Kaltwasserfische Arten – Alle Fische im Überblick

Unter Kaltwasserfischen versteht man Fischarten, die ganzjährig Temperaturen von unter 20°C bevorzugen. Manche benötigen sogar Temperaturen weit unter diesem Punkt.

Diese Tierarten stammen aus den gemäßigten Zonen Nordamerikas, Europas und Asiens und benötigen zusätzlich jahreszeitlich bedingte Temperaturschwankungen, was die Haltung besonders anspruchsvoll macht.

Fische Finder

Hier kannst Du Kaltwasserfische nach Eigenschaften und Aquariums-Parametern durchsuchen. Alle Angaben sind optional.

Eigenschaften

Wenn Dein Wunschfisch bestimmte Eigenschaften haben soll, gebe Diese hier einfach ein.

Wasserparameter und Aquarium

Gibst Du hier Deine Aquarium-Werte an, werden nur Fische angezeigt, die sich in diesen Wasserwerten wohl fühlen.

Sortierung

Aquarium für Kaltwasserfische einrichten

Beachten Sie, dass die meisten Kaltwasserfische eine beachtliche Größe von 20 cm und darüber hinaus erreichen. Nur wenige Arten können in Aquarien bis 100 cm Kantenlänge gehalten werden. Für die meisten sollten Sie ein Volumen von 300 Litern wählen, besser noch mehr.

Standort

In einem klassischen Wohnraum ist es unmöglich, ganzjährig eine Temperatur von unter 20°C zu erhalten. Kaltwasserbecken stehen daher idealerweise in Kellern, Garagen, Lagerräumen oder sogar im Freien.

Wassertemperatur im KaltwasseraquariumFoto: feathercollector / shutterstock.com

Achten Sie aber in jedem Fall darauf, dass es zu keinem Zeitpunkt zu direkter Sonneneinstrahlung kommt. Nicht nur heizt diese das Aquarium empfindlich auf, sie regt auch die Vermehrung von Algen an.

Wichtig!

Achten Sie darauf, dass die Temperatur für die meisten Arten im Winter deutlich unter der Sommertemperatur liegen sollte.

Technik

Wie Sie sich vermutlich gedacht haben, können Sie im Kaltwasserbecken getrost auf eine Heizung verzichten. Wer jetzt aber Kühlgeräte sucht, wird enttäuscht sein. Solche Geräte sind teuer und erfüllen meist bei weitem nicht die erwünschte Leistung. Versuchen Sie daher lieber, die Temperatur mit der Wahl des geeigneten Standpunkts niedrig zu halten.

Unser Tipp

In manchen Fällen hilft es, nicht das gesamte Becken, sondern nur den Filter zu kühlen, um die Temperatur zu senken.

Pflanzen im Kaltwasseraquarium mit KaltwasserfischenFoto: koifish / shutterstock.com

Auch die Beleuchtung ist eher nebensächlich und richtet sich in erster Linie nach Ihren persönlichen Vorlieben. Sie werden nur wenige und dann genügsame Pflanzen halten, die auch mit wenig Licht zurechtkommen. Wählen Sie die Beleuchtung zu stark, regt auch diese übermäßig die Hitzeentwicklung an.

Bei der Filterung sollten Sie hingegen nicht sparen. Viele Kaltwasserfische haben einen regen Stoffwechsel und belasten damit das Wasser. Andere bevorzugen starke Strömung, was der Filter ebenso gewährleisten muss.

Bodengrund

Machen Sie sich über die Bedürfnisse Ihrer Fische schlau, bevor Sie Ihren Bodengrund wählen. Während beispielsweise Goldfische gerne wühlen und dafür feineren Bodengrund benötigen, beachten andere Fischarten diesen gar nicht.

Kaltwasserfische im Aquarium haltenFoto: Aleron Val / shutterstock.com

Egal welche Korngröße Sie wählen, achten Sie auf abgerundeten Bodengrund, an dem sich Ihre Fische nicht verletzen können.

Für die Nachstellung eines europäischen Bachbetts können Sie gerne größere Kiesel wählen, die den Boden teilweise bedecken. Bodenfische, wie die Bachschmerle, werden diese als Versteck dankbar annehmen.

Pflanzen

Nur besonders robuste und genügsame Pflanzen können im Kaltwasseraquarien bestehen. Zu den niedrigen Temperaturen kommt eine in der Regel schwache Beleuchtung und ruppige Beckenbewohner, die Pflanzen gerne anknabbern oder umgraben.

Langsamer Pflanzenwachstum

Je kälter das Wasser umso langsamer wachsen Ihre Pflanzen.

Nichts falsch machen können Sie mit der Wasserpest oder der gewöhnlichen Vallisnerie, da sie diesen Ansprüchen genügen. Einige Schwertpflanzen und Wasserkelche können ebenso bestehen wie manche aquatischen Moose. In praktisch jedem Gewässertyp fühlt sich auch die Wasserlinse wohl.

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Artgerechte Haltung von Kaltwasserfischen

Aufgrund des hohen Stoffwechsels vieler Kaltwasserfische sollten Sie die Wasserhygiene sehr ernst nehmen. Den Filter eines solchen Beckens müssen Sie wesentlich häufiger reinigen als jene der meisten anderen Aquarien.

Auch regelmäßige großvolumige Wasserwechsel sind Pflicht. Achten Sie darauf, dass das frisch eingelassene Wasser wieder die richtige Temperatur aufweist.

Kaltwasserfische vergesellschaften

Sie sollten zur Vergesellschaftung Fischarten ähnlicher Größe wählen. Kombinieren Sie also keinen Katzenwels mit Elritzen oder Bitterlingen, da diese höchstens als Lebendfutter enden.

Goldfisch als häufiger KaltwasserfischFoto: Darko Cvetanoski / shutterstock.com

Auch das Verhalten Ihres Besatzes sollte aufeinander abgestimmt sein. So können sich großflossige Hochzuchtgoldfische mit ihrer behäbigen Schwimmweise rasch von zu quirligen Arten gestört fühlen.

Unser Tipp

Diverse Muscheln können mir beinahe allen Kaltwasserfischen vergesellschaftet werden. Diese graben sich in den Bodengrund ein und filtern dort das Aquarienwasser.

Eine Sonderstellung unter den Kaltwasserfischen stellen die Zwergschwarzbarsche dar. Diese Kaltwasserfische bleiben wesentlich kleiner. Zudem bevorzugen sie praktisch ausschließlich ein Artbecken. Dann reichen aber auch schon kleinste Becken von 40-50 cm Kantenlänge.

Charakter und Eigenheiten

Aufgrund der hohen Diversität der Gruppe, was sowohl Herkunft als auch Fischfamilie betrifft, lassen sich hier kaum allgemeine Aussagen tätigen. Wie auch im tropischen Süßwasseraquarium finden sich gründelnde Fische genauso wie Oberflächenfische.

Informieren Sie sich ausführlich über Verhalten, Lebensweise und Essgewohnheiten Ihrer gewünschten Fische, um diesen auch gerecht zu werden.

Futter für KaltwasserfischeFoto: Fabian Junge / shutterstock.com

Lieblingsfutter und gesunde Ernährung

Aufgrund der Größe der Fische können Sie auch zu größeren Futtermitteln greifen. Neben Trockenfutter trifft dies auch auf Lebend- und Frostfutter zu. So finden sich im Handel tiefgefrorene Stinte, die von den größeren Arten problemlos bewältigt werden.

Weitere mögliche Futtermittel sind Granulate, Fischfilet, Garnelen und Mückenlarven. Insbesondere für Goldfische und Kois finden sich im Handel extra auf diese abgestimmtes Trockenfutter, das die natürliche Färbung unterstützt.

Zucht und Vermehrung

Viele Kaltwasserfische sind Freilaicher. Diese Arten lassen ihre befruchteten Eier einfach fallen und kümmern sich nicht weiter darum. Manche stellen Ihrem eigenen Nachwuchs sogar nach und betrachten Eier und Jungfische höchstens als Futter.

Wer solche Fische züchten möchte, sollte als das Gelege von den Eltern trennen.

Bei Stichlingen betreiben die Männchen Brutpflege, weswegen das Weibchen nach der Eiablage das Aquarium wechseln sollte. Eine ähnliche Brutpflege findet sich auch bei diversen Welsen und Barschen.

Kaltwasserfisch Stichling bewacht sein GelegeFoto: Toxotes Hun-Gabor Horvath / shutterstock.com

Besonders interessant ist das Brutverhalten des Bitterlings. Dieser benötigt zwingend Teich- oder Malermuscheln, in die er seine Eier ablegt. Dadurch wachsen die Jungfische geschützt auf.

Häufige Fragen zu Kaltwasserfischen

1. Kann man Kaltwasserfische im Sommer im Gartenteich halten?

Für viele Arten ist das sogar die ideale Haltungsform. Dazu gehören unter anderem Goldfische, Kois oder Moderlieschen. Wie auch im Aquarium gilt, direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden.

Gartenteiche sind sehr kleine Wasserkörper, die Temperatur nicht gut speichern können und sich daher an sehr sonnigen Tagen dramatisch aufheizen können. Achten Sie daher auf eine dichte Ufervegetation, die viele Schattenplätze bietet.

Im Winter müssen die meisten Teichfische ins Aquarium übersiedeln. Das liegt daran, dass die meisten Gartenteiche nicht tief genug sind, um am Grund stabile Temperaturen zu garantieren. Bei Frost können die Fische dann erfrieren.

Das Winteraquarium sollte idealerweise Temperaturen von 5-10 °C aufweisen und an einem geschützten Ort stehen, an dem nicht zu viel Trubel herrscht. Füttern Sie dann nur sparsam.

2. Welche Temperaturen brauchen Kaltwasserfische?

Das ist von Art zu Art unterschiedlich, aber eine Temperatur von 15 °C ist ein gutes Mittelmaß. Vermeiden Sie unbedingt längere Perioden mit über 20 °C, da die Tiere dann Schaden nehmen können.

Außerdem sinkt der Sauerstoffgehalt im Wasser mit höheren Temperaturen rapide ab. Im Winter sollten die Temperaturen sogar noch tiefer liegen.

3. Darf man Kaltwasserfische aus der Natur entnehmen?

Die Versuchung ist groß, stammen doch viele Kaltwasserfische ursprünglich aus Europa. Beziehen Sie aber dennoch Ihre Fische bitte nur aus dem Zoohandel.

Zum einen stehen viele heimische Tierarten oder auch Gewässer unter Naturschutz. Zum anderen können Sie sich aus natürlichen Gewässern Plagegeister wie Parasiten oder Libellenlarven einschleppen.

Umgekehrt dürfen Sie Ihre überschüssigen Fische aus sehr ähnlichen Gründen nicht in die Natur entlassen, auch wenn es sich um eine heimische Tierart handelt. Sehen Sie sich lieber um einen geeigneten Abnehmer um und bitten Sie im Notfall Ihren Zoohändler um Hilfe.

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