Haltung des Paradiesfischs
Vergesellschaftung
Der Paradiesfisch ist gegenüber anderen Aquarienbewohnern und untereinander recht zänkisch.
Will man ihn trotzdem im Gesellschaftsbecken pflegen, dann muss das Aquarium sehr groß sein.
Schwarmgröße
Gleiches gilt auch wenn man mehrere Paare in einem Becken halten möchte. Dann muss das Artbecken so groß sein, dass jedes Männchen ein eigenes Revier bilden und verteidigen kann.
Futter
Die Paradiesfische sind Allesfresser, bevorzugen aber Lebendfutter. Sie sind auch optimale Schneckenvertilger.
Setzt man ein Paar von Macropodus orpercularis in ein Aquarium, indem sich kleinere Wasserschnecken wie Planorbella duryi oder Radix balthica massenhaft vermehrt haben, dann ist das Aquarium bereits nach wenigen Tagen wieder völlig schneckenfrei.
Wasserwerte
Der Paradiesfisch ist problemlos in einer breiten Skala von Wasserwerten zu halten.
Damit ist er der ideale Anfängerfisch, der sich sowohl für das Kaltwasseraquarium, ein beheiztes Aquarium mit tropischen Fischen als auch für den Aufenthalt im Gartenteich während der Sommermonate eignet.
Aquarieneinrichtung
Das Aquarium sollte geräumig sein, andererseits aber auch zahlreiche Versteck- und Rückzugsmöglichkeiten in Form von stellenweise dichter Bepflanzung, Höhlen und Moorkienwurzeln bieten.
Auch einige Schwimmpflanzen sollten nicht fehlen.
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Nachzucht
Allgemeine Informationen
Als Zuchttemperatur eignet sich am besten ein Bereich zwischen 25 und 28°C. Das Männchen legt ein sehr großes Schaumnest an der Wasseroberfläche an.
Das Weibchen ist mit bis zu 500 Eiern pro Laichsaison sehr produktiv.
Für eine Zucht sollten nur die größten und schönsten Individuen ausgewählt werden. Durch Aufzucht bei niedrigeren Temperaturen erreicht man, dass die Fische langsam heranwachsen und zunächst einen kräftigen Körper, danach auch große Flossen ausgebildet werden.
Zu hohe Temperaturen führen dagegen durch frühes Flossenwachstum zu Zwergenwuchs.
Ablauf der Paarung
Bei der Paarung umschlingen sich beide Partner dicht unter dem Schaumnest. Zunächst beteiligen sich beide am Einsammeln der zu Boden sinkenden Eier und bringen sie ins Schaumnest.
Dann vertreibt das Männchen das Weibchen und betreut das Gelege und später die Brut allein.
Sind die Elterntiere gut ernährt, so werden sie ihrem Nachwuchs nicht nachstellen.
Fischbrut und Jungfische
Etwa 4 Tage, nachdem die Brut geschlüpft ist, beginnen die Jungfische frei umher zuschwimmen. Dann füttert man sie zunächst mit sehr feinem Staubfutter.
Dazu gibt es im Zoofachhandel in ihrer Zusammensetzung speziell auf den den Nährstoffbedarf von solch winzig kleinen Jungfischen abgestimmte Futtersorten.
Sobald die Fische eine Mindestlänge von 10mm erreicht haben, kann man dann zur nächst größeren Futtersorte, einem speziellen Wachstumsfutter für Jungfische übergehen.
Es gibt kaum einen anderen Labyrinthfisch, bei dem die Zucht unter Aquarienbedingungen so einfach ist.
Form und Färbung
Der Gattungsname Macropodus = Großfüßer, bzw. Großflosser nimmt Bezug auf die großen Bauchflossen, der Art opercularis auf den Augenfleck.
Auffallendes Merkmal des Paradiesfischs, welches ihn von anderen Makropodenarten unterscheidet, ist nämlich der große, dunkle Augenfleck auf dem Kiemendeckel.
Die Männchen sind intensiver gefärbt und größer als die Weibchen.
Neben der natürlichen Stammform gibt es eine hellere Zuchtform mit roten Streifen auf rosafarbenem Grund und eine hellblaue Variante. Es gibt sogar eine blasse Form, die auf Albinismus beruht. Bei ihr sind auch die Augen aufgrund der fehlenden Pigmente rot gefärbt.
Solche Zuchtformen kommen an die Farbenpracht der Wildform in keiner Weise heran, und produzieren, wenn überhaupt, unfruchtbare Nachkommen. Es ist daher unverständlich und überflüssig, dass solche Individuen immer wieder in Zoogeschäften angeboten werden.
Zuchtziel für Makropoden, die auf internationalen Schauen Preise erzielen sollen, sind Exemplare mit gleichmäßig ausgebildeten Flossen und gleichlangen oberen und unteren Zipfeln der Schwanzflosse. Die Gliederstrahlen der Rücken- und Afterflosse sind bei den Männchen ebenfalls stark verlängert.
Der Körper des Paradiesfisch weist bei beiden Geschlechtern gleichmäßige Querstreifen aus jeweils etwa 10 roten und blauen Binden auf. Auch die Flossen sind blau und rot gestreift.
Herkunft und Lebensraum
Das natürliche Verbreitungsgebiet des Paradiesfischs umfasst Teile Koreas, Vietnams und Chinas. Er besiedelt flache, stehende und langsam fließende Gewässer mit reichlichem Pflanzenbewuchs, aber auch überflutete Reisfelder.
Er wurde bereits 1869 in Europa eingeführt und ist damit neben dem Goldfisch der älteste Exot in heimischen Aquarien und Gartenteichen.
Da der Paradiesfisch vom tropischen Süden Vietnams bis in die gemäßigten Breiten Nordkoreas vorkommt, ist es nicht verwunderlich, wenn man ihn sowohl als Teichfisch, als Kaltwasserfisch, als auch in Gesellschaft wärmeliebender Zierfischarten aus den Tropen pflegen kann.
In der chinesischen Tiefebene findet man diese Makropoden sogar noch in der Brackwasserzone im Küstenbereich.