max. Größe 6 cm
Haltung einfach
Wasser-
temperatur
7 bis 30  °C
Wasserwerte PH: 7.2 - 9 pH
GH: 20 - 15 °dH
Zucht einfach

Lebensraum des Anatolienkärpflings

Der Anatolienkärpfling stammt aus der südlichen Türkei. Dort besiedelt er abflusslose Seen und Tümpel mit viel Pflanzenbewuchs und hartem Wasser. Insgesamt kennt man dreiweitere Unterarten: Den Aphanius anatoliae splendens vom Gölcük-See, den Aphanius anatoliae burduricus vom Burdur-See und den Aphanius anatoliae transgrediens vom Aci-Göl.

Merkmale, Form und Färbung

Anatolienkärpflinge sind relativ hochrückige Kärpflinge, mit einem etwas gedrungeneren Körperbau. Das Männchen des Anatolienkärpflings hat dunkle Querstreifen auf silbrigem Untergrund, die auf der Rücklinie zusammenlaufen. Die Anzahl dieser schwarzen Querbinden kann stark variieren und kann sich sogar zwischen der linken und der rechten Körperhälfte eines Männchens voneinander unterscheiden. Die Afterflosse kann schwach gestreift sein. Die Schwanzflosse bleibt dagegen meist streifenlos, seltener mit schmalen dunklen Streifen, die parallel zum Hinterrand verlaufen. Die Schwanzflosse ist abgerundet.

Das Weibchen hat dagegen eine dunkle Marmorierung auf grau- braunem Grund, die sich über die Rücken- und Kopfpartie erstreckt, während die Bauchseite dunkle Punkte hat.

Die Männchen und Weibchen sind so unterschiedlich gezeichnet, dass sie ursprünglich sogar als zwei verschiedene Aren beschrieben wurden. Neben der Nominatform gibt es drei weitere Unterarten. Den Aphanius anatoliae splendes, den Aphanius anatoliae transgrediens und den Aphanius anatoliae buduricus. Diese Subspecies unterscheiden sich zwar untereinander, sind aber auch innerhalb eine Unterart und Population sehr variabel gezeichnet, sodass verlässliche Unterscheidungsmerkmale zwischen den Unterarten kaum aufgeführt werden können.

Nur von der Unterart Aphanius anatoliae splendens lassen sich einige allgemein gültige Merkmale angeben. Diese Unterart aus dem Gölcük-See hat einen schlanken Körper, dieSchuppenzahl ist stark reduziert und der Kopf hat eine annähernd viereckige Form, sowie einen senkrechten Unterkiefer.

Haltung des Anatolienkärpflings im Aquarium

Der Anatolienkärpfling ist ein ausgeprägter Schwarmfisch, der sich gut an ganz unterschiedliche Wasserverhältnisse anpassen kann. Er lässt sich in einer Gruppe in einem Aquarium ab 60cm Länge halten. Das Aquarium muss gut beleuchtet sein oder in der Sonne stehen, damit sich viele Grünalgen entwickeln, die als wichtigste Nahrung des Anatolienkärpflings gelten.

Das Aquarienwasser sollte immer im alkalischen Bereich liegen, also einen pH Wert >7 haben. Wenn das Leitungswasser zu weich ist, muss man es mit Hilfe von Salzzusatz aufhärten. Der Anatolienkärpfling verträgt zwar größere Temperaturschwankungen, fühlt sich aber bei Wassertemperaturen über 20°C am wohlsten.

Neben Algenaufwuchs brauchen die Anatolienkärpflinge auch Lebendfutter, vor allem Mückenlarven. Das Aquarium sollten den Fischen, neben genügend Freiraum zum Schwimmen, auch viele Versteckmöglichkeiten, in Form von Pflanzendickicht, bieten.

Nachzucht des Anatolienkärpflings

Zur Zucht wählt man 1 Pärchen des Anatolienkärpflings aus, welches in ein Ablaichbecken gesetzt wird. Dieses sollte viele Büschel von fädrigen Algen (Grünalgen Cladophora)oder Kunstwolle enthalten, denn das Weibchen ist ein Haftlaicher.

Man kann Anatolienkärpfling auch in der Gruppe im Daueransatz nachzüchten. Das ist aber nicht empfehlenswert, da die Fische Laichräuber sind. Je nach Wassertemperatur schlüpfen die Kleinfische nach etwa 2 Wochen. Nach dem Dottersackstadium versorgt man sie regelmäßig mit feinem Staubfutter. Auch einige größere, flache Steine mit Algenaufwuchs sollten im Aufzuchtbecken nicht fehlen. Denn die Jungfische weiden bereits in den ersten Tagen Algen ab und suchen zwischen den Algenfäden nach Pantoffeltierchen und ähnlichen Kleinlebewesen.

Sind diese Rahmenbedingungen gegeben, dann ist die Aufzucht nicht schwierig. Bei guter Fütterung wachsen die Fische schnell heran und sind mit einem halben Jahr bereits geschlechtsreif.

BECH, R. (1989): Eierlegende Zahnkarpfen. – Neumann Verlag, Leipzig – Radebeul.
MEYER, R. (1989): BI-Lexikon – Aquarienfische. – Bibliographisches Institut Leipzig.
STERBA, G. (1990): Süßwasserfische der Welt. – Verlag E. Ulmer, Stuttgart.

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