Die 9 häufigsten Ursachen warum Fische im Aquarium sterben

1. Krankheiten

Ein Transport ist immer belastend für Fische. Der Fang versetzt die Tiere in Stress und zusätzlich muss sich der Körper auf neue Wasserbedingungen einstellen. In solch einer Situation haben es Keime leicht, das Immunsystem der Tiere zu überlisten.

Andere Fische haben sich bereits im Händlerbecken infiziert, da dort die Keimdichte aufgrund des beengten Raumes sehr hoch ist. Im Heimaquarium kommt eine solche Krankheit dann zum vollen Ausbruch.

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Seemandelbaumblätter im Wasser wirken sich positiv auf die Fischgesundheit aus, mindern den Keimdruck und beugen dadurch auf natürliche Weise Erkrankungen vor.

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Beobachten Sie Ihre neu gekauften Tiere und achten Sie auf Veränderungen, wie blasse Farben, abstehende Schuppen oder einen pelzigen Belag.

Kranke Fische zeigen ihr Unwohlsein indem sie an der Wasseroberfläche hängen, apathisch nach Luft schnappen oder ihre Flossen klemmen.

2. Nitritvergiftung

Eine Nitritvergiftung tritt fast nur bei neu eingerichteten Becken auf. Viele Anfänger sind zu ungeduldig und warten nicht den Nitritpeak ab, bevor sie die ersten Fische kaufen.

Während das Endprodukt Nitrat vergleichsweise harmlos ist und auch in hohen Mengen noch vertragen wird, wirkt Nitrit schon in kleinen Mengen toxisch auf Fische.

Fische mit einer Nitritvergiftung wirken apathisch und schnappen an der Wasseroberfläche nach Luft.

Dann helfen nur noch mehrere großzügige Wasserwechsel, bis der Nitritwert wieder sinkt und die Fische ihr krankhaftes Verhalten einstellen.

Warten Sie aber damit nicht zu lange, Nitrit führt in kurzer Zeit dazu, dass die Fische im Aquarium sterben.

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3. Zu viel CO2

Nachts betreiben Pflanzen keine Photosynthese und können daher kein CO2 zu Sauerstoff umwandeln. In einem zu dicht besetzten Becken kann der Sauerstoff dann über Nacht knapp werden.

Bewegte Oberfläche

Eine bewegte Oberfläche treibt CO2 aus. Richten Sie Ihren Filterauslauf entsprechend aus.

Sollten Sie zum ersten Mal mit CO2 düngen, haben Sie am besten immer die entsprechenden Werte im Auge. Im Handel sind CO2 Dauertests erhältlich.

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Schränken Sie die Zufuhr in der Nacht ein, da die Pflanzen das CO2 dann ohnehin nicht verwerten können.

4. Falsche Wasserwerte

Dass Fische einfach nur Wasser für ihr Überleben brauchen, ist ein Trugschluss. Während einige Arten einen sehr hohen Toleranzbereich haben, können andere nur bei einer bestimmten Wasserhärte oder Temperatur überleben.

Stellen Sie entweder durch Tests oder durch Auskunft bei den hiesigen Wasserwerken die Parameter Ihres Leitungswassers fest und wählen Sie entsprechende Tierarten, die sich in diesen Wasserwerten wohl fühlen.

Am wichtigsten sind die Werte für Gesamthärte und der pH-Wert.

Fische im Aquarium sterben aufgrund kritischem PH-WertFoto: Joan Carles Juarez / shutterstock.com

Obwohl die meisten Aquarienfische aus tropischen Gefilden stammen, vertragen sie zu hohe Temperaturen nur sehr schlecht. Die meisten Arten fühlen sich zwischen 24 und 26° C wohl, was in vielen Wohnzimmern selbst ohne Heizstab locker gehalten werden kann.

Andere Arten aber bevorzugen deutlich niedrigere oder höhere Temperaturen.

Erkundigen Sie sich unbedingt über den idealen Temperaturbereich Ihrer Pfleglinge und kombinieren Sie keine Arten, deren Wohlfühltemperatur zu stark abweicht.

5. Falsche Vergesellschaftung

Stress kann auch bei idealen Wasserwerten von den Fischen untereinander ausgelöst werden. Schwarmfische benötigen entsprechend viele Artgenossen um sich, während andere keine Artgenossen in der Nähe ihres Reviers dulden.

Kampffische bekämpfen einander mitunter sogar bis zum Tod, wenn sie im selben Becken gehalten werden.

Blauer Kamppfisch im AquariumFoto: Relexa / shutterstock.com

Sozialverhalten der Fische

Erkundigen Sie sich vor dem Kauf immer über das Sozialverhalten Ihrer gewünschten Art.

Achten Sie auch darauf, dass viele Arten in einer Räuber-Beute-Beziehung zueinanderstehen und die Beutefische ständig gejagt werden.

Generell sind die meisten Fische Allesfresser und schnappen nach allem, was ins Maul passt. Achten Sie daher selbst bei Fischen aus unterschiedlichen Lebensräumen darauf, dass der Größenunterschied nicht zu hoch wird.

6. Vergiftung durch Chlor, Blei oder Kupfer

Diese Situation tritt eher selten ein, muss aber auch als Möglichkeit in Betracht gezogen werden. Kupfer und Blei finden sich besonders in Altbauten in veralteten Wasserleitungen.

Gehen die Metalle ins Wasser über, wirken sie für Fische schon in geringen Mengen toxisch und die Fische im Aquarium sterben.

Chlor findet sich im Leitungswasser nur selten, kann aber besonders in den heißen Sommermonaten zugesetzt werden, um das Wasser zu klären. Auskunft über eine temporäre Chlorzugabe erhalten Sie beim zuständigen Wasserwerk.

7. Fehler bei der Fütterung

Während die meisten Fische Allesfresser sind, benötigen andere einen sehr spezifischen Speiseplan, ohne den sie nicht überleben können.

Solche Spezialisten können unter Umständen nicht ohne Schnecken oder Algen überleben, andere nehmen ausschließlich Lebendfutter an.

Welse mit Saugmaul

Die meisten Welse mit Saugmaul benötigen einen hohen Anteil an pflanzlicher Nahrung auf ihrem Speiseplan.

Besonders Anfänger meinen es gerne zu gut mit ihren Fischen und füttern viel zu viel. Während Aquarienfische praktisch nie verhungern: Fische im Aquarium sterben häufiger an einer krankhaften Fettleber.

Honigguarami Haltung und FutterFoto: Ian Grainger / shutterstock.com

Füttern Sie daher nur kleine Mengen und bauen Sie immer wieder Hungertage ein. In einem gut eingelaufenen Aquarium finden Fische immer Kleinigkeiten zu fressen.

8. Fische sind bereits beim Kauf vorbelastet

Dass manche Fische bereits mit Krankheitserregern in den Verkauf gelangen, wurde bereits erwähnt. Ähnlich verhält es sich mit Parasiten.

Beides geht dann auf den Altbestand über und kann ganze Aquariengemeinschaften ausrotten.

Andere Fische haben organische Vorbelastungen, von denen niemand etwas weiß.

Wieder andere sind beim Kauf bereits älter als erwartet. In beiden Fällen nimmt die Natur ihren Lauf und niemand kann dafür verantwortlich gemacht werden.

9. Zu häufige Arbeiten am Becken

Wer sein Becken zu penibel und zu oft reinigt, riskiert ein Kippen des ökologischen Gleichgewichts. Stoffkreisläufe stellen sich am besten ein, wenn sie sich in Ruhe und bei gleichbleibenden Bedingungen entwickeln können.

Dekorieren Sie daher nicht ständig um und lassen Sie auch einmal etwas Mulm liegen. Auch Ihre Fische werden es Ihnen danken, da die Hand im Aquarium für sie in erster Linie Stress bedeutet.

Maßnahmen für ein langes Fischleben


Zusammenfassend sollten Sie diese Punkte beachten, um Ihre Fische möglichst lang zu erhalten:

  • Quarantänebecken für neu gekaufte Tiere
  • Regelmäßige Wasserwechsel alle zwei bis drei Wochen
  • lieber weniger Besatz, der im Sozialverhalten zueinander passt
  • keine zu penible Reinigung des Filters und des Bodens
  • abwechslungsreiche Fütterung in Maßen
  • Abwarten des Nitritpeaks
  • Regelmäßige Kontrolle der Wasserwerte

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