Übersicht der asiatischen Killifisch-Arten

Gattung Aplocheilus

Die Aplocheilus-Arten sind bis auf den Aplocheilus panchax auf Indien und Sri Lanka in ihrer Verbreitung beschränkt. Sie leben in kleinen Bächen und Wasserstellen, aber auch auf, unter Wasser stehenden, Reisfeldern. Die hechtähnliche Form mit einem langgestreckten Körper, einer geraden Rückenlinie und einer langen, zugespitzten Schnauze,sowie der kleinen, zurückgestutzten Rückenflosse, weist sie als typische räuberische Oberflächenfische aus. Sie lauern zwischen Schwimmpflanzen auf Anflugnahrung und andere Beute. Dabei stellen sie auch kleineren Fischen und ihrem eigenen Nachwuchs nach. Die Weibchen sind Haftlaicher, die ihre Eier an den Schwimmpflanzen anheften.

Die Schwanzflosse ist länger, als bei den afrikanischen Nothobranchius- und Aphyosemion-Arten und ihr Schwanzstiel höher und kürzer. Die Weibchen haben einen runden, dunklen Fleck auf der Rückenflosse. Die Brut schlüpft innerhalb von zwei Wochen. Die Jungfische halten sich in der Deckung der Schwimmpflanzendecke auf. Die Nachzucht istrelativ einfach, aber nicht sehr produktiv, da die Eltern und größeren Geschwister den Jungfischen nachstellen. Für eine effektive Zucht ist es deshalb sinnvoll, die Jungfische regelmäßig nach Größenklassen zu trennen und separat in kleinen Becken aufzuziehen.

Gattung Oryzias

Alle Vertreter der Reiskärpflinge gehören zur Gattung der Oryzias. Bisher sind 32 Arten bekannt, die in Süd-, bzw. Südostasien vorkommen. Alle Arten, mit Ausnahme des Neonreisfisches Oryzias wowerae, sind unscheinbar gefärbt, fast durchscheinend transparent. Es handelt sich durchweg um kleine Fische von wenigen Zentimetern. Der Zwerg-Reisfisch Oryzias minutillus ist mit etwas mehr als 1cm Körperlänge vermutlich das kleinste, lebende Wirbeltier überhaupt. Einige Arten leben in Binnenseen oder in den Mündungsgebieten von Fließgewässern, wobei sie zum Teil bis in die Brackwasserzone vordringen. Viele Arten findet man jedoch auf den, unter Wasser stehenden, Reisfeldern und in den Be- und Entwässerungsgräben. Alle Oryzias-Arten halten sich, ähnlich wie die Hechtlinge der Aplocheilus-Gattung, dicht unter der Wasseroberfläche auf.

Dazu sind sie durch ihre gerade Rückenlinie, das oberständige Maul und die weit nach hinten versetzte Rückenflosse prädestiniert. Die Bauchlinie ist dagegen rund, während die Kante des Hinterleibs bis zur Schwanzflosse geradlinig verläuft. Erstaunlich groß sind die Brustflossen, die weit oben am Körper sitzen.

Ungewöhnlich ist die Fortpflanzungsbiologie der Reiskärpflinge. Die Weibchen laichen meist in der Morgendämmerung und legen ihre Eier nicht sofort ab, sondern tragen sie eine Zeitlang mit sich herum. Die Eier haben an einem ende Filamente, mit denen sie an der Afterflosse des Weibchens hängen bleiben. Das Weibchen trägt diese Eier einige Stunden, seltener auch Tage, mit sich herum, bis sie an Wasserpflanzen abgestreift werden. Die Brut schlüpft innerhalb von 2 Wochen. Die Jungfische wachsen aber auch bei guter Fütterung nur langsam heran.

Die Oryzias-Arten gehören eigentlich systematisch nicht mehr zu den eigentlichen Killifischen, sondern stehen eher den afrikanischen Leuchtaugenfischen nahe. Sie gehören zusammen mit den kleinen Schaufelkärpflingen der Gattung Adrianichthys, die ausschließlich im Poso-See der Insel Sulawesi vorkommen, zur Familie der Adrianichthyidae.

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