Körnung und äußere Beschaffenheit des Aquarienkieses

Im Fachhandel wird Aquarienkies in diversen Körnungen angeboten. Betrachtet man diese Körnungen, stellt man fest, dass der Übergang von Kies zu Sand selbstverständlich nahezu fließend ist. Sehr feiner Kies mit einer Körnung von um die 2 mm oder darunter ist im Grunde bereits als Sand zu bezeichnen, während richtiger Aquarienkies standardmäßig eine Körnung von 3 mm bis 5 mm aufweist, mitunter aber auch noch deutlich grobkörniger ausfallen kann. Damit der passende Aquarienkies für ein spezifisches Aquarium erworben werden kann, muss immer im Hinterkopf behalten werden, welche Tiere und Pflanzen später einmal in dem Aquarium leben sollen.

Sehr feiner Aquarienkies oder sogar Aquariensand ist vor allem dann auszuwählen, wenn in dem Aquarium Tiere gehalten werden sollen, die sich viel am Boden aufhalten, um hier zum Beispiel nach Nahrung zu suchen. Feiner Aquarienkies ist dabei auch für Pflanzen mit zarten Wurzeln gut geeignet. Gröberer Kies kommt im Umkehrschluss vor allem infrage bei Haltung größerer Tiere, die den Bodengrund weniger nutzen, und beim Einsatz von Pflanzen, die für die Wurzelbildung mehr Platz benötigen. Mit gröberem Kies lassen sich einfacher Landschaften im Aquarium gestalten, er benötigt allerdings auch eine sehr gute Pflege, damit er als biologischer Filter dienen kann, und Schmutz, der in die größeren Zwischenräume gelangt, das biologische Gleichgewicht nicht gefährdet.

Nicht nur die Körnung, sondern auch die äußere Beschaffenheit des Kieses ist allerdings bei der Auswahl entscheidend. Grundsätzlich ist abgerundeter Aquarienkies zu empfehlen. Er minimiert das Risiko, dass sich die Tiere im Aquarium verletzen können. Hat man sich für eine bestimmte Körnung entschieden, sollte man zudem einen Blick darauf werfen, ob die einzelnen Kiesel tatsächlich jeweils in etwa dieselbe Größe besitzen. Werden kleine und große Kiesel unkontrolliert gemischt, kann dies zu einer starken Abdichtung des Bodens führen, welche die Durchspülung desselben gefährdet.

Inhaltsstoffe von Aquarienkies

Aquarienkies sollte im Idealfall selbstverständlich möglichst natürlich sein und keine schädlichen Stoffe an das Wasser abgeben, die den Aquarienbewohnern und Pflanzen schaden könnten. Zu warnen ist in diesem Kontext vor allem vor kalkhaltigem Aquarienkies. Kalk ist zwar grundsätzlich auch ein natürlicher Stoff, er könnte aber in der Lage sein, den PH-Wert des Aquarienwassers nachträglich zu erhöhen, was bei einem ansonsten bereits gut eingestellten Aquarium natürlich in aller Regel nicht willkommen ist. Darüber hinaus zeigen sich manche Aquarianer skeptisch gegenüber gefärbtem und kunststoffummanteltem Aquarienkies. Hier wird immer wieder die Befürchtung laut, dass sich Stoffe aus dem Kies lösen könnten, die im Aquarienwasser unerwünscht sind. Ob diese Befürchtung grundsätzlich berechtigt ist, können wir an dieser Stelle nicht klären. Aquarienkies sollte immer im Fachhandel erworben, aber auch hier kritisch geprüft werden – wer nach billigem Ersatz sucht, sich aber nicht mit etwaigen Inhalts- und Zusatzstoffen auskennt, setzt seine Tiere und Pflanzen einem unnötigen Risiko aus.

Sortierung und sonstige Vorbereitung des Aquarienkieses

Auch bei gutem Aquarienkies kann es einmal vorkommen, dass einzelne Kiesel eine andere Größe aufweisen als die Masse. Grobes Vorsortieren kann hier angeraten sein, um einem zu dichten Bodengrund und einer etwaigen Verletzungsgefahr vorzubeugen. Dabei sollten auch, wenn vorhanden, zum Beispiel Fremdkörper wie Muschelschalen entfernt werden. Zudem ist das Durchspülen und Waschen von Aquarienkies und Aquariensand unabdingbar. Durch diesen Vorgang, der getrost mehrmals wiederholt werden kann, können zumindest unerwünschte Stoffe, die sich auf Sand oder Kies abgesetzt haben, entfernt werden. Unerwünschte Stoffe im Aquarienkies selbst werden so allerdings natürlich nicht im gewünschten Maße reduziert, sodass eine sorgfältige Auswahl des Materials durch das Waschen nicht obsolet wird. Das Einfüllen des sauberen Kieses muss immer vorsichtig erfolgen, damit das Aquarium nicht beschädigt wird. Zudem ist darauf zu achten, dass eine gewisse Bodengrundhöhe erreicht wird, damit Pflanzen ausreichend Halt finden und der Bodengrund einen Beitrag zum biologischen Gleichgewicht im Becken leisten kann: Ca. 6 cm sind dabei eine gute Wahl, es darf aber auch ruhig etwas mehr sein.

Vor- und Nachteile von Aquarienkies

Vorteilhaft an Aquarienkies ist ohne Frage, dass zwischen den einzelnen Kieseln immer ein wenig Platz bleibt. So kann hier nicht nur Wasser eindringen, es können sich auch die für jedes Aquarium wichtigen und nützlichen Bakterien ansiedeln, die das biologische System im Gleichgewicht halten. Der Platz zwischen den einzelnen Steinchen hat allerdings auch einen entscheidenden Nachteil: Schmutz, der im Aquarium zum Beispiel in Form von Fischkot oder nicht gefressenem Futter anfällt, kann in einen Bodengrund aus Aquarienkies einsickern. Der Kiesboden muss dementsprechend regelmäßig fachgerecht gereinigt werden, damit sich kein Schlamm bildet, der die Wasserwerte negativ beeinflussen könnte.

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