Übersicht der Wassernabel-Arten

Aussehen der Wassernabel-Arten

Einige Hydrocotyle-Arten sind einjährig, die bisher in Aquarien regelmäßig gepflegten Arten aber mehrjährig. Sie bilden meist längere, kriechende, aufrecht stehende oder an der Wasseroberfläche flotierende Sprossen, die sich an den Knoten leicht bewurzeln. Die relativ kleinen Blätter sind von runder oder nierenförmiger Gestalt mit glattem oder gezähntem Rand. Beim Dreiteiligen Wassernabel Hydrocotyle cf. tripartita sind die Blätter dagegen drei- bis fünffach gelappt. Im Verhältnis zu den kleinen Blattspreiten sind die Blattstiele relativ lang. Sie setzen entweder an der tief gespaltenen Blattbasis an, die Blätter stehen dann im schrägen Winkel oder schwach geneigt zur Sprossachse. Oder der Blattstiel inseriert in der Blattmitte, sodass die Blätter wie kleine Schirme waagerecht im Wasser stehen – wie dies beim Amerikanischen und gewöhnlichen Wassernabel der Fall ist (Hydrocotyle verticillata und Hydrocotyle vulgaris). Die Blüten bilden meist einen kleinen doldenförmigen Blütenstand. Die Blüten selbst sind klein und unscheinbar, von weißlicher oder grüngelber Färbung.

Haltungsbedingungen der Wassernabel-Arten im Aquarium

Bis auf den aus Asien stammenden Kleinblättrigen Wassernabel Hydrocotyle sibthorpioides gelten die in Aquarien gehaltenen Arten als ausgesprochen pflegeleicht. Wassertemperatur und Härtegrade des Wassers scheinen eine untergeordnete Rolle zu spielen. Wichtig ist aber eine ausreichend helle Beleuchtung, so verkümmern die Pflanzen, ihre unteren Blätter beginnen zu faulen oder die an und für sich normalerweise über dem Substrat kriechenden Arten beginnen senkrecht dem Licht entgegen in die Höhe zu wachsen. Auch ein ausgewogenes Verhältnis an Nährstoffen ist für ein gesundes Wachstum der Pflanzen wichtig. Die zierlichen, an dünnen Ranken über dem Boden kriechenden oder im Wasser flotierenden Pflanzen kommen am besten in kleinen Gruppen – je nach Wuchshöhe im Vorder- oder Mittelgrund des Beckens zur Geltung. Kleinblättrige, niedrige Arten, die sich in Polstern langsam über Hindernisse wie größere Steine oder Holzstücke schieben, erfreuen sich wachsender Beliebtheit beim Aquascaping. Lediglich der einheimische Gewöhnliche Wassernabel Hydrocotyle vulgaris kommt auch für das Kaltwasseraquarium oder einen Platz in der Flachwasserzoen des Gartenteiches infrage. Die meisten Hydrocotyle-Arten lassen sich recht einfach vegetativ mit Hilfe von Kopfstecklingen oder Seitentrieben vermehren. Da sie unter Aquarienbedingungen nur selten blühen, spielt die generative Vermehrung mit Hilfe der Samen keine Rolle.

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