max. Größe 11 cm
Haltung mittel
Wasser-
temperatur
22 bis 24  °C
Wasserwerte PH: 6.2 - 7.2 pH
GH: 6 - 20 °dH
Zucht einfach

Lebensraum des Pfauenaugen-Buschfischs

Das Verbreitungsgebiet des Pfauenaugen-Buschfischs ist – soweit bisher bekannt – auf ein relativ kleines Gebiet in Zaire beschränkt, obwohl die Art zu den am häufigsten gepflegten Buschfischen gehört. Die bisher bekannten Fundorte liegen im Stanley Pool und im Ubangi River bei Banzyville (VIERKE 1978). Alle im Handel angebotenen Pfauenaugen-Buschfische stammen daher aus Nachzuchten.

Merkmale, Form und Färbung

Der Artname oxyrhynchum = scharfschnäuzig weist bereist darauf hin, diese Buschfische haben eine spitz zulaufende Kopfform mit einem spitzen Maul. Die Körperfärbung ist variabel. Charakteristisch sind zwei kurze, dunklere Längsstreifen: Der eine zieht sich von der Schnauzenspitze quer über das Auge schräg hoch bis zu den ersten Strahlen der Rückenflosse. Der zweite Streifen beginnt hinter dem Auge und zieht sich in einem Bogen bis zum unteren Rand des Kiemendeckels. Die Körpermitte ist etwas heller, dort ist meist ein dunkler, unregelmäßiger Fleck zu sehen, worauf sich der deutsche Name Pfauenaugen-Buschfisch bezieht. Der übrige Körper ist unregelmäßig gefleckt. Der Pfauenaugen-Buschfisch ist lt. MEYER (1989) außerhalb der Laichzeit in seinen Geschlechtern nur dadurch unterscheidbar, dass das Männchen auf dem Kiemendeckel und im Bereich der Schwanzwurzel zahlreiche kleine Dornen besitzt, die aber nur außerhalb des Wassers mit einiger Übung zu ertasten sind.

Biologie und Verhalten des Pfauenaugen-Buschfischs

Der Pfauenaugen-Buschfisch kann in einem entsprechend großen Becken auch in einer Gruppe gehalten werden. Außerhalb der Fortpflanzungszeit stehen sie dann lt. MEYER (1989) oft gemeinsam unter großen Schwimmblättern und verhalten sich völlig ruhig. Im Gegensatz zu den meisten anderen Buschfischarten gehören die Pfauenaugen-Buschfische nicht zu den Schaumnestbauern. Diese Buschfischart kann auch im Gesellschaftsaquarium mit anderen gleich großen Fischarten zusammen gehalten werden, kleinere Fische würden aber als Beute angesehen.

Haltung des Pfauenaugen-Buschfischs im Aquarium

Der Pfauenaugen-Buschfisch braucht ein relativ großes Becken, welches Buschfisch-gerecht eingerichtet werden muss. Dazu gehören Gruppen dicht stehender, feinfiedriger Wasserpflanzen, die bis zur Wasseroberfläche reichen, einige größere Schwimmpflanzen, Moorkienwurzeln und Versteck- und Rückzugsmöglichkeiten in Form von Steinhöhlen. Der Pfauenaugen-Buschfisch ist vor allem dämmerungs- und nachtaktiv, tagsüber zieht er sich in seinen Unterschlupf zurück. Als Bodengrund sollte ein möglichst dunkler, feinkörniger Kies gewählt werden. Will man die Fische zum Beispiel zum Ablaichen herausfangen, dann empfiehlt MEYER (1989) ein sehr feinmaschiges Netz, da die Fische sonst mit ihren gezähnten Kiemendeckeln im Netz hängenblieben und sich verletzen können. Das Wasser sollte weich, leicht sauer und sauber sein. Dazu ist eine gute Filterung, eventuell bei zu hartem Leitungswasser ergänzt durch Torfzusätze, notwendig, ebenso wie ein regelmäßiger Teilaustausch des Aquarienwassers gegen Frischwasser. Nur mit einem abwechslungsreichen, kräftigen Lebendfutter kann man die Vitalität der Pfauenaugen-Buschfische erhalten: Dazu gehören klein geschnittene Regenwürmer, Mückenlarven und Süßwassergarnelen. Aber auch vitaminreiches, pflanzenhaltiges Trockenfutter zur Ergänzung. Um die Pfauenaugen-Buschfische erfolgreich für die Zucht zu konditionieren und als Voraussetzung für den Laichansatz bei den Weibchen, empfiehlt MEYER (1980), die Fische einige Zeit zuvor mit den Jungfischen von lebendgebärenden Zahnkarpfen, z.B. von Guppys oder Platys, zu füttern.

Nachzucht des Pfauenaugen-Buschfischs unter Aquarienbedingungen

Zur Zucht werden die Pfauenaugen-Buschfische paarweise in ein separates mittelgroßes Ablaich- und Aufzuchtbecken umgesetzt. Das Becken sollte etwas abgedunkelt werden und das Aquarienwasser im sauren, weichen Bereich liegen. Die Pfauenaugen-Buschfische bauen keine Schaumnester, sondern laichen am Boden ab. Die Weibchen sind recht produktiv und legen pro Laichgang bis zu 900 Eier. Die ölhaltigen Eier, die leichter als Wasser sind, steigen dann zur Wasseroberfläche auf. Dort sammelt man die Eier ab und bringt sie in ein separates Aufzuchtbecken oder man fängt das Brutpaar heraus und belässt die Eier im Ablaichbecken. Bereits nach einem Tag schlüpfen die Larven, nach weiteren drei Tagen ist der Dottersack aufgezehrt. Sobald die Jungfische zu schwimmen beginnen, kann man sie mit Artemia-Nauplien füttern. Die Jungfische sind zunächst in der vorderen Körperhälfte schwarz gefärbt, die hintere Körperpartie bleibt transparent. Dann färbt sich auch der Schwanzstiel schwarz, später der ganze Körper und es wird in der Körpermitte ein hellerer Querstreifen sichtbar (VIERKE 1978).

LINKE,H. (1980): Farbe im Aquarium -Labyrinthfische.- Tetra Werke (Melle).
MEYER,R. 81989). BI-Lexikon-Aquarienfische.- Bibliographisches Institut Leipzig.
VIERKE,J. (1978): Labyrinthfische und verwandte Arten.- Engelbert Pfriem Verlag (Wuppertal-Elberfeld).

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