endgröße

So manche Pflanze sieht im Handel klein und unscheinbar aus, wächst im Heimaquarium aber buchstäblich über sich hinaus.

Schwertpflanzen sind robuste AquarienpflanzenFoto: Evgeniya Uvarova / shutterstock.com

Während Sie Stängelpflanzen kürzen und Moose oder Schwimmpflanzen teilen können, gestalten sich solche Maßnahmen bei Solitärpflanzen wesentlich schwieriger. Wählen Sie daher bei Aquarien bis 80 cm Kantenlänge maximal eine Solitärpflanze. Ab einem Meter Länge könnten Sie zu zwei solchen Highlights greifen.

Unser Tipp

Setzen Sie große Solitärpflanzen wie Schwertpflanzen oder Tigerlotus nie zu nah an die Aquarienscheibe.

Beachten Sie auch, dass die Pflege von mehr als einer Schwimmpflanzenart im selben Becken selten funktioniert. Wählen Sie daher nur eine aus und schöpfen Sie diese regelmäßig ab, um den Pflanzen darunter nicht zu viel Licht zu nehmen.

Javafarn, Speerblätter und manche Moose gehören zu den Aufsitzerpflanzen. Sie müssen bis zum Anwachsen an Wurzeln oder Steinen festgebunden werden. Dadurch bleibt genug Bodenfläche für andere Pflanzen übrig.

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Aufbindfaden

Preis: ca. 23.99

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Bedürfnisse der tierischen Bewohner

Sie sollten auch im Hinterkopf behalten, welches Biotop Ihre gewünschten Pfleglinge vorfinden wollen.

Unterschiedliche Fischarten

Aquarien mit Barschen, sowie gründelnden oder grabenden Fischen sollten spärlicher bepflanzt sein.

Fische, die Reviere abstecken, brauchen klare Beckenstrukturen in Form von großblättrigen Pflanzen, anhand derer sie ihre Reviergrenzen ausmachen können.

Barschpflanzen im AquariumFoto: Mircea Costina / shutterstock.com

Während manche Fische viel freien Schwimmraum benötigen, bevorzugen andere ein dichtes und schattiges Pflanzendickicht. Und insbesondere Zwerggarnelen lieben es, Moose nach Fressbarem zu durchforsten. Entnehmen Sie solche Anforderungen bitte immer aus dem Steckbrief der jeweiligen Art.

Auswahl anspruchsloser Aquarienpflanzen zu Beginn

Besonders zu Beginn Ihrer Aquarianerlaufbahn wollen Sie vermutlich schnell Ihr Becken besiedeln. Da lohnt es sich, in den ersten Wochen und Monaten zu besonders schnellwachsenden und anspruchslosen Pflanzen zu greifen.

Diese helfen dem noch labilen Ökosystem auf zwei Arten. Zum einen bieten sie aufkommenden Algen eine hervorragende Konkurrenz, zum anderen beschleunigen sie die Begrünung ihres Beckens.

Hornkraut - Ceratophyllum demersumFoto: Joan Carles Juarez / shutterstock.com

Als besonders geeignet für diesen Zweck hat sich Hornkraut herausgestellt. Später können Sie es nach und nach gegen langsamer wachsende Pflanzen ersetzen.

Hände weg von Sumpfpflanzen

Zum Ende sei noch ein kleiner Fauxpas erwähnt, der besonders Anfängern gerne passiert und vor dem Sie bewahrt werden sollten.

Im Zoofachhandel finden sich auch immer wieder Sumpfpflanzen im Sortiment. Diese unterscheiden sich von echten Wasserpflanzen dadurch, dass sie zwar zeitweise, nicht aber dauerhaft untergetaucht überleben können.

Holen Sie sich eine solche Pflanze in Ihr Becken, wird sie über Wochen hinweg verkümmern, bis sie schließlich komplett abstirbt.

Sumpffreund

Verwechseln Sie nicht Sumpfpflanzen mit dem beliebten Sumpffreund (Limnophila sessiliflora), der eine echte Wasserpflanze ist und gerne in Ihr Aquarium einziehen darf.

Sumpffreund - Limnophila sessilifloraFoto: Joan Carles Juarez / shutterstock.com

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Sumpffreund – Limnophila hippuridoides

Preis: ca. 7.99

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Sie erkennen Sumpfpflanzen daran, dass sie häufig in den abenteuerlichsten Farben und Wuchsformen daherkommen, die förmlich „Kauf mich!“ schreien. Viele davon erinnern auch eher an exotische Topfpflanzen als an Aquarienpflanzen.

Da diese Pflanzen in der Lage sein müssen, auch ohne den Auftrieb des Wassers aufrecht zu stehen, fühlen sich ihre Blätter wesentlich fester und stabiler an als jene von Wasserpflanzen.

Sind Sie sich nicht sicher, lassen Sie lieber die Finger von diesen Pflanzen und sparen Sie ihr Geld. Sie werden im Aquarium immer absterben und sind dadurch stets eine Fehlinvestition.

Unser Tipp - Pflanzen in bester Qualität

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Sternpflanze

Preis: ca. 6.99

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Zwergnadelsimse

Preis: ca. 8.99

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Fiederspaltiger Wasserfreund - Dennerle Topf

Preis: ca. 8.99

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