Pflanzen im Aquarium sind nützlich

Vielleicht haben Sie sich schon gefragt, wozu Sie sich die Anschaffung und Pflege von Pflanzen im Aquarium überhaupt antun sollten. Doch selbst wenn Sie in erster Linie an Ihren tierischen Mitbewohnern interessiert sind, sollten Sie sich zumindest für eine lockere Bepflanzung entscheiden.

Barschpflanzen im AquariumFoto: Mircea Costina / shutterstock.com

Denn Pflanzen im Aquarium sind nicht nur schön und bringen entscheidende biologische Vorgänge in Gang, sie nützen auch Fischen, Garnelen und Schnecken direkt durch ihre Anwesenheit. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Die Photosynthese

Die Photosynthese ist einer der wichtigsten biologischen Prozesse, die Leben auf der Erde überhaupt erst möglich machen. Daher können wir auch im Aquarium kaum darauf verzichten.

Eingesetzt wird dieses Wunderwerk allerdings nur von Pflanzen. Sie können den durch die Pflanzen bereitgestellten Sauerstoff zwar auch mit technischen Geräten einbringen, doch das ist teuer, unpraktisch und berücksichtigt nicht die anderen Vorteile der Photosynthese.

Sauerstoff im Aquarium mit PflanzennFoto: BLUR LIFE 1975 / shutterstock.com

Keine Sorge, Sie müssen keine chemischen Details über den Ablauf lernen. Als Grundlage genügt es zu wissen, dass Pflanzen das von Tieren ausgeatmete Kohlendioxid unter Lichteinfluss wieder zu Sauerstoff umwandeln.

Zu viel CO2 im WasserFoto: panpilai paipa / shutterstock.com

Dieses benötigen alle Tiere in Ihrem Aquarium zwingend zur Atmung. So ganz nebenbei entnehmen die Pflanzen dem Wasser bei diesem Vorgang Nährstoffe, die sich sonst durch den Stoffwechsel der Tiere und abgestorbene Biomasse in ungesundem Ausmaß anreichern würden.

Anspruchsvolle Pflanzen

Anspruchsvolle Pflanzen benötigen zusätzliche Düngung und spezielle Lichtbedürfnisse. Greifen Sie daher bei Ihrem ersten Becken lieber zu Anfängerpflanzen.

Sie sehen also, dass die Photosynthese nur Vorteile bietet. Alles, was Sie bei den genügsamsten Pflanzen machen müssen, ist, sie ins Aquarium zu setzen und zu beleuchten. Immerhin fällt bei Aquarienpflanzen sogar das lästige Gießen weg.

Versteckmöglichkeiten und Schattenspender

Unterschätzen Sie nicht die Bedeutung von Pflanzen als Versteck für schreckhafte Fische. Ohne eine Rückzugsmöglichkeit befinden sich Ihre Tiere ständig auf dem Präsentierteller, was nur die wenigsten Arten vertragen.

Mosaikfadenfisch und seine Haltung im AquariumFoto: Karel Zahradka / shutterstock.com

Die meisten Fische werden sich dann von den Bewegungen vor dem Becken gestört fühlen und nach einiger Zeit nur noch apathisch und farblos in einer Ecke hängen. Die Möglichkeit, sich solchen Gefahren zu entziehen fördert also auch die Gesundheit Ihrer Bewohner.

Aber auch innerhalb des Beckens sind Versteckmöglichkeiten essentiell. Durch geschickt platzierte Pflanzen können Fische Reviergrenzen abstecken, ungestört fressen oder zu lästiger Balz entgehen.

Aquarienpflanzen als Versteck für FischeFoto: Alex Popov / shutterstock.com

Feingliedrige Pflanzen, wie Moose, erhöhen hingegen die Überlebenschancen für Fischnachwuchs.

Unser Tipp

Große und stabile Pflanzen, wie Echinodorus oder Anubias, eignen sich besonders gut für die Strukturierung eines Beckens.

Sie wissen bereits, dass eine Beleuchtung des Beckens notwendig für die lebenswichtige Photosynthese ist. Viele Fische benötigen aber gar kein so grelles Licht und besonders nachtaktive Arten fühlen sich sogar davon gestört.

Pflanze mit großen Blättern oder einem dichten Wuchs bieten Schattenplätze, in denen sich diese Fische tagsüber vor dem Licht zurückziehen können.

Hinweis

Schwimmpflanzen und Tigerlotus sind sehr gute Schattenspender.

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Substrat für Nahrung und Eier

Bakterien und andere Kleinstlebewesen siedeln sich besonders an allen möglichen Oberflächen im Aquarium an. Natürliche Substrate werden gegenüber Scheiben oder technischen Geräten bevorzugt, weswegen Sie zur Vergrößerung der möglichen Oberfläche nicht nur Wurzeln, Steine und jede Menge Filtersubstrat einbringen sollten, sondern eben auch Pflanzen.

Einige dieser Mikroorganismen sind wichtig für die biologischen und chemischen Vorgänge Ihres Aquariums, andere dienen als willkommener Snack für Ihre Bewohner.

Während manche Fische Brutpflege betreiben oder ihre Eier einfach irgendwo fallen lassen, kleben andere Arten diese gerne an einen Untergrund fest. Großblättrige Pflanzen werden hier besonders gerne benutzt.

Fischeier an AquarienpflanzenFoto: Przemek Iciak / shutterstock.com

Manche Fischarten lassen sich sogar erst durch den Einsatz der richtigen Pflanze zum Ablaichen bewegen. Weniger anspruchsvoll sind Schnecken. Diese legen ihre Eier ab, wo es ihnen gerade passt, sie brauchen aber auch dafür ein Substrat.

Konkurrenz zu Algen

Kaum jemand von uns möchte Algen in seinem Aquarium haben. Sie sind zwar in den meisten Fällen nicht schädlich, aber weder sind sie schön anzusehen, noch gut in den Griff zu bekommen.

Erste Algen zeigen sich nach 10 Tagen

Es sei denn natürlich, man kümmert sich um eine ausreichende Bepflanzung des Beckens. Höhere Pflanzen und Algen kämpfen nämlich um dieselben Nährstoffe. Algen setzen sich aber erst durch, wenn sie wenig Konkurrenzdruck spüren.

Insbesondere schnellwachsende Pflanzen, wie Hornkraut, Wasserlinsen oder Wasserpest, sind bekannt dafür, Nährstoffe schneller aufzunehmen als Algen und ihnen dadurch keine Chance zu geben.

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Natürlichkeit

Letzten Endes sind Pflanzen auch einfach hübsch anzusehen und verleihen Ihrem Wohnzimmer einen exotischen und natürlichen Touch.

Einfluss der Wasserpflanzen auf die Wasserwerte im AquariumFoto: BLUR LIFE 1975 / shutterstock.com

Der Eindruck des lebenden Bildes wird nämlich erst durch das Zusammenspiel von Tieren und Pflanzen erweckt. Schließlich gibt es sowohl zu Land als auch zu Wasser kaum natürliche Lebensräume, die gänzlich ohne Pflanzen auskommen.

Artgerechte Haltung

Für die meisten Fischarten gehören Pflanzen zu einer artgerechten Haltung zwingend dazu.

Moos im Aquarium - Moosarten und EinsatzFoto: BLUR LIFE 1975 / shutterstock.com

Vielleicht haben Sie schon von der Naturaquaristik oder von holländischen Pflanzenaquarien gehört. Hier stehen die Pflanzen sogar im Vordergrund bei der Gestaltung atemberaubender Unterwasserlandschaften.

Diese eindrucksvollen Ergebnisse lassen sich nur durch den geschickten Einsatz von Pflanzen erzielen. Tiere sind in diesen Modellen nur Statisten. Manche Aquarianer verzichten dann sogar komplett auf Tiere, da sie in der reinen Pflege der teilweise sehr anspruchsvollen Pflanzen eine weitaus größere Herausforderung sehen.

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