Zu Unrecht werden die in der Zoohandlung oft unscheinbar wirkenden Regenbogenfische von vielen Aquarianern verschmäht. Ausgewaschen und gut eingewöhnt faszinieren die Tiere nämlich mit spektakulären Farben, die sich je nach Stimmung und Paarungsbereitschaft ändern und der Gruppe auch den Namen einbrachte.

Es lohnt sich daher, einen genaueren Blick auf diese australische Fischfamilie zu werfen.

Fische Finder

Hier kannst Du Regenbogen- und Ährenfische nach Eigenschaften und Aquariums-Parametern durchsuchen. Alle Angaben sind optional.

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Wasserparameter und Aquarium

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Aquarium für Regenbogenfische einrichten

Am aller wichtigsten bei der Haltung von Regenbogenfischen ist der Griff zu einem großen Aquarium. 120 cm Länge sollten dabei das absolute Mindestmaß sein.

Viele Regenbogenfischarten werden über 10 cm groß. Darüber hinaus leben die Tiere im Schwarm und brauchen viel Schwimmraum. Wählen Sie daher ein möglichst großes Becken.

Unser Tipp

Regenbogenfische schwimmen gerne gegen die Strömung an. Richten Sie den Filterauslauf der Beckenlänge nach aus.

Bodengrund

Der Bodengrund ist Regenbogenfischen relativ egal. Sie halten sich bevorzug in der mittleren Region des Beckens auf und interagieren kaum mit dem Bodengrund. Wählen Sie, was Ihnen selber gefällt oder was der Beibesatz benötigt.

Pflanzen

Greifen Sie eher zu niedrigen Pflanzen und setzen Sie größere an den Rand des Beckens. Den Tieren muss genügend Schwimmraum übrig bleiben.

Schaffen Sie dennoch mit Wurzeln und höheren Pflanzen einige geeignete Verstecke, damit sich Weibchen auch einmal vor paarungswilligen Männchen zurückziehen können.

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Wasserwerte

Der große Vorteil von Regenbogenfischen liegt in ihren bevorzugten Wasserwerten. Diese können nämlich ruhig hart und alkalisch ausfallen. Das entspricht den Werten der meisten deutschen Leitungswasser.

Generell sind Regenbogenfische aber bei Wasserwerten nicht sonderlich wählerisch und recht anpassungsfähig. Das liegt daran, dass Regenbogenfische ursprünglich von Salzwasserfischen abstammen und bis heute eine hohe Toleranz gegenüber der Wasserhärte behalten haben.

Artgerechte Haltung von Regenbogenfischen

Regenbogenfische leben in Flüssen und Bächen mit hohem Wasserdurchlauf. Für die artgerechte Haltung sind daher häufige, großvolumige Wasserwechsel notwendig. Führen Sie diese wöchentlich durch und tauschen Sie dabei ca. ein Drittel des Wasservolumens.

Regenbogenfische vergesellschaften

Allgemein gelten Regenbogenfische als recht friedliche Fische und sind daher leicht zu vergesellschaften. Aufpassen sollten Sie nur bei zu kleinen Fischen und Garnelen, da diese eventuell als Futter angesehen werden können.

Sollten Sie ein Biotopaquarium anstreben, werden Sie nur verschiedene Regenbogenfischarten miteinander halten können, was auch problemlos möglich ist.

Leider sind im Handel keine anderen Fischarten aus Australien oder Neuguinea vertreten, weswegen Sie sonst nur Fische aus anderen Erdteilen vergesellschaften können. Wählen Sie ähnlich friedliche Arten, die mit denselben Wasserwerten zurechtkommen.

Welse, Salmler und Barben bieten sich als gute Beckennachbarn an. Auch Lebendgebärende Zahnkarpfen werden gerne mit Regenbogenfischen vergesellschaftet. Beide Familien sind sehr aktiv und bevorzugen hartes, alkalisches Wasser.

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Charakter und Eigenheiten

Regenbogenfische stecken keine Reviere ab, müssen sich aber mitunter dennoch ab und zu aus dem Weg gehen. Um etwaige Aggressionen untereinander abzumildern, sollten Sie mehr als zwei Männchen im Schwarm halten.

Die Weibchen unterschiedlicher Arten ähneln einander optisch sehr. Achten Sie daher darauf, unbedingt die richtigen Weibchen zu Ihren Männchen zu setzen. Sie beugen damit auch unerwünschten Kreuzungen vor, die unbedingt vermieden werden sollten.

Voraussetzung dafür ist ein verantwortungsvoller Händler, der gewissenhaft mit seinem Bestand umgeht. Jungtiere im Handel sind nämlich oft noch unscheinbar gefärbt und entwickeln ihr faszinierendes Farbenspiel erst im ausgewachsenen Alter.

Lieblingsfutter und gesunde Ernährung

Generell gilt, dass Regenbogenfische unermüdlich auf Futtersuche sind und am liebsten den ganzen Tag fressen würden. Viel kleiner als der Hunger ist hingegen das Maul.

Achten Sie darauf, nicht zu großes Futter zu reichen. Ob Sie Flocken-, Frost- oder Lebendfutter wählen, ist dabei nebensächlich. Achten Sie in jedem Fall auf eine abwechslungsreiche Ernährung.

In höherem Alter benötigen Regenbogenfische zunehmend pflanzliche Nahrung. Dieses Bedürfnis können Sie beispielsweise mit Gurke, Erbsen oder Spinat decken. Sparsam gefütterte Tiere fressen sogar Wasserlinsen.

Besonders klein ist das Maul des Filigran-Regenbogenfisches. Man nimmt daher an, dass er sich hauptsächlich von Algen und Aufwuchs ernährt. Setzen Sie solche Tiere daher nur in gut eingefahrene Aquarien, damit sie im Mulm und im Pflanzendickicht genügend Nahrung finden.

Zucht und Vermehrung

Regenbogenfische gelten als Dauerlaicher und haben daher keine feste Paarungszeit. Sie können die Paarungsbereitschaft aber wie bei vielen anderen Fischarten mit kräftigen, kühlen Wasserwechseln und vermehrter Lebendfuttergabe unterstützen.

Die Tiere legen ihre Eier an geeignete Substrate ab. Besonders gerne werden dazu Moose und feingliedrige Pflanzen verwendet. Die Jungtiere werden mitunter von den Elterntieren als Futter angesehen.

Sind Sie an einer Aufzucht interessiert, trennen Sie die Jungfische von ihren Eltern, bis sie groß genug sind, um im Schwarm mitzuschwimmen.

Das Erstfutter sollte aus Staubfutter, frischgeschlüpften Artemia und Mikrowürmchen bestehen.

Sorgen Sie im Elternbecken für geeignete Verstecke in Form von Moos oder einer dichten Schwimmpflanzendecke, kommen immer wieder von selber einzelne Jungtiere hoch.

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Häufige Fragen zu Regenbogenfischen

Wie groß wird ein Regenbogenfisch?

In der erreichten Größte ist die Familie recht divers. Die kleinsten Arten bleiben mit vier Zentimetern recht klein, während andere Arten mit 12 cm Endgröße eindeutig zu den größten Schwarmfischen im Süßwasseraquarium gehören.

Wann sind Regenbogenfische ausgewachsen?

Erste Anflüge von Farbe zeigen die Jungtiere nach ca. 6 Monaten. Voll ausgefärbt und eindeutig einem Geschlecht zuzuordnen sind die Tiere im Alter von etwa einem Jahr. Auch dann legen sie aber noch an Größe zu.

Wie schnell wachsen Regenbogenfische?

Regenbogenfische gelten als langsam wachsende Fischfamilie. Manche Arten brauchen bis zu zwei Jahre, bis sie ihre endgültige Größe erreicht haben.

Gattungen der Regenbogenfische

Die Familie der Regenbogenfische (Melanotaeniidae) setzt sich aus 6 Gattungen zusammen, von denen hier allerdings nur 4 vorgestellt werden.

Etwa 10 Arten der Gattung Chilaterina kommen nördlich des Hauptgebirgszuges von Neuguinea vor, nur eine südlich davon. Auch die 6 Arten der Gattung Glossolepis sind ausschließlich aus dem Norden Neuguineas bekannt.

Gattung Iriatherina

Die Gattung Iriatherina besteht nur aus einer einzigen Art, dem Fadenflossen-Regenbogenfisch, der sich mit seinem Körperbau und den fadenförmig ausgezogenen Flossenstrahlen deutlich von allen anderen Regenbogenfischen unterscheidet.

Gattung Melanotaenia

Die Regenbogenfische der Gattung Melanotaenia kommen teils in Neuguinea, teils in Australien, einige wenige Arten auch in beiden Regionen vor.

Es lassen sich bei den Melanotaenia aufgrund ihrer Körperumrisse drei Gruppen unterscheiden: Verlängert man in Gedanken die Linie der aufgestellten 2. Rückenflosse und die Außenkante der Afterflosse über die Schwanzflosse hinaus, dann kreuzen sich bei den Vertretern der Großflossen-Regenbogenfische der Gruppe Melantotaenia splendida beide Linien erst weit hinter der Schwanzflosse.

Bei Vertreter der Melanotaenia goldiei und den Glossolepis und Chilatherina kreuzen sich diese beiden gedachten Linien jedoch bereits innerhalb der Schwanzflosse oder im Schwanzstiel.

Gleiches gilt für die Zwergregenbogenfische (Melanotaenia maccullochi) deren Körper jedoch lang gestreckter ist. Außerdem sind bei dieser letzten Gruppe die hinteren Flossensäume von Rücken- und Afterflosse abgerundet.

Interessante Informationen

Zur Ordnung der Ährenfischartigen Fische (Atheriniformes) zählen die altweltlichen Arten der Regenbogenfische (Familie Melanotaeniidae), die Blauaugen (Pseudomugilidae) und Sonnenstrahlenfische oder Sulawesi-Regenbogenfische Thelmaterinidae), wie sie auch genannt werden, und die Madagassische Ährenfische (Bedotiidae).

Die altweltlichen Ährenfische und Isonidae bleiben hier ausgespart, da sie meist marine Bewohner sind und aquaristisch keine Bedeutung haben. 

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