Der Einfluss von Pflanzen auf die Wasserwerte

Pflanzen sind im Aquarium nicht nur attraktiv und bieten Fischen Versteckmöglichkeiten, sie wirken sich auch positiv auf das Ökosystem des Beckens aus. Auf eine Reihe an Wasserwerten haben Pflanzen direkten oder indirekten Einfluss.

Manche davon sind überlebenswichtig, andere davon schaffen in erster Linie ein gesünderes Milieu.

Hier erfahren Sie alles zum Zusammenhang der Pflanzen und Wasserwerte.

Aquarium mit vielen PflanzenFoto: BLUR LIFE 1975 / shutterstock.com

Kohlendioxid

Die Photosynthese, die nur unter Lichteinfluss stattfinden kann, ist eine der wichtigsten Vorgänge der Natur. Sie macht höheres Leben, wie wir es kennen, überhaupt erst möglich.

Die Pflanze nutzt die Photosynthese, um sich selber mit Nährstoffen zu versorgen. Dazu baut sie das Kohlenstoffatom aus dem Kohlendioxid (CO2) in ein Zuckermolekül ein. Übrig bleibt Sauerstoff, der wieder an das Wasser abgegeben wird.

In den meisten Aquarien herrscht CO2-Mangel, weswegen viele Aquarianer das Wasser mit CO2 anreichern. Das geschieht mittels Druckflaschen oder einer Bio-CO2-Anlage.

CO2 Düngung im AquariumFoto: BLUR LIFE 1975 / shutterstock.com

Steigt der Kohlendioxidwert im Wasser, kann die Pflanze effizienter ihre Photosynthese betreiben und zeigt dadurch prächtigeren Wuchs.

Vorsicht

Die Pflanze kann das zugesetzt CO2 nur verwenden, wenn ausreichend Licht vorhanden ist. CO2-Düngung also nur in Kombination mit einer Aufrüstung des Lichts einsetzen.

Sie sollten den CO2-Wert des Wassers stets im Auge behalten. Steigt er zu sehr an, bekommen Ihre Fische Schwierigkeiten bei der Atmung, was langfristig zu gesundheitlichen Schäden oder sogar zum Tod führen kann.

Zu viel CO2 im WasserFoto: panpilai paipa / shutterstock.com

Sauerstoff

Kaum zu glauben, aber der für Tiere lebensnotwendige Sauerstoff entsteht bei der Photosynthese lediglich als Abfallprodukt. In unseren Aquarien ist er besonders wichtig, da der überwiegende Großteil der Fische einzig und allein über ihre Kiemen atmen und daher Sauerstoff aus dem Wasser aufnehmen.

In einem pflanzenlosen Aquarium findet keine Photosynthese statt und das Wasser muss künstlich mit Sauerstoff angereichert werden. Schon mit einer Handvoll Pflanzen können Sie sich solche Geräte sparen.

Sauerstoff im Aquarium mit PflanzenFoto: BLUR LIFE 1975 / shutterstock.com

Weniger bekannt ist, dass auch Pflanzen atmen, also ebenso wie Tiere Sauerstoff verbrauchen. Bei Tag fällt dies aber kaum ins Gewicht, da die weitaus effizientere Photosynthese die Atmung der Pflanzen um ein Vielfaches kompensiert.

In der Nacht hingegen kann der Sauerstoff in einem dicht bewachsenen Becken schon einmal knapp werden. Darum sollten Sie die CO2-Düngung in der Nacht aussetzen. Die Pflanzen betreiben dann ohnehin keine Photosynthese.

pH-Wert

Kohlendioxidgehalt und pH-Wert des Wassers stehen im direkten Zusammenhang. Je mehr CO2 im Wasser gelöst ist, umso niedriger der pH-Wert. Sie können daher durch eine pH-Messung ermitteln, wann es Zeit wird, die CO2-Flasche zu wechseln.

Düngung mit Kohlendioxid ist also ein geeignetes Mittel, den pH-Wert zu senken, sofern sie konstant und dauerhaft durchgeführt wird. Die Photosynthese der Pflanzen verbraucht das Kohlendioxid und hebt daher den pH-Wert wieder geringfügig an.

Wir wissen bereits, dass ein zu hoher CO2-Wert schädlich für Fische ist. Demnach lässt sich auch der pH-Wert nicht nach Belieben drücken.

PH Wert im AquariumFoto: Lothar Drechsel / shutterstock.com

Umgekehrt wird der pH-Wert in einem Becken ohne CO2-Düngung immer höher liegen. In Becken mit Fischen, die einen alkalischen pH bevorzugen, sollten Sie daher auf eine solche Düngung verzichten.

Karbonathärte

Die Karbonathärte ist die dritte Komponente, die in enger Wechselwirkung mit Kohlendioxid und dem pH-Wert steht. Ist sie nämlich hoch, kann selbst CO2-Düngung den pH-Wert nicht senken. Sollten Sie also saures Wasser anstreben, müssen Sie sich zuerst um eine Senkung der Härte kümmern.

Aktiv verändern Pflanzen weder Karbonat- noch Gesamthärte. Wer aber mit CO2-Düngung einen niedrigen pH-Wert erreichen möchte, sollte über die Zusammenhänge Bescheid wissen.

Nitrat

Nitrat ist das Endprodukt in einer langen Reihe an chemischen Reaktionen, die beim Abbau organischer Abfälle ablaufen. Dazu gehören tote Fische, abgestorbene Pflanzenteile, Kot, Futterreste und Mulm. Werden diese von Bakterien zersetzt, entstehen zuerst Ammonium oder Ammoniak, anschließend Nitrit und in weiterer Folge Nitrat.

Hinweis

Nitrat ist im Gegensatz zu Ammonium, Ammoniak und Nitrit erst in sehr hohen Dosen toxisch.

In einem gut laufenden Aquarium werden die Zwischenprodukte rasch abgebaut. Am Ende bleibt Nitrat übrig. Dies kann zwar gefahrlos ansteigen, wir sollten es aber trotzdem nicht so weit kommen lassen.

Nitrat im Aquarium mit Pflanzen - WasserwerteFoto: tetiana_u / shutterstock.com

Eine Möglichkeit, den Nitratwert des Wassers zu senken, ist ein simpler Wasserwechsel. Im Leitungswasser ist nämlich, wenn überhaupt, nur sehr wenig Nitrat gelöst. Ins Aquariumwasser gemischt verdünnt es daher den dortigen Nitratwert.

Eleganter lässt sich das Problem aber mit einer dichten Bepflanzung lösen. Nitrat ist nämlich ein wertvoller Pflanzennährstoff und wird von den Pflanzen für ihre Vitalität und ihr Wachstum verwertet.

Ähnlich wie im Fall von Kohlendioxid und Sauerstoff sind Pflanzen und Tiere also auch hier voneinander abhängig und befinden sich auf Molekularbasis in ständigem Kreislauf miteinander.

Düngung mit Nitrat

Eine Düngung mit Nitrat ist praktisch nur in dicht bepflanzten Becken mit sehr niedrigem oder gar keinem Fischbesatz notwendig.

Unser Tipp - Pflanzen in bester Qualität

Anzeige

Lagenandra meeboldii - Dennerle Topf

Preis: ca. 7.99

Jetzt bei Garnelio bestellen

(Bewertungen anderer Käufer und Details ansehen)

Anzeige

Südamerikanischer Froschbiss

Preis: ca. 9.99

Jetzt bei Garnelio bestellen

(Bewertungen anderer Käufer und Details ansehen)

Anzeige

Ludwigie Rubin - Dennerle Topf

Preis: ca. 7.99

Jetzt bei Garnelio bestellen

(Bewertungen anderer Käufer und Details ansehen)