Passende Aquarienpflanzen auswählen

Als aller Erstes sollte man sich Gedanken darüber machen, welche Aquarienpflanzen überhaupt in das eigene Aquarium passen. Um diesbezüglich zu einem Ergebnis zu kommen, gilt es, vor allem den bereits vorhandenen Besatz mit Tieren und Pflanzen, den anvisierten Standort der neuen Aquarienpflanzen und deren Ansprüche zu berücksichtigen. Um zu verdeutlichen, warum der Besatz an Tieren entscheidend bei der Auswahl neuer Aquarienpflanzen sein kann, anbei zwei Beispiele: Hält man Tiere in seinem Aquarium, die viele Versteckmöglichkeiten benötigen, sollte die Wahl auf feinfiedrige Pflanzen fallen. Hält man hingegen Tiere, die dazu neigen, Aquarienpflanzen zu beschädigen, kommen nur sehr robuste Pflanzen infrage. Zudem gibt es immer wieder Gerüchte, dass einzelne Aquarienpflanzen für bestimmte Aquarientiere schädlich sein könnten.

Auch die bereits vorhandenen Pflanzen, die im Aquarium verbleiben sollen, können eine Rolle bei der Auswahl spielen: Sind zum Beispiel sehr viele große Pflanzen vorhanden, die das Becken verschatten, sollte man nur neue Aquarienpflanzen in das Becken einbringen, die wenig Licht benötigen. Der anvisierte Standort wiederum ist bei der Auswahl neuer Aquarienpflanzen zu berücksichtigen, da sich Aquarienpflanzen hinsichtlich ihrer Wuchsgeschwindigkeit und Wuchshöhe unterscheiden können. Sucht man eine Pflanze für den Vordergrund, wird man eher eine kleinbleibende Pflanze mit einer langsamen Wuchsgeschwindigkeit wählen, wohingegen bei einer Pflanze für den Hintergrund in der Regel die Eigenschaften schnelle Wuchsgeschwindigkeit und ausladende Wuchshöhe erwünscht sind.

Hat man in einem ersten Schritt identifiziert, welche Aquarienpflanzen zum bereits vorhandenen Besatz mit Tieren und Pflanzen sowie zum anvisierten Standort passen, muss man in einem zweiten Schritt prüfen, welche der noch infrage kommenden Pflanzen welche Ansprüche stellt. Ideal ist es dabei, wenn die Ansprüche der neuen Aquarienpflanzen mit denen der vorhandenen sowie mit denen der zu pflegenden Aquarientiere weitestgehend korrespondieren. Ist dieses nicht der Fall, bedeutet es in der Regel viel Arbeit, Wasserwerte und Bedingungen zu schaffen, die den neuen Pflanzen genauso gerecht werden wie den alten und den Aquarientieren. Im Extremfall ist dieses sogar gar nicht möglich.

Gute Bezugsquellen identifizieren

Hat man sich für bestimmte neue Aquarienpflanzen entschieden, gilt es, eine seriöse Bezugsquelle ausfindig zu machen. Eine, aber nicht die einzige, Anlaufstelle ist dabei natürlich ein Aquaristikfachgeschäft vor Ort, mit dem man auch zuvor schon gute Erfahrungen sammeln konnte. Mittlerweile kann man neue Aquarienpflanzen aber zum Beispiel auch im Internet bestellen. Seriöse Händler kann man unter anderem daran erkennen, dass sie eine fundierte Beratung bezüglich der Aquarienpflanzen bieten und über die Herkunft der Pflanzen detailliert Auskunft erteilen können. Am besten ist es aber natürlich, wenn man sich auf Empfehlungen anderer Aquarianer bezüglich einer seriösen Bezugsquelle verlassen kann. Sehr sicher und oft auch preiswert ist es zudem, wenn man den direkten Kontakt zu anderen Aquarianern sucht: Diese können oft Ableger von Pflanzen anbieten, die sie in ihrem eigenen Aquarium bereits erfolgreich pflegen. Tipps zur Kultivierung der Pflanzen sind dabei in der Regel inklusive.

Aquarienpflanzen prüfen, wässern und reinigen

Sind die neuen Aquarienpflanzen eingetroffen, wird man diese in der Regel erst einmal gut prüfen. Abgestorbene Blätter sollten entfernt werden – genauso wie aufsitzende Schnecken, wenn man diese Tiere möglichst nicht in seinem Aquarium haben möchte. Nun stellt sich aber eine weitere wichtige Frage, anhand der sich die Geister scheiden: Darf man neue Aquarienpflanzen einfach direkt in das Aquarium einpflanzen oder sollte man sie weiter vorbehandeln?

Konsens unter Aquarianern ist es, dass zumindest eventuell vorhandene Töpfe, Steinwolle und Bleigewichte vor einem Einpflanzen entfernt werden müssen und dass ein Abspülen der Pflanze sinnvoll ist. Viele Aquarianer gehen aber noch einen Schritt weiter und wässern neue Aquarienpflanzen langfristig. Durch diese Maßnahme lassen sich im Idealfall zwei Vorteile erreichen: Zum einen besteht die Hoffnung, dass die neuen Aquarienpflanzen durch ein langfristiges Wässern intensiver von Schadstoffen – zum Beispiel in Form von Düngerrückständen – befreit werden können als beim kurzen Abspülen. Zum anderen kann ein Wässern auch als eine Form der Quarantäne betrachtet werden: Die Chancen, dass man Schädlinge wie Planarien, aufwachsende Algen oder unerwünschte Eigenschaften der neuen Aquarienpflanzen bemerkt, steigen zumindest etwas, wenn man die neuen Aquarienpflanzen zunächst ein wenig beobachtet.

Manche Aquarianer wässern neue Aquarienpflanzen nur für eine kurze Zeit – zum Beispiel für ein paar Tage. Andere Aquarianer wiederum führen sogar Wässerungen durch, die zwei Wochen dauern können. Nicht vergessen werden sollte dabei, dass ein langes Wässern neuen Aquarienpflanzen allerdings auch schaden kann: In einem Gefäß, das einfach mit Leitungswasser befüllt wird, herrschen nun einmal nicht derart gute Bedingungen wie in einem eingefahrenen Aquarium. Aus diesem Grunde wählen viele Aquarianer beim Wässern neuer Aquarienpflanzen einen hellen Standort für das Gefäß, in dem die Pflanzen zunächst aufbewahrt werden sollen, und fügen bei Bedarf eine Heizung hinzu. Wichtig beim Wässern ist aber vor allem, dass man das Wasser regelmäßig wechselt: Auf diese Weise können die ausgeschwemmten Schadstoffe überhaupt erst entfernt werden. Würde man den Wasserwechsel unterlassen, würden die neuen Aquarienpflanzen einfach nur in einem fragwürdigen Sud ziehen.

Einpflanzen

Geht es an das Einpflanzen der neuen Aquarienpflanzen, ist Behutsamkeit gefragt. Die Wurzeln vieler Aquarienpflanzen sind recht sensibel: Werden sie unsachgemäß behandelt, kann dies dazu führen, dass neue Aquarienpflanzen weniger gut anwachsen oder sogar gar nicht gedeihen. Wurzeln, die offensichtlich abgestorben sind, kann und sollte man aber natürlich trotzdem entfernen, und auch das Kürzen der übrigen Wurzeln macht bei vielen neuen Aquarienpflanzen durchaus Sinn. Das Kürzen der Wurzeln kann im Idealfall ein besseres Wurzelwachstum erzeugen, sodass die neue Aquarienpflanze in ihrem neuen Zuhause im wahrsten Sinne des Wortes besser Fuß fassen kann. Wie man beim Einpflanzen weiter vorgehen muss, hängt ganz wesentlich von der Art der Pflanze ab: Dass nicht immer das klassische und behutsame Einbringen in den Bodengrund angeraten ist, erkennt man dabei gut an Pflanzen, die ein Rhizom aufweisen. Würde man dieses in den Bodengrund einbringen, könnte es schnell faulen und somit nicht nur der neuen Aquarienpflanze den Garaus machen, sondern sich auch negativ auf die Wasserqualität im Aquarium auswirken.

Im Übrigen gibt es viele Hilfsmittel, die es erleichtern, neue Aquarienpflanzen in ein Aquarium einzusetzen: Allen voran ist hier natürlich eine Pflanzpinzette zu nennen. Wer neue Aquarienpflanzen gar nicht im klassischen Sinne einpflanzen, sondern lieber auf einen Dekorationsgegenstand aufbinden möchte, benötigt entsprechende Schnüre, die beim Kontakt mit Wasser keine Schadstoffe abgeben. Besitzen die Pflanzen die Fähigkeit, auf Dekogegenständen aufwachsen zu können, können die Schnüre später wieder aus dem Aquarium entfernt werden. Ebenfalls zur Befestigung können Pflanznadeln und Netze dienen – je nachdem, welches Einsatzgebiet man sich für die neuen Aquarienpflanzen vorgestellt hat. Sind die neuen Aquarienpflanzen erst einmal im Aquarium, sollte man sie genauso wie die Aquarienbewohner regelmäßig beobachten: So kann man schnell erkennen, ob es der Pflanze gut ergeht oder ob man nachbessern muss.

Was würde gut in ihr Aquarium passen?

Anzeige

Märchenstein

Preis: ca. 29.99

Jetzt bei Garnelio bestellen

(Bewertungen anderer Käufer und Details ansehen)

Anzeige

Regenbogenschiefer

Preis: ca. 4.99

Jetzt bei Garnelio bestellen

(Bewertungen anderer Käufer und Details ansehen)

Anzeige

NatureHolic Tausendäster

Preis: ca. 4.99

Jetzt bei Garnelio bestellen

(Bewertungen anderer Käufer und Details ansehen)